Methodik und Ableitungskonzepte


Vorwort


Um lebensmittelbezogene Ernährungsempfehlungen (Food-Based Dietary Guidelines, FBDG) für Deutschland abzuleiten, hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) ein mathematisches Optimierungsmodell entwickelt. Die Optimierungsergebnisse sind dabei nicht gleichbedeutend mit den FBDG der DGE, sondern bilden die wissenschaftliche Grundlage für deren Ableitung. Im Folgenden werden die Eckpunkte und grundlegenden Konzepte der Entwicklung des Optimierungsmodells und der daraus resultierenden Ableitung von Empfehlungen für sich omnivor ernährende, gesunde Erwachsene im Alter von 18 bis 65 Jahren dargestellt. Detailliertere Informationen zu den beschriebenen Methoden werden getrennt veröffentlicht.

Hintergrund


Ziele der Überarbeitung


Bei der Ableitung von FBDG wurde bisher eine bedarfsdeckende Nährstoffversorgung als primärer Aspekt berücksichtigt. Zunehmend spielte auch die Reduzierung der Risiken für chronische ernährungsmitbedingte Krankheiten eine Rolle [1]. Diverse internationale Fachorganisationen für Gesundheit, Ernährung oder Landwirtschaft sehen zudem die dringende Notwendigkeit, bei Empfehlungen zum Lebensmittelverzehr auch die Umweltauswirkungen der derzeitigen Ernährungssysteme zu berücksichtigen und so neben einer gesundheitsfördernden auch eine umweltverträglichere Ernährung zu unterstützen [2–5]. Aktuelle Herausforderungen für FBDG liegen entsprechend in der Berücksichtigung multidimensionaler Auswirkungen des Verzehrs von Lebensmitteln. ...

Abstract


Für die Überarbeitung der lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen (Food-Based Dietary Guidelines, FBDG) für Deutschland hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) eine neue Methodik auf Grundlage mathematischer Optimierung entwickelt. Es werden gleichzeitig Gesundheitsaspekte (Lebensmittel-Gesundheitsrelationen und Energie- und Nährstoffzufuhr), Umweltaspekte (Treibhausgasemissionen und Landnutzung) und der in Deutschland übliche Verzehr berücksichtigt. Dabei ist die Abweichung vom üblichen Verzehr möglichst gering, während das Risiko für die Entstehung ernährungsmitbedingter Erkrankungen reduziert wird und die Optimierungsergebnisse innerhalb des Ziels zur Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 °C des Weltklimarats (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) liegen. Insgesamt 10 Modellvarianten aus 2 Szenarien bilden die wissenschaftliche Grundlage, nach der die bestehenden FBDG der DGE überarbeitet wurden. Mit der neuen Methodik – dem mathematischen Optimierungsmodell – liegt eine wissenschaftlich fundierte und transparente Basis für die Ableitung der FBDG für Deutschland vor.

Der Beitrag erläutert die Eckpunkte und grundlegenden Konzepte der Entwicklung des Optimierungsmodells und der daraus resultierenden Ableitung von Empfehlungen für sich omnivor ernährende, gesunde Erwachsene im Alter von 18 bis 65 Jahren.

Lesen Sie diesen Artikel kostenfrei!

eSupplement zum Artikel

https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/legalcode




Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 3/2024 auf den Seiten M158 bis M166.




Methodik und Ableitungskonzepte


Vorwort


Um lebensmittelbezogene Ernährungsempfehlungen (Food-Based Dietary Guidelines, FBDG) für Deutschland abzuleiten, hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) ein mathematisches Optimierungsmodell entwickelt. Die Optimierungsergebnisse sind dabei nicht gleichbedeutend mit den FBDG der DGE, sondern bilden die wissenschaftliche Grundlage für deren Ableitung. Im Folgenden werden die Eckpunkte und grundlegenden Konzepte der Entwicklung des Optimierungsmodells und der daraus resultierenden Ableitung von Empfehlungen für sich omnivor ernährende, gesunde Erwachsene im Alter von 18 bis 65 Jahren dargestellt. Detailliertere Informationen zu den beschriebenen Methoden werden getrennt veröffentlicht.

Hintergrund


Ziele der Überarbeitung


Bei der Ableitung von FBDG wurde bisher eine bedarfsdeckende Nährstoffversorgung als primärer Aspekt berücksichtigt. Zunehmend spielte auch die Reduzierung der Risiken für chronische ernährungsmitbedingte Krankheiten eine Rolle [1]. Diverse internationale Fachorganisationen für Gesundheit, Ernährung oder Landwirtschaft sehen zudem die dringende Notwendigkeit, bei Empfehlungen zum Lebensmittelverzehr auch die Umweltauswirkungen der derzeitigen Ernährungssysteme zu berücksichtigen und so neben einer gesundheitsfördernden auch eine umweltverträglichere Ernährung zu unterstützen [2–5]. Aktuelle Herausforderungen für FBDG liegen entsprechend in der Berücksichtigung multidimensionaler Auswirkungen des Verzehrs von Lebensmitteln. ...

