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Der Begriff „Yacon“ stammt aus der indigenen Sprache Quechua und leitet sich von den Worten yakku (geschmacklos) und unu (Wasser) ab. Yacon ist eine aus ernährungsphysiologischer Sicht interessante Pflanze. Ihre Wurzelknollen und Blätter werden in der Andenregion seit Jahrhunderten als Nahrung und Medizin genutzt. Die Wurzelknolle enthält reichlich nichtverdauliche Oligosaccharide, die präbiotisch wirken. Hierzulande ist Yacon noch relativ unbekannt. Frische Yacon-Knollen sind in den Supermärkten bisher nicht im Angebot. Yacon wird als Sirup und als Extrakt in Form von Nahrungsergänzungsmitteln im Internet angeboten und als neues Wundermittel zum Abnehmen beworben.
Traditionell wird die Yacon-Wurzelknolle wie Obst gegessen, z. B. als Erfrischung während der Feldarbeit (• Abbildung 1). Auch als Anti-Aging-Mittel, bei Diabetes mellitus und zur Linderung von Verdauungs- und Nierenbeschwerden in der Volksmedizin und während religiöser Zeremonien wird sie eingesetzt [1]. Die Yacon-Knolle schmeckt süß und hat eine „crunchige“ Textur, ähnlich einer Mischung aus Apfel und Wassermelone.
Sie wird auch verarbeitet zu einem Getränk, als Marmelade, Sirup, Essig, Saft und Chips konsumiert [1, 2]. In Japan werden aus den Knollen Gebäck, fermentierte Getränke und gefriergetrocknetes Pulver hergestellt und sie werden eingelegt, zu Paste oder anderen Produkten verarbeitet [3].