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Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 19. November 2021 / Überarbeitung angenommen: 12. April 2022

Ergebnisse aus Fokusgruppen-Interviews an weiterführenden Schulen


Einleitung


Was zeichnet eine Schulverpflegung aus, die von verschiedenen AkteurInnen sowie von den SchülerInnen als „gelungen“ beurteilt wird? Diese Leitfrage bewegte MitarbeiterInnen der Vernetzungsstellen Schulverpflegung (VNS) aus den fünf norddeutschen Bundesländern Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. In einem vierjährigen INFORM-Projekt ermittelten und systematisierten sie die Gelingensbedingungen aus der Perspektive unterschiedlicher AkteurInnengruppen und der zu Verpflegenden. Besonderes Augenmerk wurde daraufgelegt, die originäre Sicht von SchülerInnen auf die Schulverpflegung zu erfahren, die in bisherigen Veröffentlichungen zu dem Thema nur selten erfasst wurde [5, 6]. Hierzu wurden Fokusgruppen-Interviews mit SchülerInnen durchgeführt und ausgewertet.


Die forschungsleitenden Fragen lauteten: Was zeichnet eine aus SchülerInnensicht gelungene Schulverpflegung aus? Was erwarten SchülerInnen von ihrer Schulverpflegung? Welche Rahmenbedingungen und Qualitätsmerkmale der Schulverpflegung führen aus ihrer Sicht zu einem gelungenen Angebot? Wie sehen sie ihre eigene Rolle?

Der vorliegende Artikel fasst die Ergebnisse dieser qualitativen Untersuchung zusammen und zeigt auf, wie differenziert der Blick der SchülerInnen auf die Schulverpflegung ist, wie sie sich dazu äußern und nicht zuletzt, was sie veranlasst, an der Schulverpflegung teilzunehmen. ...

Abstract


Jugendliche SchülerInnen nehmen nicht in dem Maße an der Schulverpflegung teil, wie es aus sozial- und gesundheitspolitischer Sicht im Rahmen des Ganztagsangebotes wünschenswert wäre [1–4]. Um die Hintergründe zu erfahren und Verbesserungsmöglichkeiten abzuleiten, wurden SchülerInnen in Schulen mit einer vergleichsweise hohen Zufriedenheit mit der Verpflegung in qualitativen Fokusgruppen-Interviews befragt. Der vorliegende Artikel beschreibt, welche Merkmale und Bedingungen eine aus SchülerInnensicht gelungene Schulverpflegung aufweist, welche Bedürfnisse SchülerInnen der Sekundarstufe in Bezug auf ihre Mittagsverpflegung äußern und welche Erwartungen sie daraus an die für die Verpflegung Verantwortlichen bzw. an sich selbst und ihre MitschülerInnen ableiten.

Schlüsselwörter: Schulverpflegung, Fokusgruppen-Interview, Erwartungen, Bedürfnisse, SchülerInnenperspektive, Mensa, Gemeinschaftsverpflegung




Peer reviewed / Manuscript (original) submitted: 19. November 2021 / Revision accepted:12. April 2022

Pupils‘ perception of their school meals


Results from focus group interviews in secondary schools


Abstract


Adolescent students do not participate in school catering to the extent that would be desirable from a social and health policy perspective in the context of all-day schooling [1–4]. To know more about the the background and derive opportunities for improvement, students in schools with comparatively high satisfaction with school meals were surveyed in qualitative focus group interviews. We describe the characteristics and conditions of successful school catering from the students' point of view, the needs of secondary school students with regard to their lunchtime meals, and what expectations they have of the school catering system and of those responsible for catering. We also describe pupils´ expectations of themselves and their fellow students.

Keywords: school catering, focus group interview, expectations, needs, pupils' perspective, school canteen, communal catering

Full text PDF (free version)

https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/legalcode




Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 8/2022 auf den Seiten M414-M420.