Abstract


Für die Überarbeitung der lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen (Food-Based Dietary Guidelines, FBDG) für Deutschland hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) eine neue Methodik auf Grundlage mathematischer Optimierung entwickelt. Es werden gleichzeitig Gesundheitsaspekte (Lebensmittel-Gesundheitsrelationen und Energie- und Nährstoffzufuhr), Umweltaspekte (Treibhausgasemissionen und Landnutzung) und der in Deutschland übliche Verzehr berücksichtigt. Dabei ist die Abweichung vom üblichen Verzehr möglichst gering, während das Risiko für die Entstehung ernährungsmitbedingter Erkrankungen reduziert wird und die Optimierungsergebnisse innerhalb des Ziels zur Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 °C des Weltklimarats (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) liegen. Insgesamt 10 Modellvarianten aus 2 Szenarien bilden die wissenschaftliche Grundlage, nach der die bestehenden FBDG der DGE überarbeitet wurden. Mit der neuen Methodik – dem mathematischen Optimierungsmodell – liegt eine wissenschaftlich fundierte und transparente Basis für die Ableitung der FBDG für Deutschland vor.

Der Beitrag erläutert die Eckpunkte und grundlegenden Konzepte der Entwicklung des Optimierungsmodells und der daraus resultierenden Ableitung von Empfehlungen für sich omnivor ernährende, gesunde Erwachsene im Alter von 18 bis 65 Jahren.

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Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 3/2024 auf den Seiten M158 bis M166.


Wissenschaftliche Grundlagen der lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen für Deutschland

Methodik und Ableitungskonzepte
Vorwort

Um lebensmittelbezogene Ernährungsempfehlungen (Food-Based Dietary Guidelines, FBDG) für Deutschland abzuleiten, hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) ein mathematisches Optimierungsmodell entwickelt. Die Optimierungsergebnisse sind dabei nicht gleichbedeutend mit den FBDG der DGE, sondern bilden die wissenschaftliche Grundlage für deren Ableitung. Im Folgenden werden die Eckpunkte und grundlegenden Konzepte der Entwicklung des Optimierungsmodells und der daraus resultierenden Ableitung von Empfehlungen für sich omnivor ernährende, gesunde Erwachsene im Alter von 18 bis 65 Jahren dargestellt. Detailliertere Informationen zu den beschriebenen Methoden werden getrennt veröffentlicht.

Hintergrund
Ziele der Überarbeitung

Bei der Ableitung von FBDG wurde bisher eine bedarfsdeckende Nährstoffversorgung als primärer Aspekt berücksichtigt. Zunehmend spielte auch die Reduzierung der Risiken für chronische ernährungsmitbedingte Krankheiten eine Rolle [1]. Diverse internationale Fachorganisationen für Gesundheit, Ernährung oder Landwirtschaft sehen zudem die dringende Notwendigkeit, bei Empfehlungen zum Lebensmittelverzehr auch die Umweltauswirkungen der derzeitigen Ernährungssysteme zu berücksichtigen und so neben einer gesundheitsfördernden auch eine umweltverträglichere Ernährung zu unterstützen [2–5]. Aktuelle Herausforderungen für FBDG liegen entsprechend in der Berücksichtigung multidimensionaler Auswirkungen des Verzehrs von Lebensmitteln. …

Abstract

Für die Überarbeitung der lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen (Food-Based Dietary Guidelines, FBDG) für Deutschland hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) eine neue Methodik auf Grundlage mathematischer Optimierung entwickelt. Es werden gleichzeitig Gesundheitsaspekte (Lebensmittel-Gesundheitsrelationen und Energie- und Nährstoffzufuhr), Umweltaspekte (Treibhausgasemissionen und Landnutzung) und der in Deutschland übliche Verzehr berücksichtigt. Dabei ist die Abweichung vom üblichen Verzehr möglichst gering, während das Risiko für die Entstehung ernährungsmitbedingter Erkrankungen reduziert wird und die Optimierungsergebnisse innerhalb des Ziels zur Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 °C des Weltklimarats (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) liegen. Insgesamt 10 Modellvarianten aus 2 Szenarien bilden die wissenschaftliche Grundlage, nach der die bestehenden FBDG der DGE überarbeitet wurden. Mit der neuen Methodik – dem mathematischen Optimierungsmodell – liegt eine wissenschaftlich fundierte und transparente Basis für die Ableitung der FBDG für Deutschland vor.

Der Beitrag erläutert die Eckpunkte und grundlegenden Konzepte der Entwicklung des Optimierungsmodells und der daraus resultierenden Ableitung von Empfehlungen für sich omnivor ernährende, gesunde Erwachsene im Alter von 18 bis 65 Jahren.

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Artikelfakten

Rubrik: Special
Veröffentlicht: 13.03.2024

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