Der aktuelle Index zeigt, dass der weltweite Fortschritt bei der Reduzierung des Hungers beinahe zum Stillstand gekommen ist. Trotz Lichtblicken in einzelnen Regionen und Ländern wurden seit 2016 kaum noch Fortschritte erzielt. Noch immer hungern 733 Mio. Menschen weltweit. Der Bericht untersucht die Ernährungslage in 136 Ländern. In 22 Ländern hat der Hunger seit 2016 zugenommen und in 20 Ländern sind die Erfolge weitgehend zum Stillstand gekommen.

Afrika südlich der Sahara (WHI-Wert 26,8) sowie Südasien (WHI-Wert 26,2) sind erneut die Regionen mit den höchsten Hungerraten. Somalia (WHI-Wert 44,1) und der Jemen (WHI-Wert 44,2) sind die Länder, die den höchsten WHI-Wert aller Länder aufweisen und folglich mit einer sehr ernsten Hungerlage kämpfen [2].

Krisen wie bewaffnete Konflikte, die Folgen des Klimawandels und die hohe Verschuldung überschneiden und verstärken sich gegenseitig. Besonders betroffen sind davon die ärmsten Länder und Menschen. Hinzu kommen die Auswirkungen der fehlenden Geschlechtergerechtigkeit. Frauen und Mädchen sind am stärksten von Hunger betroffen und leiden unverhältnismäßig stark unter den Folgen des Klimawandels.

Der diesjährige Bericht legt den Schwerpunkt auf den Zusammenhang zwischen fehlender Geschlechtergerechtigkeit, Ernährungsunsicherheit und den Folgen des Klimawandels. Er zeigt, dass sich diese Herausforderungen überschneiden und Haushalte, Gemeinschaften und Länder unter enormen Druck geraten. „Geschlechtergerechtigkeit ist ein wichtiger Hebel, um den Hunger nachhaltig zu beseitigen. Regierungen müssen in Gesundheit, Bildung und ländliche Entwicklung investieren, um die bestehenden Ungleichheiten zu beseitigen und Frauen besseren Zugang zu Ressourcen und Entscheidungen zu ermöglichen“, fordert Mathias Mogge, Vorstandsvorsitzender der Welthungerhilfe.

Literatur


  1. Welthungerhilfe (WHH), Concern Worldwide und Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht (IFHV): Welthunger-Index 2024: Mit Gendergerechtigkeit zu mehr Klimaresilienz und Zero Hunger. Bonn/Berlin: WHH; Dublin: Concern Worldwide; Bochum: IFHV 2024.
  2. Welthungerhilfe (WHH): Factsheet Welthunger-Index 2024. Mit Gendergerechtigkeit zu mehr Klimaresilienz und Zero Hunger. www.welthungerhilfe. de/fileadmin/pictures/ publications/de/fact_sheets/ topics/2024-factsheet-welthunger- index-whi.pdf (last accessed on 24 October 2024).


Quelle: Welthungerhilfe, Pressemeldung vom 10.10.2024




Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 12/2024 auf Seite M684.


Der Welthunger-Index (WHI) ist ein Instrument, mit dem jährlich die Hungersituation auf globaler, regionaler und nationaler Ebene umfassend gemessen und verfolgt wird. Der globale WHI 2024 liegt bei 18,3, was als mäßig gilt und nur leicht unter dem Wert von 2016 (18,8) liegt [1].








Der aktuelle Index zeigt, dass der weltweite Fortschritt bei der Reduzierung des Hungers beinahe zum Stillstand gekommen ist. Trotz Lichtblicken in einzelnen Regionen und Ländern wurden seit 2016 kaum noch Fortschritte erzielt. Noch immer hungern 733 Mio. Menschen weltweit. Der Bericht untersucht die Ernährungslage in 136 Ländern. In 22 Ländern hat der Hunger seit 2016 zugenommen und in 20 Ländern sind die Erfolge weitgehend zum Stillstand gekommen.

Afrika südlich der Sahara (WHI-Wert 26,8) sowie Südasien (WHI-Wert 26,2) sind erneut die Regionen mit den höchsten Hungerraten. Somalia (WHI-Wert 44,1) und der Jemen (WHI-Wert 44,2) sind die Länder, die den höchsten WHI-Wert aller Länder aufweisen und folglich mit einer sehr ernsten Hungerlage kämpfen [2].

Krisen wie bewaffnete Konflikte, die Folgen des Klimawandels und die hohe Verschuldung überschneiden und verstärken sich gegenseitig. Besonders betroffen sind davon die ärmsten Länder und Menschen. Hinzu kommen die Auswirkungen der fehlenden Geschlechtergerechtigkeit. Frauen und Mädchen sind am stärksten von Hunger betroffen und leiden unverhältnismäßig stark unter den Folgen des Klimawandels.

