In der Presse fanden sich im letzten Jahr viele Spekulationen zur neuen „Nudging“-Arbeitsgruppe der Bundesregierung – offizielle Bezeichnung: „Wirksam regieren“1. Nachdem vergleichbare Projektgruppen u. a. auch schon von der US-amerikanischen, britischen und dänischen Regierung eingerichtet worden waren2, war Carl Sunstein, einer der „Erfinder“ des Nudging-Konzepts, bereits im Januar 2015 als Referent in Berlin zu Gast, wo er auch Bundesjustizminister Heiko Maas traf. Da das Nudging-Konzept im Gesundheits- und Ernährungsbereich gerade sehr populär ist, stellt sich die Frage, welche Ziele die Arbeitsgruppe verfolgen soll, welche Aufgaben sie hat und ob diese auch das Gesundheitswesen betreffen. Die ERNÄHRUNGS UMSCHAU holte hierzu im Dezember 2015 eine Stellungnahme eines Regierungssprechers (Reg.Spr.) ein.

Die deutsche Regierung prüft Möglichkeiten, durch Ansätze der Verhaltensökonomie Bürger zu einem vernünftigeren oder kostensparenden Verhalten anzuregen. Woher kommt diese Idee?

Reg.Spr.:
Dies entspricht nicht dem Ansatz der Projektgruppe „Wirksam regieren“. Ziel der Projektgruppe ist es, für die Umsetzung politischer Ziele möglichst wirksame Maßnahmen zu gestalten – und zwar mit Hilfe wissenschaftlicher Methoden und Erkenntnisse. Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies, dass z. B. Informationen besser dargestellt oder Prozesse vereinfacht werden. Hierbei helfen (verhaltens-)wissenschaftliche Evidenz (z. B.: Wie werden Informationen von Menschen wahrgenommen und verarbeitet?) sowie empirische Methoden wie z. B. qualitative Interviews mit Bürgern und Feldstudien.




Das vollständige Interview finden Sie auch in Ernährungs Umschau 03/16 von Seite M171 bis M172.




In der Presse fanden sich im letzten Jahr viele Spekulationen zur neuen „Nudging“-Arbeitsgruppe der Bundesregierung – offizielle Bezeichnung: „Wirksam regieren“1. Nachdem vergleichbare Projektgruppen u. a. auch schon von der US-amerikanischen, britischen und dänischen Regierung eingerichtet worden waren2, war Carl Sunstein, einer der „Erfinder“ des Nudging-Konzepts, bereits im Januar 2015 als Referent in Berlin zu Gast, wo er auch Bundesjustizminister Heiko Maas traf. Da das Nudging-Konzept im Gesundheits- und Ernährungsbereich gerade sehr populär ist, stellt sich die Frage, welche Ziele die Arbeitsgruppe verfolgen soll, welche Aufgaben sie hat und ob diese auch das Gesundheitswesen betreffen. Die ERNÄHRUNGS UMSCHAU holte hierzu im Dezember 2015 eine Stellungnahme eines Regierungssprechers (Reg.Spr.) ein.

Die deutsche Regierung prüft Möglichkeiten, durch Ansätze der Verhaltensökonomie Bürger zu einem vernünftigeren oder kostensparenden Verhalten anzuregen. Woher kommt diese Idee?

Reg.Spr.:
Dies entspricht nicht dem Ansatz der Projektgruppe „Wirksam regieren“. Ziel der Projektgruppe ist es, für die Umsetzung politischer Ziele möglichst wirksame Maßnahmen zu gestalten – und zwar mit Hilfe wissenschaftlicher Methoden und Erkenntnisse. Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies, dass z. B. Informationen besser dargestellt oder Prozesse vereinfacht werden. Hierbei helfen (verhaltens-)wissenschaftliche Evidenz (z. B.: Wie werden Informationen von Menschen wahrgenommen und verarbeitet?) sowie empirische Methoden wie z. B. qualitative Interviews mit Bürgern und Feldstudien.




Das vollständige Interview finden Sie auch in Ernährungs Umschau 03/16 von Seite M171 bis M172.


„Wirksam regieren“ – aber nicht durch Nudging

In der Presse fanden sich im letzten Jahr viele Spekulationen zur neuen „Nudging“-Arbeitsgruppe der Bundesregierung – offizielle Bezeichnung: „Wirksam regieren“1. Nachdem vergleichbare Projektgruppen u. a. auch schon von der US-amerikanischen, britischen und dänischen Regierung eingerichtet worden waren2, war Carl Sunstein, einer der „Erfinder“ des Nudging-Konzepts, bereits im Januar 2015 als Referent in Berlin zu Gast, wo er auch Bundesjustizminister Heiko Maas traf. Da das Nudging-Konzept im Gesundheits- und Ernährungsbereich gerade sehr populär ist, stellt sich die Frage, welche Ziele die Arbeitsgruppe verfolgen soll, welche Aufgaben sie hat und ob diese auch das Gesundheitswesen betreffen. Die ERNÄHRUNGS UMSCHAU holte hierzu im Dezember 2015 eine Stellungnahme eines Regierungssprechers (Reg.Spr.) ein.

Die deutsche Regierung prüft Möglichkeiten, durch Ansätze der Verhaltensökonomie Bürger zu einem vernünftigeren oder kostensparenden Verhalten anzuregen. Woher kommt diese Idee?

Reg.Spr.: Dies entspricht nicht dem Ansatz der Projektgruppe „Wirksam regieren“. Ziel der Projektgruppe ist es, für die Umsetzung politischer Ziele möglichst wirksame Maßnahmen zu gestalten – und zwar mit Hilfe wissenschaftlicher Methoden und Erkenntnisse. Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies, dass z. B. Informationen besser dargestellt oder Prozesse vereinfacht werden. Hierbei helfen (verhaltens-)wissenschaftliche Evidenz (z. B.: Wie werden Informationen von Menschen wahrgenommen und verarbeitet?) sowie empirische Methoden wie z. B. qualitative Interviews mit Bürgern und Feldstudien.


Das vollständige Interview finden Sie auch in Ernährungs Umschau 03/16 von Seite M171 bis M172.

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Rubrik: Special
Veröffentlicht: 15.03.2016

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