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Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 19. November 2021 / Überarbeitung angenommen: 12. April 2022

Ergebnisse aus Fokusgruppen-Interviews an weiterführenden Schulen


Einleitung


Was zeichnet eine Schulverpflegung aus, die von verschiedenen AkteurInnen sowie von den SchülerInnen als „gelungen“ beurteilt wird? Diese Leitfrage bewegte MitarbeiterInnen der Vernetzungsstellen Schulverpflegung (VNS) aus den fünf norddeutschen Bundesländern Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. In einem vierjährigen INFORM-Projekt ermittelten und systematisierten sie die Gelingensbedingungen aus der Perspektive unterschiedlicher AkteurInnengruppen und der zu Verpflegenden. Besonderes Augenmerk wurde daraufgelegt, die originäre Sicht von SchülerInnen auf die Schulverpflegung zu erfahren, die in bisherigen Veröffentlichungen zu dem Thema nur selten erfasst wurde [5, 6]. Hierzu wurden Fokusgruppen-Interviews mit SchülerInnen durchgeführt und ausgewertet.


Die forschungsleitenden Fragen lauteten: Was zeichnet eine aus SchülerInnensicht gelungene Schulverpflegung aus? Was erwarten SchülerInnen von ihrer Schulverpflegung? Welche Rahmenbedingungen und Qualitätsmerkmale der Schulverpflegung führen aus ihrer Sicht zu einem gelungenen Angebot? Wie sehen sie ihre eigene Rolle?

Der vorliegende Artikel fasst die Ergebnisse dieser qualitativen Untersuchung zusammen und zeigt auf, wie differenziert der Blick der SchülerInnen auf die Schulverpflegung ist, wie sie sich dazu äußern und nicht zuletzt, was sie veranlasst, an der Schulverpflegung teilzunehmen. ...

Abstract


Jugendliche SchülerInnen nehmen nicht in dem Maße an der Schulverpflegung teil, wie es aus sozial- und gesundheitspolitischer Sicht im Rahmen des Ganztagsangebotes wünschenswert wäre [1–4]. Um die Hintergründe zu erfahren und Verbesserungsmöglichkeiten abzuleiten, wurden SchülerInnen in Schulen mit einer vergleichsweise hohen Zufriedenheit mit der Verpflegung in qualitativen Fokusgruppen-Interviews befragt. Der vorliegende Artikel beschreibt, welche Merkmale und Bedingungen eine aus SchülerInnensicht gelungene Schulverpflegung aufweist, welche Bedürfnisse SchülerInnen der Sekundarstufe in Bezug auf ihre Mittagsverpflegung äußern und welche Erwartungen sie daraus an die für die Verpflegung Verantwortlichen bzw. an sich selbst und ihre MitschülerInnen ableiten.

Schlüsselwörter: Schulverpflegung, Fokusgruppen-Interview, Erwartungen, Bedürfnisse, SchülerInnenperspektive, Mensa, Gemeinschaftsverpflegung




Peer reviewed / Manuscript (original) submitted: 19. November 2021 / Revision accepted:12. April 2022

Pupils‘ perception of their school meals


Results from focus group interviews in secondary schools


Abstract


Adolescent students do not participate in school catering to the extent that would be desirable from a social and health policy perspective in the context of all-day schooling [1–4]. To know more about the the background and derive opportunities for improvement, students in schools with comparatively high satisfaction with school meals were surveyed in qualitative focus group interviews. We describe the characteristics and conditions of successful school catering from the students' point of view, the needs of secondary school students with regard to their lunchtime meals, and what expectations they have of the school catering system and of those responsible for catering. We also describe pupils´ expectations of themselves and their fellow students.

Keywords: school catering, focus group interview, expectations, needs, pupils' perspective, school canteen, communal catering

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Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 8/2022 auf den Seiten M414-M420.