Der diesjährige Bericht legt den Schwerpunkt auf den Zusammenhang zwischen fehlender Geschlechtergerechtigkeit, Ernährungsunsicherheit und den Folgen des Klimawandels. Er zeigt, dass sich diese Herausforderungen überschneiden und Haushalte, Gemeinschaften und Länder unter enormen Druck geraten. „Geschlechtergerechtigkeit ist ein wichtiger Hebel, um den Hunger nachhaltig zu beseitigen. Regierungen müssen in Gesundheit, Bildung und ländliche Entwicklung investieren, um die bestehenden Ungleichheiten zu beseitigen und Frauen besseren Zugang zu Ressourcen und Entscheidungen zu ermöglichen“, fordert Mathias Mogge, Vorstandsvorsitzender der Welthungerhilfe.

Literatur


  1. Welthungerhilfe (WHH), Concern Worldwide und Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht (IFHV): Welthunger-Index 2024: Mit Gendergerechtigkeit zu mehr Klimaresilienz und Zero Hunger. Bonn/Berlin: WHH; Dublin: Concern Worldwide; Bochum: IFHV 2024.
  2. Welthungerhilfe (WHH): Factsheet Welthunger-Index 2024. Mit Gendergerechtigkeit zu mehr Klimaresilienz und Zero Hunger. www.welthungerhilfe. de/fileadmin/pictures/ publications/de/fact_sheets/ topics/2024-factsheet-welthunger- index-whi.pdf (last accessed on 24 October 2024).


Quelle: Welthungerhilfe, Pressemeldung vom 10.10.2024




Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 12/2024 auf Seite M684.


Public Health: Welthunger-Index 2024

Der aktuelle Index zeigt, dass der weltweite Fortschritt bei der Reduzierung des Hungers beinahe zum Stillstand gekommen ist. Trotz Lichtblicken in einzelnen Regionen und Ländern wurden seit 2016 kaum noch Fortschritte erzielt. Noch immer hungern 733 Mio. Menschen weltweit. Der Bericht untersucht die Ernährungslage in 136 Ländern. In 22 Ländern hat der Hunger seit 2016 zugenommen und in 20 Ländern sind die Erfolge weitgehend zum Stillstand gekommen.

Afrika südlich der Sahara (WHI-Wert 26,8) sowie Südasien (WHI-Wert 26,2) sind erneut die Regionen mit den höchsten Hungerraten. Somalia (WHI-Wert 44,1) und der Jemen (WHI-Wert 44,2) sind die Länder, die den höchsten WHI-Wert aller Länder aufweisen und folglich mit einer sehr ernsten Hungerlage kämpfen [2].

Krisen wie bewaffnete Konflikte, die Folgen des Klimawandels und die hohe Verschuldung überschneiden und verstärken sich gegenseitig. Besonders betroffen sind davon die ärmsten Länder und Menschen. Hinzu kommen die Auswirkungen der fehlenden Geschlechtergerechtigkeit. Frauen und Mädchen sind am stärksten von Hunger betroffen und leiden unverhältnismäßig stark unter den Folgen des Klimawandels.

Der diesjährige Bericht legt den Schwerpunkt auf den Zusammenhang zwischen fehlender Geschlechtergerechtigkeit, Ernährungsunsicherheit und den Folgen des Klimawandels. Er zeigt, dass sich diese Herausforderungen überschneiden und Haushalte, Gemeinschaften und Länder unter enormen Druck geraten. „Geschlechtergerechtigkeit ist ein wichtiger Hebel, um den Hunger nachhaltig zu beseitigen. Regierungen müssen in Gesundheit, Bildung und ländliche Entwicklung investieren, um die bestehenden Ungleichheiten zu beseitigen und Frauen besseren Zugang zu Ressourcen und Entscheidungen zu ermöglichen“, fordert Mathias Mogge, Vorstandsvorsitzender der Welthungerhilfe.

Literatur
  1. Welthungerhilfe (WHH), Concern Worldwide und Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht (IFHV): Welthunger-Index 2024: Mit Gendergerechtigkeit zu mehr Klimaresilienz und Zero Hunger. Bonn/Berlin: WHH; Dublin: Concern Worldwide; Bochum: IFHV 2024.
  2. Welthungerhilfe (WHH): Factsheet Welthunger-Index 2024. Mit Gendergerechtigkeit zu mehr Klimaresilienz und Zero Hunger. www.welthungerhilfe. de/fileadmin/pictures/ publications/de/fact_sheets/ topics/2024-factsheet-welthunger- index-whi.pdf (last accessed on 24 October 2024).

Quelle: Welthungerhilfe, Pressemeldung vom 10.10.2024


Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 12/2024 auf Seite M684.

