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Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 16. Juli 2021 / Überarbeitung angenommen: 13. November 2021

Erarbeitung eines strukturierten Dokumentationskonzepts für ernährungsbezogene PatientInnendaten zur Einbindung in das Entlassmanagement – eine Fallstudie1

Hintergrund


Zum 1. Oktober 2017 trat der in § 39 Abs. 1a SGB V für Krankenhäuser verbindliche Rahmenvertrag Entlassmanagement in Kraft. Dieser regelt das „patientenindividuell[e], ressourcen- und teilhabeorientiert[e]“ [1] Entlassmanagement beim Übergang in die Versorgung nach einer Krankenhausbehandlung und zielt darauf ab, eine bedarfsgerechte, kontinuierliche und sektorenübergreifende Versorgung zu gewährleisten. Weiterbehandelnden LeistungserbringerInnen der Anschlussversorgung, darunter auch die der Diätetik, wird dadurch ermöglicht, die Therapie effektiv und effizient fortzusetzen [1].


Der für das Entlassmanagement wichtige Entlassbrief enthält alle für die Weiterbehandlung und Anschlussversorgung der PatientInnen erforderlichen Informationen. Insbesondere sollen die erhobenen Behandlungsdaten der an der Behandlung beteiligten Berufsgruppen fixiert werden. Ernährungstherapeutische Leistungen, die im Krankenhaus erbracht wurden, sollten daher auch in den Entlassbrief integriert werden. In § 9 des Rahmenvertrags Entlassmanagement „Dokumentation an die weiterbehandelnden Ärzte“ sind die mindestens erforderlichen Informationen geregelt, wobei die Aufzählungen übergreifend und interprofessionell zu verstehen sind und offen lassen, welche konkreten diätetischen Daten zu dokumentieren sind [1].

Abstract


Die strukturierte Dokumentation der diätetischen Daten zur Einbindung in das verbindliche Entlassmanagement stellt eine Herausforderung für Krankenhäuser dar. Für die in der Ernährungsberatung und -therapie zu dokumentierenden Daten wurde ein Dokumentationskonzept unter Berücksichtigung des prozessgeleiteten Arbeitens entwickelt und in einer Fallstudie mit der Praxis abgeglichen. Der Soll-Ist-Vergleich zeigt, dass aufgrund defizitärer struktureller und personeller Ressourcen sowie einer bislang fehlenden Implementierungsstrategie eine wenig strukturierte und nicht vollständige Dokumentation erfolgt. Notwendige Anpassungen und Handlungsempfehlungen wurden herausgearbeitet. Mit dem Dokumentationskonzept ist ein entscheidender Schritt für die Erweiterung des Entlassbriefs um diätetische Daten erfolgt. Weitere Studien zum Praxistransfer sind erforderlich.

Schlüsselwörter: Ernährungstherapie, Dietetic Care Process, Dokumentation, Entlassmanagement, interprofessionelles Schnittstellenmanagement




Peer reviewed / Manuscript (original) submitted: 16 July 2021 / Revision accepted: 13 November 2021

Which data should we collect from nutritional counseling and therapy and how can we ensure these data are included in hospital discharge letters?1

Development of a structured documentation concept to facilitate the integration of nutrition-related patient data into discharge management – a case study


Abstract


Documenting dietetic data in a structured way so that it can be integrated into mandatory discharge management is a challenge for hospitals. This study developed a documentation concept for the data that is to be documented in nutritional counseling and therapy, taking process-guided working methods into account, and compared it with current practice in a case study. The target/actual comparison shows that current documentation is unstructured and incomplete due to a lack of structural resources and personnel, and due to a lack of an implementation strategy. The study identified necessary adjustments and recommendations for action. The documentation concept represents a decisive step forwards in terms of expanding the discharge letter to include dietetic data. Further studies on implementation in practice are needed.

Keywords: Nutritional therapy, Dietetic Care Process, documentation, discharge management, interprofessional interface management

Full text PDF (free version)

https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/legalcode




Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 3/2022 auf den Seiten M143 bis M149.




