Ein neuer Stern am Ernährungshimmel ist geboren und innerhalb kürzester Zeit zu einem neuen Fixstern im global-nutrition-network und in unseren heimischen Küchen geworden. Aus einem kleinen hässlichen Entlein ist ein überaus stolzer Schwan geworden – kein Märchen, sondern moderne Realität. Die Rede ist von dem kalten, grauen, unspektakulär langweiligen Haferbrei, der quasi über Nacht zur Avantgarde einer neuen do-it-yourself-Bewegung wurde.

In neuem Gewand als „overnight oats“ ist er dabei, unsere Frühstücksgewohnheiten zu revolutionieren und den zuckerreichen Fertigfrühstückszerealien oder schokocremebestrichenen Brötchen das Fürchten zu lehren. Während das in Insiderkreisen berühmte Bircher-Müesli trotz seiner über 100-jährigen Geschichte immer noch ein Schattendasein auf den Frühstücksbuffets gut geführter Hotels fristet, sonnen sich die in Gläser gefüllten overnight oats in farbenprächtiger tausendfacher Variation auf den Hochglanzseiten angesagter Magazine – von Women’s bzw. Men’s Health bis hin zu Fit for Fun und Cosmopolitan – und buhlen um das gesündeste, cremigste und fluffigste Übernacht-Müsli.

Allen voran hat aber das Netz – klug und zwitscherhaft wie es nun einmal ist – zu dieser sagenhaften Entwicklung beigetragen. Die Suchmaschine bing liefert am 15. Januar 2015 unter dem Stichwort „overnight oats“ bereits 6,5 Mio. Ergebnisse; die nur der deutschen Sprache mächtigen Internet-Nutzer müssen sich unter dem Stichwort „Übernacht-Haferflocken“ im Moment noch mit 52 900 Ergebnissen zufrieden geben. YouTube liefert bereits über 8 700 praktische Anregungen und Rezepte, wie man sein Frühstück mit overnight oats gesünder, abwechslungsreicher, verdauungsfördernder und sättigender gestalten kann und warum Zeitmangel als Ausrede für ein „Nicht-Frühstücken“ nicht länger akzeptiert wird. Natürlich gibt es auch schon fruktose-, laktose- und glutenfreie Variationen und mit Rezepten für „Nuss-Nougat(1) Overnight Dessert Oats“ oder „Overnight Oats mit Banane und Erdnussbutter“ wird bereits versucht, neue Absatzmärkte zu erschließen.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch: Ich will diesen Hype durch meine Ironie nicht abwürgen. Wir erleben hier ein spannendes Beispiel, welches Potenzial die neuen Kommunikationsmöglichkeiten bieten und wie wir unsere lebensmittelbasierten Empfehlungen erfolgreicher als bisher verbreiten könnten.

Mein geliebter Haferflockenbrei ist endlich im Mainstream angekommen – I love it!

Ihr Helmut Heseker

Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 02/15 auf Seite M128.


(1) Vollständiger Name ist der Redaktion bekannt



Ein neuer Stern am Ernährungshimmel ist geboren und innerhalb kürzester Zeit zu einem neuen Fixstern im global-nutrition-network und in unseren heimischen Küchen geworden. Aus einem kleinen hässlichen Entlein ist ein überaus stolzer Schwan geworden – kein Märchen, sondern moderne Realität. Die Rede ist von dem kalten, grauen, unspektakulär langweiligen Haferbrei, der quasi über Nacht zur Avantgarde einer neuen do-it-yourself-Bewegung wurde.

In neuem Gewand als „overnight oats“ ist er dabei, unsere Frühstücksgewohnheiten zu revolutionieren und den zuckerreichen Fertigfrühstückszerealien oder schokocremebestrichenen Brötchen das Fürchten zu lehren. Während das in Insiderkreisen berühmte Bircher-Müesli trotz seiner über 100-jährigen Geschichte immer noch ein Schattendasein auf den Frühstücksbuffets gut geführter Hotels fristet, sonnen sich die in Gläser gefüllten overnight oats in farbenprächtiger tausendfacher Variation auf den Hochglanzseiten angesagter Magazine – von Women’s bzw. Men’s Health bis hin zu Fit for Fun und Cosmopolitan – und buhlen um das gesündeste, cremigste und fluffigste Übernacht-Müsli.

