Mehr als die Vermeidung von Food Waste

Im Rahmen von zwei explorativen Vorstudien an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) wurden Fragen zum Thema „Wertschätzung von Lebensmitteln“ untersucht. Ziel war es herauszufinden, was „Wertschätzung von Lebensmitteln“ für die Teilnehmenden bedeutet, um ein Verständnis für die Mechanismen und damit für die Einflussfaktoren zu generieren. Dadurch soll ein Beitrag zu einem wertschätzenderen und damit nachhaltigeren Umgang mit Lebensmitteln geleistet werden.


Einleitung


In aktuellen Diskussionen zu ethisch gerechter, nachhaltiger Ernährung spielt implizit Wertschätzung von Lebensmitteln eine große Rolle. Für „Wertschätzung von Lebensmitteln“ gibt es bislang jedoch keine einheitliche Definition. Das betrifft sowohl den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung als auch den Gebrauch des Begriffs im öffentlichen Diskurs. Zeitgeschehnisse wie Kriege, Hungersnöte, Epidemien, Lebensmittelskandale aber auch die derzeitige Corona-Pandemie scheinen zudem einen wesentlichen Einfluss auf die „aktuell gelebte“ Wertschätzung von Lebensmitteln zu haben, was die Findung einer Definition erschwert. So ist beispielhaft durch die Corona-Krise zu beobachten, dass Lebensmittel wieder einen anderen Stellenwert zugeschrieben bekommen. Zu Beginn der Krise wurden besonders Grundnahrungsmittel, Konserven und regional hergestellte Lebensmittel nachgefragt. Es kam zu „Hamsterkäufen“ und teilweise leeren Regalen in den Supermärkten. Unter den verschiedenen Krisenmaßnahmen hat die Lebensmittelversorgung immer höchste Priorität und in offiziellen Verlautbarungen der verschiedenen Länder (hier Schweiz und Deutschland) wurde stets betont, dass die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrung gesichert sei. Dennoch schien das Kaufverhalten der Kunden zeitweise nahezu unberechenbar. Man darf sich fragen, was mit diesen Lebensmitteln nach der Krise geschehen wird [1]. Werden diese dann noch wertgeschätzt?




Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 11/2020 von Seite M666 bis M672.




Mehr als die Vermeidung von Food Waste

Im Rahmen von zwei explorativen Vorstudien an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) wurden Fragen zum Thema „Wertschätzung von Lebensmitteln“ untersucht. Ziel war es herauszufinden, was „Wertschätzung von Lebensmitteln“ für die Teilnehmenden bedeutet, um ein Verständnis für die Mechanismen und damit für die Einflussfaktoren zu generieren. Dadurch soll ein Beitrag zu einem wertschätzenderen und damit nachhaltigeren Umgang mit Lebensmitteln geleistet werden.


Einleitung


In aktuellen Diskussionen zu ethisch gerechter, nachhaltiger Ernährung spielt implizit Wertschätzung von Lebensmitteln eine große Rolle. Für „Wertschätzung von Lebensmitteln“ gibt es bislang jedoch keine einheitliche Definition. Das betrifft sowohl den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung als auch den Gebrauch des Begriffs im öffentlichen Diskurs. Zeitgeschehnisse wie Kriege, Hungersnöte, Epidemien, Lebensmittelskandale aber auch die derzeitige Corona-Pandemie scheinen zudem einen wesentlichen Einfluss auf die „aktuell gelebte“ Wertschätzung von Lebensmitteln zu haben, was die Findung einer Definition erschwert. So ist beispielhaft durch die Corona-Krise zu beobachten, dass Lebensmittel wieder einen anderen Stellenwert zugeschrieben bekommen. Zu Beginn der Krise wurden besonders Grundnahrungsmittel, Konserven und regional hergestellte Lebensmittel nachgefragt. Es kam zu „Hamsterkäufen“ und teilweise leeren Regalen in den Supermärkten. Unter den verschiedenen Krisenmaßnahmen hat die Lebensmittelversorgung immer höchste Priorität und in offiziellen Verlautbarungen der verschiedenen Länder (hier Schweiz und Deutschland) wurde stets betont, dass die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrung gesichert sei. Dennoch schien das Kaufverhalten der Kunden zeitweise nahezu unberechenbar. Man darf sich fragen, was mit diesen Lebensmitteln nach der Krise geschehen wird [1]. Werden diese dann noch wertgeschätzt?




Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 11/2020 von Seite M666 bis M672.


Wertschätzung von Lebensmitteln bei Schweizer Studierenden

Mehr als die Vermeidung von Food Waste

Im Rahmen von zwei explorativen Vorstudien an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) wurden Fragen zum Thema „Wertschätzung von Lebensmitteln“ untersucht. Ziel war es herauszufinden, was „Wertschätzung von Lebensmitteln“ für die Teilnehmenden bedeutet, um ein Verständnis für die Mechanismen und damit für die Einflussfaktoren zu generieren. Dadurch soll ein Beitrag zu einem wertschätzenderen und damit nachhaltigeren Umgang mit Lebensmitteln geleistet werden.
Einleitung

In aktuellen Diskussionen zu ethisch gerechter, nachhaltiger Ernährung spielt implizit Wertschätzung von Lebensmitteln eine große Rolle. Für „Wertschätzung von Lebensmitteln“ gibt es bislang jedoch keine einheitliche Definition. Das betrifft sowohl den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung als auch den Gebrauch des Begriffs im öffentlichen Diskurs. Zeitgeschehnisse wie Kriege, Hungersnöte, Epidemien, Lebensmittelskandale aber auch die derzeitige Corona-Pandemie scheinen zudem einen wesentlichen Einfluss auf die „aktuell gelebte“ Wertschätzung von Lebensmitteln zu haben, was die Findung einer Definition erschwert. So ist beispielhaft durch die Corona-Krise zu beobachten, dass Lebensmittel wieder einen anderen Stellenwert zugeschrieben bekommen. Zu Beginn der Krise wurden besonders Grundnahrungsmittel, Konserven und regional hergestellte Lebensmittel nachgefragt. Es kam zu „Hamsterkäufen“ und teilweise leeren Regalen in den Supermärkten. Unter den verschiedenen Krisenmaßnahmen hat die Lebensmittelversorgung immer höchste Priorität und in offiziellen Verlautbarungen der verschiedenen Länder (hier Schweiz und Deutschland) wurde stets betont, dass die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrung gesichert sei. Dennoch schien das Kaufverhalten der Kunden zeitweise nahezu unberechenbar. Man darf sich fragen, was mit diesen Lebensmitteln nach der Krise geschehen wird [1]. Werden diese dann noch wertgeschätzt?


Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 11/2020 von Seite M666 bis M672.

News zum Thema des Artikels

Zwei Personen sitzen am Tisch und prüfen ein Schriftstück

Online News: Leopoldina veröffentlicht Positionspapier zur Prävention und Therapie von Adipositas

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat einen Policy Brief zur Eindämmung der Adipositas-Epidemie in Deutschland veröffentlicht. Darin empfiehlt sie Strategien zur Prävention und Therapie von Adipositas …
weiterlesen

5 Grafiken von Menschen in unetrschiedlichen Essumgebungen

Lesetipp Heft 2/2026: Wie Ernährungsumgebungen in grafischen Modellen dargestellt werden

Das Konzept der Ernährungsumgebungen versucht die verschieden Einflussebenen auf das individuelle Ernährungsverhalten zu verdeutlichen. Der Special Beitrag stellt verschiedene Modelle mit ihren Stärken und Limitationen für Public Health-Aufgaben vor …
weiterlesen

Online News: Pflanzenbasierte Ernährung kann das Risiko von Multimorbidität senken

