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© bhofack2/iStock/Getty Images Plus[/caption] Übermäßiger Konsum von Fructose (Fruchtzucker) kann die Nieren nachhaltig schädigen und das Risiko für eine chronische Nierenkrankheit (CKD) erhöhen. Besonders problematisch ist Fructose, die in großen Mengen industriell zugesetzt wird – etwa in Softdrinks, Energydrinks, Fruchtsäften und zahlreichen Fertigprodukten. In Kombination mit Hitze und Flüssigkeitsmangel – etwa im Sommer oder bei körperlicher Anstrengung – könne dies die Nieren zusätzlich belasten. Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie e. V. (DGfN) empfiehlt daher, zuckergesüßte Getränke im Alltag konsequent zu reduzieren und stattdessen Wasser, ungesüßten Tee oder Kaffee ohne Zucker zu trinken. Zugleich fordert sie die Gesundheitspolitik auf, sich den Empfehlungen der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK), der Bundesärztekammer und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina zur Einführung einer Zuckersteuer anzuschließen. Wie Fructose die Niere belastet Fructose wird im Körper überwiegend in der Leber, aber auch in der Niere verstoffwechselt und unterscheidet sich grundlegend vom Glucosestoffwechsel. Ein hoher Fructosekonsum begünstigt die Entstehung von Übergewicht, Fettleber und Insulinresistenz – zentrale Treiber für Bluthochdruck und Typ-2-Diabetes. Zudem zeigen zahlreiche Studien, dass hohe Fructosemengen den Harnsäurespiegel erhöhen können.„Erhöhte Harnsäure steht im Zusammenhang mit Bluthochdruck, Gicht, Nierensteinen und Entzündungsprozessen in der Niere“, so Prof. Dr. med. Sylvia Stracke, Bereichsleitung ephrologie und Hypertensiologie an der Universitätsmedizin Greifswald und Pressesprecherin der DGfN. Gleichzeitig fördert Fructose die Bildung von Fett und Entzündungen im Körper, die auch die feinen Blutgefäße der Nieren schädigen können. Mechanismen der Nierenschädigung Aus nephrologischer Sicht sind mehrere Mechanismen relevant: 

© bhofack2/iStock/Getty Images Plus[/caption] Übermäßiger Konsum von Fructose (Fruchtzucker) kann die Nieren nachhaltig schädigen und das Risiko für eine chronische Nierenkrankheit (CKD) erhöhen. Besonders problematisch ist Fructose, die in großen Mengen industriell zugesetzt wird – etwa in Softdrinks, Energydrinks, Fruchtsäften und zahlreichen Fertigprodukten. In Kombination mit Hitze und Flüssigkeitsmangel – etwa im Sommer oder bei körperlicher Anstrengung – könne dies die Nieren zusätzlich belasten. Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie e. V. (DGfN) empfiehlt daher, zuckergesüßte Getränke im Alltag konsequent zu reduzieren und stattdessen Wasser, ungesüßten Tee oder Kaffee ohne Zucker zu trinken. Zugleich fordert sie die Gesundheitspolitik auf, sich den Empfehlungen der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK), der Bundesärztekammer und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina zur Einführung einer Zuckersteuer anzuschließen. Wie Fructose die Niere belastet Fructose wird im Körper überwiegend in der Leber, aber auch in der Niere verstoffwechselt und unterscheidet sich grundlegend vom Glucosestoffwechsel. Ein hoher Fructosekonsum begünstigt die Entstehung von Übergewicht, Fettleber und Insulinresistenz – zentrale Treiber für Bluthochdruck und Typ-2-Diabetes. Zudem zeigen zahlreiche Studien, dass hohe Fructosemengen den Harnsäurespiegel erhöhen können.„Erhöhte Harnsäure steht im Zusammenhang mit Bluthochdruck, Gicht, Nierensteinen und Entzündungsprozessen in der Niere“, so Prof. Dr. med. Sylvia Stracke, Bereichsleitung ephrologie und Hypertensiologie an der Universitätsmedizin Greifswald und Pressesprecherin der DGfN. Gleichzeitig fördert Fructose die Bildung von Fett und Entzündungen im Körper, die auch die feinen Blutgefäße der Nieren schädigen können. Mechanismen der Nierenschädigung Aus nephrologischer Sicht sind mehrere Mechanismen relevant: 
© bhofack2/iStock/Getty Images Plus
Übermäßiger Konsum von Fructose (Fruchtzucker) kann die Nieren nachhaltig schädigen und das Risiko für eine chronische Nierenkrankheit (CKD) erhöhen. Besonders problematisch ist Fructose, die in großen Mengen industriell zugesetzt wird – etwa in Softdrinks, Energydrinks, Fruchtsäften und zahlreichen Fertigprodukten. In Kombination mit Hitze und Flüssigkeitsmangel – etwa im Sommer oder bei körperlicher Anstrengung – könne dies die Nieren zusätzlich belasten.
Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie e. V. (DGfN) empfiehlt daher, zuckergesüßte Getränke im Alltag konsequent zu reduzieren und stattdessen Wasser, ungesüßten Tee oder Kaffee ohne Zucker zu trinken. Zugleich fordert sie die Gesundheitspolitik auf, sich den Empfehlungen der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK), der Bundesärztekammer und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina zur Einführung einer Zuckersteuer anzuschließen.
Wie Fructose die Niere belastet
Fructose wird im Körper überwiegend in der Leber, aber auch in der Niere verstoffwechselt und unterscheidet sich grundlegend vom Glucosestoffwechsel. Ein hoher Fructosekonsum begünstigt die Entstehung von Übergewicht, Fettleber und Insulinresistenz – zentrale Treiber für Bluthochdruck und Typ-2-Diabetes. Zudem zeigen zahlreiche Studien, dass hohe Fructosemengen den Harnsäurespiegel erhöhen können.„Erhöhte Harnsäure steht im Zusammenhang mit Bluthochdruck, Gicht, Nierensteinen und Entzündungsprozessen in der Niere“, so Prof. Dr. med. Sylvia Stracke, Bereichsleitung ephrologie und Hypertensiologie an der Universitätsmedizin Greifswald und Pressesprecherin der DGfN. Gleichzeitig fördert Fructose die Bildung von Fett und Entzündungen im Körper, die auch die feinen Blutgefäße der Nieren schädigen können.
Mechanismen der Nierenschädigung
Aus nephrologischer Sicht sind mehrere Mechanismen relevant:
Folgen für die Nierengesundheit
Ein dauerhaft hoher Konsum gezuckerter Getränke ist mit mehreren gesundheitlichen Risiken verbunden:
Wo Fructose überall drin steckt
„Problematisch ist nicht Fructose aus frischem Obst, sondern v. a. der zugesetzte Fruchtzucker in industriell hergestellten Lebensmitteln“, erläutert die Nephrologin. Hierzu zählen:
„Viele Verbraucherinnen und Verbraucher unterschätzen, wie viel Fructose sie allein über Getränke zu sich nehmen. Ein halber Liter Softdrink oder Energydrink kann bereits mehr Zucker enthalten, als für Erwachsene pro Tag empfohlen wird.“
Prävention
„Mit wenigen, aber konsequent umgesetzten Verhaltensänderungen lässt sich das persönliche Risiko für eine CKD deutlich senken“, sagt auch Dr. med. Nicole Helmbold, Generalsekretärin der DGfN.
Forderung an Politik und Versorgung
Angesichts der steigenden Zahl von Menschen mit CKD fordert die DGfN wirksame gesundheitspolitische Maßnahmen zur Reduktion des Zuckergehalts in Getränken und Fertigprodukten. Dazu zählen eine klare Nährwertkennzeichnung, verbindliche Reduktionsziele für zugesetzten Zucker sowie eine stärkere gesundheitliche Aufklärung.
Zugleich unterstützt die Fachgesellschaft die aktuellen politischen Debatten über eine steuerliche Lenkungswirkung bei stark gezuckerten Getränken. Stefan Schwartze, MdB, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Patient*innen, erklärt: „Ich begrüße den angestoßenen öffentlichen Diskurs um eine Zuckersteuer sehr. Eine solche würde vor allem Kindern und Jugendlichen zugutekommen – und damit denjenigen, die sich mangels Wissen nicht selbst schützen können und unserer besonderen Fürsorge bedürfen.“ Parallel müsse die Früherkennung von Nierenkrankheiten verbessert werden. „Jede früh erkannte Nierenkrankheit ist eine Chance, durch Verhaltensänderung und Therapie Dialyse und Transplantation zu verhindern – diese Chance dürfen wir nicht ungenutzt lassen“, betont Nicole Helmbold.
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Nephrologie e. V. (DGfN), Pressemeldung vom 05.03.2026
⇒ Weitere Informationen zu „Fructose. Vom Makronährstoff zum Schlüsselfaktor für Erkrankungen?“ finden Sie im Sonderheft 9: Lebensmittelunverträglichkeiten – Intoleranzen – Allergien der ERNÄHRUNGS UMSCHAU.
Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 4/2026 auf den Seiten M198 bis M199.