Allen voran hat aber das Netz – klug und zwitscherhaft wie es nun einmal ist – zu dieser sagenhaften Entwicklung beigetragen. Die Suchmaschine bing liefert am 15. Januar 2015 unter dem Stichwort „overnight oats“ bereits 6,5 Mio. Ergebnisse; die nur der deutschen Sprache mächtigen Internet-Nutzer müssen sich unter dem Stichwort „Übernacht-Haferflocken“ im Moment noch mit 52 900 Ergebnissen zufrieden geben. YouTube liefert bereits über 8 700 praktische Anregungen und Rezepte, wie man sein Frühstück mit overnight oats gesünder, abwechslungsreicher, verdauungsfördernder und sättigender gestalten kann und warum Zeitmangel als Ausrede für ein „Nicht-Frühstücken“ nicht länger akzeptiert wird. Natürlich gibt es auch schon fruktose-, laktose- und glutenfreie Variationen und mit Rezepten für „Nuss-Nougat(1) Overnight Dessert Oats“ oder „Overnight Oats mit Banane und Erdnussbutter“ wird bereits versucht, neue Absatzmärkte zu erschließen.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch: Ich will diesen Hype durch meine Ironie nicht abwürgen. Wir erleben hier ein spannendes Beispiel, welches Potenzial die neuen Kommunikationsmöglichkeiten bieten und wie wir unsere lebensmittelbasierten Empfehlungen erfolgreicher als bisher verbreiten könnten.

Mein geliebter Haferflockenbrei ist endlich im Mainstream angekommen – I love it!

Ihr Helmut Heseker

Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 02/15 auf Seite M128.


(1) Vollständiger Name ist der Redaktion bekannt

Zu guter Letzt 02/15: I love it

Ein neuer Stern am Ernährungshimmel ist geboren und innerhalb kürzester Zeit zu einem neuen Fixstern im global-nutrition-network und in unseren heimischen Küchen geworden. Aus einem kleinen hässlichen Entlein ist ein überaus stolzer Schwan geworden – kein Märchen, sondern moderne Realität. Die Rede ist von dem kalten, grauen, unspektakulär langweiligen Haferbrei, der quasi über Nacht zur Avantgarde einer neuen do-it-yourself-Bewegung wurde.

In neuem Gewand als „overnight oats“ ist er dabei, unsere Frühstücksgewohnheiten zu revolutionieren und den zuckerreichen Fertigfrühstückszerealien oder schokocremebestrichenen Brötchen das Fürchten zu lehren. Während das in Insiderkreisen berühmte Bircher-Müesli trotz seiner über 100-jährigen Geschichte immer noch ein Schattendasein auf den Frühstücksbuffets gut geführter Hotels fristet, sonnen sich die in Gläser gefüllten overnight oats in farbenprächtiger tausendfacher Variation auf den Hochglanzseiten angesagter Magazine – von Women’s bzw. Men’s Health bis hin zu Fit for Fun und Cosmopolitan – und buhlen um das gesündeste, cremigste und fluffigste Übernacht-Müsli.

Allen voran hat aber das Netz – klug und zwitscherhaft wie es nun einmal ist – zu dieser sagenhaften Entwicklung beigetragen. Die Suchmaschine bing liefert am 15. Januar 2015 unter dem Stichwort „overnight oats“ bereits 6,5 Mio. Ergebnisse; die nur der deutschen Sprache mächtigen Internet-Nutzer müssen sich unter dem Stichwort „Übernacht-Haferflocken“ im Moment noch mit 52 900 Ergebnissen zufrieden geben. YouTube liefert bereits über 8 700 praktische Anregungen und Rezepte, wie man sein Frühstück mit overnight oats gesünder, abwechslungsreicher, verdauungsfördernder und sättigender gestalten kann und warum Zeitmangel als Ausrede für ein „Nicht-Frühstücken“ nicht länger akzeptiert wird. Natürlich gibt es auch schon fruktose-, laktose- und glutenfreie Variationen und mit Rezepten für „Nuss-Nougat(1) Overnight Dessert Oats“ oder „Overnight Oats mit Banane und Erdnussbutter“ wird bereits versucht, neue Absatzmärkte zu erschließen.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch: Ich will diesen Hype durch meine Ironie nicht abwürgen. Wir erleben hier ein spannendes Beispiel, welches Potenzial die neuen Kommunikationsmöglichkeiten bieten und wie wir unsere lebensmittelbasierten Empfehlungen erfolgreicher als bisher verbreiten könnten.

Mein geliebter Haferflockenbrei ist endlich im Mainstream angekommen – I love it!

Ihr Helmut Heseker

Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 02/15 auf Seite M128.

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Rubrik: Service
Veröffentlicht: 13.02.2015

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