Keine Ergebnisse gefunden
Die angefragte Seite konnte nicht gefunden werden. Verfeinern Sie Ihre Suche oder verwenden Sie die Navigation oben, um den Beitrag zu finden.


Die Situation hat zu Widerstand aus verschiedenen Reihen geführt, v. a. durch die Kirchen, die eine zu starke Verweltlichung der Weihnachts- und Adventszeit fürchten. Wie schon früher beschrieben, war die Adventszeit ursprünglich eine Zeit des Fastens (=> Editorial in Heft 12/2007 „Gans oder Pute“). Uns Ernährungsleute besorgt v. a. das üppige Angebot an energie-, zucker- und fettreichen Lebensmitteln, und das schon fast über das ganze Jahr. Denn nach Weihnachten lockt Ostern, ergänzt mit kurzen zusätzlichen Höhepunkten zum Valentins- und Muttertag.
Man wundert sich fast, dass den Marketingleuten noch nicht eingefallen ist, die Lücke im Jahresablauf durch ein „Sommerangebot“ zu schließen. Man kennt bisher nur kleinere Vorstöße, wie z. B. den „Sommerwein“, der oft roséfarben, aber immer etwas „leichter“ daherkommt. Dabei bezieht sich das „leicht“ nicht auf den Alkoholgehalt, der allmählich schon extreme Höhen erreicht, sondern auf die aromatische Intensität. Aber das ist eine andere Geschichte; außerdem grillt Man(n) im Sommer.
Zur Weihnachtszeit wird gerade von der Lebensmittelindustrie immer wieder der Spruch kolportiert, man werde nicht zwischen Weihnachten und Neujahr dick, sondern zwischen Neujahr und Weihnachten. Wie wahr bei den vielen übers Jahr verteilten Verführungen. Ist es verwunderlich, wenn angesichts solcher (wie ich meine rücksichtsloser) Praktiken immer mehr der Ruf nach einer „Zuckersteuer“ erschallt? Ich möchte mich zu dieser Frage hier noch enthalten, rufe aber die Marketingstrategen auf, sich im Angebot energie- und zuckerreicher Produkte zu mäßigen. Ein aber leider nutzloser Aufruf, wie ich seit 30 Jahren weiß.
Mit herzlichen Grüßen – und bleiben wenigstens Sie standhaft,
Ihr Helmut Erbersdobler