In einer groß angelegten multinationalen Studie mit mehr als 400.000 Personen wurden Ernährungsgewohnheiten und Krankheitsverläufe analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass eine vorwiegend pflanzliche Ernährungsweise mit einem geringeren Risiko für Krebs, Diabetes mellitu …
weiterlesen

Artikelfakten

Rubrik: Im Fokus
Veröffentlicht: 12.11.2020

Themen des Artikels

Dieser Artikel erscheint in

Artikel teilen

Weitere Artikel zum Thema

Regionale Hülsenfrüchte in der Ernährung

Teil 1 Einführung: Mehr Hülsenfrüchte auf den Teller Es gibt viele Gründe, warum weniger Fleisch und mehr Hülsenfrüchte auf dem Teller nachhaltig und gesund sind. Hülsenfrüchte liefern hochwertiges pflanzliches Eiweiß (nicht nur) für eine vegetarische oder vegane Ernähr … weiterlesen

15.09.2025

Lebensmittelbasierte Ernährungsempfehlungen für Kinder und Jugendliche und Planetare Gesundheit

Update der Optimierten Mischkost Der globale Klimawandel erfordert einen Paradigmenwechsel in der Ernährung. In der vorliegenden Studie wurde die Nachhaltigkeit des lebensmittelbasierten Ernährungskonzepts der Optimierten Mischkost (OMK) für Kinder und Jugendliche unter … weiterlesen

15.09.2025

Mehr Auswahl am gemeinsamen Tisch

Alternativprodukte zu tierischen Lebensmitteln als Beitrag zu einer nachhaltigeren Ernährung Im Interview mit der ERNÄHRUNGS UMSCHAU erläutern die Beiratsmitglieder Prof. Dr. Monika Pischetsrieder, Lehrstuhl für Lebensmittelchemie, Universität Erlangen-Nürnberg, Prof. D … weiterlesen

Der Bildungsort Esstisch

Gemeinsames Essen als Bildungsanlass  Mahlzeiten bieten Kindern die Möglichkeit für zahlreiche Lernerfahrungen. Sie lernen verschiedene Lebensmittel kennen und üben durch Ausprobieren und Selber-Machen, ihren Körper und dessen Bedürfnisse zu spüren. Wichtig ist ein … weiterlesen

13.08.2025

Alternative Ernährungsformen

Teil 3: Ernährungsformen mit Gesundheitsversprechen im Vordergrund In Teil 3 der Artikelreihe zu alternativen Ernährungsformen (AE) (Teile 1 [1] und 2 [2]) liegt der Fokus auf Ernährungsformen, bei denen Gesundheitsversprechen bzw. -aspekte im Vordergrund stehen. Im Geg … weiterlesen

13.08.2025

Umsetzung des DGE-Qualitätsstandards für die Verpflegung in einer Hochschule

free access to english version Peer-Review-Verfahren /  Manuskript (Original) eingereicht: 25.10.2024; Überarbeitung angenommen: 25.03.2025 Faktoren der (Nicht-)Verstetigung1 Hintergrund und Fragestellung Die Gemeinschaftsverpflegung in den verschiedenen Lebenswelt … weiterlesen

14.07.2025

Pflanzliche Speisefette und -öle, Teil 10

Teil 10: Leindotteröl Leindotteröl ist in den letzten Jahrzehnten etwas in Vergessenheit geraten, obwohl es sich um ein wertvolles, heimisches Öl handelt. Die wirtschaftliche und ernährungsphysiologische Bedeutung sowie die Besonderheiten dieses Öls werden im vorliegend … weiterlesen

14.07.2025

Hitze in der stationären Gesundheitsversorgung

Ernährungsbasierte Hitzeschutzmaßnahmen in Gesundheitseinrichtungen Der fortschreitende Klimawandel stellt eine erhebliche Bedrohung für die öffentliche Gesundheit dar. In Deutschland ist Hitze mit aktuell rund 3000 Todesfällen im Jahr die tödlichste Folgeerscheinung. A … weiterlesen