Wie SchülerInnen ihre Schulverpflegung sehen

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Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 19. November 2021 / Überarbeitung angenommen: 12. April 2022

Ergebnisse aus Fokusgruppen-Interviews an weiterführenden Schulen
Einleitung
Was zeichnet eine Schulverpflegung aus, die von verschiedenen AkteurInnen sowie von den SchülerInnen als „gelungen“ beurteilt wird? Diese Leitfrage bewegte MitarbeiterInnen der Vernetzungsstellen Schulverpflegung (VNS) aus den fünf norddeutschen Bundesländern Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. In einem vierjährigen INFORM-Projekt ermittelten und systematisierten sie die Gelingensbedingungen aus der Perspektive unterschiedlicher AkteurInnengruppen und der zu Verpflegenden. Besonderes Augenmerk wurde daraufgelegt, die originäre Sicht von SchülerInnen auf die Schulverpflegung zu erfahren, die in bisherigen Veröffentlichungen zu dem Thema nur selten erfasst wurde [5, 6]. Hierzu wurden Fokusgruppen-Interviews mit SchülerInnen durchgeführt und ausgewertet.

Die forschungsleitenden Fragen lauteten: Was zeichnet eine aus SchülerInnensicht gelungene Schulverpflegung aus? Was erwarten SchülerInnen von ihrer Schulverpflegung? Welche Rahmenbedingungen und Qualitätsmerkmale der Schulverpflegung führen aus ihrer Sicht zu einem gelungenen Angebot? Wie sehen sie ihre eigene Rolle?

Der vorliegende Artikel fasst die Ergebnisse dieser qualitativen Untersuchung zusammen und zeigt auf, wie differenziert der Blick der SchülerInnen auf die Schulverpflegung ist, wie sie sich dazu äußern und nicht zuletzt, was sie veranlasst, an der Schulverpflegung teilzunehmen. …

Abstract

Jugendliche SchülerInnen nehmen nicht in dem Maße an der Schulverpflegung teil, wie es aus sozial- und gesundheitspolitischer Sicht im Rahmen des Ganztagsangebotes wünschenswert wäre [1–4]. Um die Hintergründe zu erfahren und Verbesserungsmöglichkeiten abzuleiten, wurden SchülerInnen in Schulen mit einer vergleichsweise hohen Zufriedenheit mit der Verpflegung in qualitativen Fokusgruppen-Interviews befragt. Der vorliegende Artikel beschreibt, welche Merkmale und Bedingungen eine aus SchülerInnensicht gelungene Schulverpflegung aufweist, welche Bedürfnisse SchülerInnen der Sekundarstufe in Bezug auf ihre Mittagsverpflegung äußern und welche Erwartungen sie daraus an die für die Verpflegung Verantwortlichen bzw. an sich selbst und ihre MitschülerInnen ableiten.

Schlüsselwörter: Schulverpflegung, Fokusgruppen-Interview, Erwartungen, Bedürfnisse, SchülerInnenperspektive, Mensa, Gemeinschaftsverpflegung


Peer reviewed / Manuscript (original) submitted: 19. November 2021 / Revision accepted:12. April 2022

Pupils‘ perception of their school meals
Results from focus group interviews in secondary schools
Abstract

Adolescent students do not participate in school catering to the extent that would be desirable from a social and health policy perspective in the context of all-day schooling [1–4]. To know more about the the background and derive opportunities for improvement, students in schools with comparatively high satisfaction with school meals were surveyed in qualitative focus group interviews. We describe the characteristics and conditions of successful school catering from the students’ point of view, the needs of secondary school students with regard to their lunchtime meals, and what expectations they have of the school catering system and of those responsible for catering. We also describe pupils´ expectations of themselves and their fellow students.

Keywords: school catering, focus group interview, expectations, needs, pupils’ perspective, school canteen, communal catering

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Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 8/2022 auf den Seiten M414-M420.

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Artikelfakten

Rubrik: Peer Review
Veröffentlicht: 12.08.2022

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