News zum Thema des Artikels

Glasflachen mit bunter Limonade gefüllt

Lesetipp Heft 6/2026: Süßgetränkesteuern und ihre Wirksamkeit aus wissenschaftlicher Sicht

Wirksamkeit von Süßgetränkesteuern: Ein aktueller Beitrag ordnet die wissenschaftliche Evidenz zur Debatte in Deutschland ein …
weiterlesen

Teller mit Haferflocken, daneben Kinderhände mit einem Löffel.

Lesetipp Heft 6/2026: Mangan-, Molybdän- und Zinkzufuhr bei Kindern in Deutschland

Kinder in Deutschland sind über ihre Ernährung meist ausreichend mit Mangan, Molybdän und Zink versorgt. Das zeigen aktuelle Daten aus der BfR-MEAL- und KiESEL-Studie …
weiterlesen

Zwei Personen sitzen am Tisch und prüfen ein Schriftstück

Online News: Leopoldina veröffentlicht Positionspapier zur Prävention und Therapie von Adipositas

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat einen Policy Brief zur Eindämmung der Adipositas-Epidemie in Deutschland veröffentlicht. Darin empfiehlt sie Strategien zur Prävention und Therapie von Adipositas …
weiterlesen

Artikelfakten

Veröffentlicht: 12.12.2024

Themen des Artikels

Dieser Artikel erscheint in

Artikel teilen

Weitere Artikel zum Thema

Regionale Hülsenfrüchte in der Ernährung

Teil 1 Einführung: Mehr Hülsenfrüchte auf den Teller Es gibt viele Gründe, warum weniger Fleisch und mehr Hülsenfrüchte auf dem Teller nachhaltig und gesund sind. Hülsenfrüchte liefern hochwertiges pflanzliches Eiweiß (nicht nur) für eine vegetarische oder vegane Ernähr … weiterlesen

15.09.2025

Lebensmittelbasierte Ernährungsempfehlungen für Kinder und Jugendliche und Planetare Gesundheit

Update der Optimierten Mischkost Der globale Klimawandel erfordert einen Paradigmenwechsel in der Ernährung. In der vorliegenden Studie wurde die Nachhaltigkeit des lebensmittelbasierten Ernährungskonzepts der Optimierten Mischkost (OMK) für Kinder und Jugendliche unter … weiterlesen

15.09.2025

Mehr Auswahl am gemeinsamen Tisch

Alternativprodukte zu tierischen Lebensmitteln als Beitrag zu einer nachhaltigeren Ernährung Im Interview mit der ERNÄHRUNGS UMSCHAU erläutern die Beiratsmitglieder Prof. Dr. Monika Pischetsrieder, Lehrstuhl für Lebensmittelchemie, Universität Erlangen-Nürnberg, Prof. D … weiterlesen

Der Bildungsort Esstisch

Gemeinsames Essen als Bildungsanlass  Mahlzeiten bieten Kindern die Möglichkeit für zahlreiche Lernerfahrungen. Sie lernen verschiedene Lebensmittel kennen und üben durch Ausprobieren und Selber-Machen, ihren Körper und dessen Bedürfnisse zu spüren. Wichtig ist ein … weiterlesen

13.08.2025

Alternative Ernährungsformen

Teil 3: Ernährungsformen mit Gesundheitsversprechen im Vordergrund In Teil 3 der Artikelreihe zu alternativen Ernährungsformen (AE) (Teile 1 [1] und 2 [2]) liegt der Fokus auf Ernährungsformen, bei denen Gesundheitsversprechen bzw. -aspekte im Vordergrund stehen. Im Geg … weiterlesen

13.08.2025

Umsetzung des DGE-Qualitätsstandards für die Verpflegung in einer Hochschule

free access to english version Peer-Review-Verfahren /  Manuskript (Original) eingereicht: 25.10.2024; Überarbeitung angenommen: 25.03.2025 Faktoren der (Nicht-)Verstetigung1 Hintergrund und Fragestellung Die Gemeinschaftsverpflegung in den verschiedenen Lebenswelt … weiterlesen

14.07.2025

Pflanzliche Speisefette und -öle, Teil 10

Teil 10: Leindotteröl Leindotteröl ist in den letzten Jahrzehnten etwas in Vergessenheit geraten, obwohl es sich um ein wertvolles, heimisches Öl handelt. Die wirtschaftliche und ernährungsphysiologische Bedeutung sowie die Besonderheiten dieses Öls werden im vorliegend … weiterlesen

14.07.2025

Hitze in der stationären Gesundheitsversorgung

Ernährungsbasierte Hitzeschutzmaßnahmen in Gesundheitseinrichtungen Der fortschreitende Klimawandel stellt eine erhebliche Bedrohung für die öffentliche Gesundheit dar. In Deutschland ist Hitze mit aktuell rund 3000 Todesfällen im Jahr die tödlichste Folgeerscheinung. A … weiterlesen