Zucker ist in aller Munde – nicht nur als energieliefernder Nährstoff, sondern auch als Thema kontroverser wissenschaftlicher und ernährungspolitischer Diskussionen. Studien zeigen, dass insbesondere die Zuckerzufuhr von Kindern und Jugendlichen oberhalb der Empfehlungen liegt. Ernährungswissenschaftlerinnen der DONALD Studie liefern einen Überblick über Definitionen, nationale und internationale Empfehlungen von Fachgesellschaften sowie Zufuhr- und Trenddaten der Aufnahme an Gesamtzucker, zugesetztem und freiem Zucker aus Beobachtungsstudien mit Kindern und Jugendlichen in Deutschland.


Kinder und Jugendliche scheinen besonders anfällig für eine hohe Zuckerzufuhr zu sein, da die angeborene Präferenz für den süßen Geschmack in dieser Lebensphase besonders hoch ist und bis ins Erwachsenenalter abnimmt [1]. Diese Süßpräferenz hat sich evolutiv bewährt, da von Natur aus süße Lebensmittel nicht giftig sind und Energie liefern sollen [2]. In unserer Gesellschaft, in der gesüßte Lebensmittel ubiquitär vorhanden sind, kann diese genetische Voraussetzung jedoch eine hohe Zuckeraufnahme begünstigen. Dabei ist eine hohe Zuckeraufnahme in der Kindheit und Jugend als besonders kritisch zu beurteilen, da Ernährungsmuster aus dieser Lebensphase die Ernährung im Erwachsenenalter prägen [3] und insbesondere die Adoleszenz als „kritisches Zeitfenster“ für die Entwicklung von Übergewicht und ernährungsmitbedingten Erkankungen im späteren Leben diskutiert wird [4–6].

Lesen Sie den gesamten Fachartikel hier kostenfrei!

https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/legalcode




Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 2/2021 von Seite M86 bis M91.




Zucker ist in aller Munde – nicht nur als energieliefernder Nährstoff, sondern auch als Thema kontroverser wissenschaftlicher und ernährungspolitischer Diskussionen. Studien zeigen, dass insbesondere die Zuckerzufuhr von Kindern und Jugendlichen oberhalb der Empfehlungen liegt. Ernährungswissenschaftlerinnen der DONALD Studie liefern einen Überblick über Definitionen, nationale und internationale Empfehlungen von Fachgesellschaften sowie Zufuhr- und Trenddaten der Aufnahme an Gesamtzucker, zugesetztem und freiem Zucker aus Beobachtungsstudien mit Kindern und Jugendlichen in Deutschland.


Kinder und Jugendliche scheinen besonders anfällig für eine hohe Zuckerzufuhr zu sein, da die angeborene Präferenz für den süßen Geschmack in dieser Lebensphase besonders hoch ist und bis ins Erwachsenenalter abnimmt [1]. Diese Süßpräferenz hat sich evolutiv bewährt, da von Natur aus süße Lebensmittel nicht giftig sind und Energie liefern sollen [2]. In unserer Gesellschaft, in der gesüßte Lebensmittel ubiquitär vorhanden sind, kann diese genetische Voraussetzung jedoch eine hohe Zuckeraufnahme begünstigen. Dabei ist eine hohe Zuckeraufnahme in der Kindheit und Jugend als besonders kritisch zu beurteilen, da Ernährungsmuster aus dieser Lebensphase die Ernährung im Erwachsenenalter prägen [3] und insbesondere die Adoleszenz als „kritisches Zeitfenster“ für die Entwicklung von Übergewicht und ernährungsmitbedingten Erkankungen im späteren Leben diskutiert wird [4–6].

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Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 2/2021 von Seite M86 bis M91.


Zuckerverzehr von Kindern und Jugendlichen in Deutschland

Zucker ist in aller Munde – nicht nur als energieliefernder Nährstoff, sondern auch als Thema kontroverser wissenschaftlicher und ernährungspolitischer Diskussionen. Studien zeigen, dass insbesondere die Zuckerzufuhr von Kindern und Jugendlichen oberhalb der Empfehlungen liegt. Ernährungswissenschaftlerinnen der DONALD Studie liefern einen Überblick über Definitionen, nationale und internationale Empfehlungen von Fachgesellschaften sowie Zufuhr- und Trenddaten der Aufnahme an Gesamtzucker, zugesetztem und freiem Zucker aus Beobachtungsstudien mit Kindern und Jugendlichen in Deutschland.

Kinder und Jugendliche scheinen besonders anfällig für eine hohe Zuckerzufuhr zu sein, da die angeborene Präferenz für den süßen Geschmack in dieser Lebensphase besonders hoch ist und bis ins Erwachsenenalter abnimmt [1]. Diese Süßpräferenz hat sich evolutiv bewährt, da von Natur aus süße Lebensmittel nicht giftig sind und Energie liefern sollen [2]. In unserer Gesellschaft, in der gesüßte Lebensmittel ubiquitär vorhanden sind, kann diese genetische Voraussetzung jedoch eine hohe Zuckeraufnahme begünstigen. Dabei ist eine hohe Zuckeraufnahme in der Kindheit und Jugend als besonders kritisch zu beurteilen, da Ernährungsmuster aus dieser Lebensphase die Ernährung im Erwachsenenalter prägen [3] und insbesondere die Adoleszenz als „kritisches Zeitfenster“ für die Entwicklung von Übergewicht und ernährungsmitbedingten Erkankungen im späteren Leben diskutiert wird [4–6].

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Rubrik: Special
Veröffentlicht: 15.02.2021

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