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Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 16. Juli 2021 / Überarbeitung angenommen: 13. November 2021

Erarbeitung eines strukturierten Dokumentationskonzepts für ernährungsbezogene PatientInnendaten zur Einbindung in das Entlassmanagement – eine Fallstudie1

Hintergrund


Zum 1. Oktober 2017 trat der in § 39 Abs. 1a SGB V für Krankenhäuser verbindliche Rahmenvertrag Entlassmanagement in Kraft. Dieser regelt das „patientenindividuell[e], ressourcen- und teilhabeorientiert[e]“ [1] Entlassmanagement beim Übergang in die Versorgung nach einer Krankenhausbehandlung und zielt darauf ab, eine bedarfsgerechte, kontinuierliche und sektorenübergreifende Versorgung zu gewährleisten. Weiterbehandelnden LeistungserbringerInnen der Anschlussversorgung, darunter auch die der Diätetik, wird dadurch ermöglicht, die Therapie effektiv und effizient fortzusetzen [1].


Der für das Entlassmanagement wichtige Entlassbrief enthält alle für die Weiterbehandlung und Anschlussversorgung der PatientInnen erforderlichen Informationen. Insbesondere sollen die erhobenen Behandlungsdaten der an der Behandlung beteiligten Berufsgruppen fixiert werden. Ernährungstherapeutische Leistungen, die im Krankenhaus erbracht wurden, sollten daher auch in den Entlassbrief integriert werden. In § 9 des Rahmenvertrags Entlassmanagement „Dokumentation an die weiterbehandelnden Ärzte“ sind die mindestens erforderlichen Informationen geregelt, wobei die Aufzählungen übergreifend und interprofessionell zu verstehen sind und offen lassen, welche konkreten diätetischen Daten zu dokumentieren sind [1].

Abstract


Die strukturierte Dokumentation der diätetischen Daten zur Einbindung in das verbindliche Entlassmanagement stellt eine Herausforderung für Krankenhäuser dar. Für die in der Ernährungsberatung und -therapie zu dokumentierenden Daten wurde ein Dokumentationskonzept unter Berücksichtigung des prozessgeleiteten Arbeitens entwickelt und in einer Fallstudie mit der Praxis abgeglichen. Der Soll-Ist-Vergleich zeigt, dass aufgrund defizitärer struktureller und personeller Ressourcen sowie einer bislang fehlenden Implementierungsstrategie eine wenig strukturierte und nicht vollständige Dokumentation erfolgt. Notwendige Anpassungen und Handlungsempfehlungen wurden herausgearbeitet. Mit dem Dokumentationskonzept ist ein entscheidender Schritt für die Erweiterung des Entlassbriefs um diätetische Daten erfolgt. Weitere Studien zum Praxistransfer sind erforderlich.

Schlüsselwörter: Ernährungstherapie, Dietetic Care Process, Dokumentation, Entlassmanagement, interprofessionelles Schnittstellenmanagement




Peer reviewed / Manuscript (original) submitted: 16 July 2021 / Revision accepted: 13 November 2021

Which data should we collect from nutritional counseling and therapy and how can we ensure these data are included in hospital discharge letters?1

Development of a structured documentation concept to facilitate the integration of nutrition-related patient data into discharge management – a case study


Abstract


Documenting dietetic data in a structured way so that it can be integrated into mandatory discharge management is a challenge for hospitals. This study developed a documentation concept for the data that is to be documented in nutritional counseling and therapy, taking process-guided working methods into account, and compared it with current practice in a case study. The target/actual comparison shows that current documentation is unstructured and incomplete due to a lack of structural resources and personnel, and due to a lack of an implementation strategy. The study identified necessary adjustments and recommendations for action. The documentation concept represents a decisive step forwards in terms of expanding the discharge letter to include dietetic data. Further studies on implementation in practice are needed.

Keywords: Nutritional therapy, Dietetic Care Process, documentation, discharge management, interprofessional interface management

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Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 3/2022 auf den Seiten M143 bis M149.


Welche Daten aus der Ernährungsberatung und -therapie sind zu erheben und wie gelangen sie in den Entlassbrief eines Klinikums?

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Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 16. Juli 2021 / Überarbeitung angenommen: 13. November 2021

Erarbeitung eines strukturierten Dokumentationskonzepts für ernährungsbezogene PatientInnendaten zur Einbindung in das Entlassmanagement – eine Fallstudie1

Hintergrund
Zum 1. Oktober 2017 trat der in § 39 Abs. 1a SGB V für Krankenhäuser verbindliche Rahmenvertrag Entlassmanagement in Kraft. Dieser regelt das „patientenindividuell[e], ressourcen- und teilhabeorientiert[e]“ [1] Entlassmanagement beim Übergang in die Versorgung nach einer Krankenhausbehandlung und zielt darauf ab, eine bedarfsgerechte, kontinuierliche und sektorenübergreifende Versorgung zu gewährleisten. Weiterbehandelnden LeistungserbringerInnen der Anschlussversorgung, darunter auch die der Diätetik, wird dadurch ermöglicht, die Therapie effektiv und effizient fortzusetzen [1].

Der für das Entlassmanagement wichtige Entlassbrief enthält alle für die Weiterbehandlung und Anschlussversorgung der PatientInnen erforderlichen Informationen. Insbesondere sollen die erhobenen Behandlungsdaten der an der Behandlung beteiligten Berufsgruppen fixiert werden. Ernährungstherapeutische Leistungen, die im Krankenhaus erbracht wurden, sollten daher auch in den Entlassbrief integriert werden. In § 9 des Rahmenvertrags Entlassmanagement „Dokumentation an die weiterbehandelnden Ärzte“ sind die mindestens erforderlichen Informationen geregelt, wobei die Aufzählungen übergreifend und interprofessionell zu verstehen sind und offen lassen, welche konkreten diätetischen Daten zu dokumentieren sind [1].

Abstract

Die strukturierte Dokumentation der diätetischen Daten zur Einbindung in das verbindliche Entlassmanagement stellt eine Herausforderung für Krankenhäuser dar. Für die in der Ernährungsberatung und -therapie zu dokumentierenden Daten wurde ein Dokumentationskonzept unter Berücksichtigung des prozessgeleiteten Arbeitens entwickelt und in einer Fallstudie mit der Praxis abgeglichen. Der Soll-Ist-Vergleich zeigt, dass aufgrund defizitärer struktureller und personeller Ressourcen sowie einer bislang fehlenden Implementierungsstrategie eine wenig strukturierte und nicht vollständige Dokumentation erfolgt. Notwendige Anpassungen und Handlungsempfehlungen wurden herausgearbeitet. Mit dem Dokumentationskonzept ist ein entscheidender Schritt für die Erweiterung des Entlassbriefs um diätetische Daten erfolgt. Weitere Studien zum Praxistransfer sind erforderlich.

Schlüsselwörter: Ernährungstherapie, Dietetic Care Process, Dokumentation, Entlassmanagement, interprofessionelles Schnittstellenmanagement


Peer reviewed / Manuscript (original) submitted: 16 July 2021 / Revision accepted: 13 November 2021

Which data should we collect from nutritional counseling and therapy and how can we ensure these data are included in hospital discharge letters?1

Development of a structured documentation concept to facilitate the integration of nutrition-related patient data into discharge management – a case study
Abstract

Documenting dietetic data in a structured way so that it can be integrated into mandatory discharge management is a challenge for hospitals. This study developed a documentation concept for the data that is to be documented in nutritional counseling and therapy, taking process-guided working methods into account, and compared it with current practice in a case study. The target/actual comparison shows that current documentation is unstructured and incomplete due to a lack of structural resources and personnel, and due to a lack of an implementation strategy. The study identified necessary adjustments and recommendations for action. The documentation concept represents a decisive step forwards in terms of expanding the discharge letter to include dietetic data. Further studies on implementation in practice are needed.

Keywords: Nutritional therapy, Dietetic Care Process, documentation, discharge management, interprofessional interface management

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Artikelfakten

Rubrik: Peer Review
Veröffentlicht: 14.03.2022

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