Gans ganz gar

Schmeckt wunderbar

Mit gutem Sößchen

Vom Kohl die Röschen

Und Kartoffelkroketten

Die ganz ganz fetten

Macht frohen Sinn

Nur die Taille ist hin


Ein „Gänse-Gedicht“, wie z. B. das obige meiner Frau, wurde seit etwa dem 17. Jahrhundert während des Essens der Martinsgans vorgetragen – ursprünglich bevorzugt auf Latein (nach Wikipedia).

Zwischen Martinsgans und Weihnachtsgans liegt die Adventszeit als eigentlich besinnliche, fromme und durch Verzicht geprägte Periode der Erwartung. Das heute praktisch vergessene Adventsfasten in den 40 Tagen vor Weihnachten wurde bereits im Editorial der Ernährungs Umschau 12/2017 behandelt. Seither hat sich der überbordende Advents-Luxus noch verschlimmert. So flogen bereits im November z. B. fast täglich Angebote über Adventskalender mit süßen, fettigen und alkoholischen Inhalten in den Briefkasten oder auf PC und Smartphone. Jeden Tag eine Flasche Wein? O heilige Adventszeit, heilige Nachhaltigkeit! Friedrich Schiller fragte in einem anderen Zusammenhang: „Ist’s jetzt Zeit zu Saufgelagen? Zu Banketten und Feiertagen?1

Sollten wir nicht versuchen, wenigstens einige Teile der Adventszeit ohne Süßigkeiten bzw. süße und alkoholische Getränke auszukommen? Das geht selbst auf den Weihnachtsfeiern, das alkoholfreie Bier wird immer besser! Ihr Körper, der Geldbeutel und der Führerschein werden es Ihnen danken. Das Weihnachtsmahl wird dafür umso schöner. Es muss ja nicht gleich vegan sein (kann und darf es aber auch. Für Alternativen zur Weihnachtsgans werden gerne Vorschläge entgegengenommen).

In diesem Sinne eine ruhige Adventszeit und frohe, friedliche Weihnachten ohne Streit, ob Gans, Pute oder vegan. Und vergessen Sie nicht, einen Teil des Ersparten aus dem Advent den Armen, die unfreiwillig fasten, zu spenden.

Ihr Helmut Erbersdobler 

______________

1 Wallensteins Lager, 8. Auftritt




Diesen Artikel finden Sie wie auch die Vorschau auf die nächste Ausgabe in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 12/2019 auf Seite M752.




Gans ganz gar

Schmeckt wunderbar

Mit gutem Sößchen

Vom Kohl die Röschen

Und Kartoffelkroketten

Die ganz ganz fetten

Macht frohen Sinn

Nur die Taille ist hin


Ein „Gänse-Gedicht“, wie z. B. das obige meiner Frau, wurde seit etwa dem 17. Jahrhundert während des Essens der Martinsgans vorgetragen – ursprünglich bevorzugt auf Latein (nach Wikipedia).

Zwischen Martinsgans und Weihnachtsgans liegt die Adventszeit als eigentlich besinnliche, fromme und durch Verzicht geprägte Periode der Erwartung. Das heute praktisch vergessene Adventsfasten in den 40 Tagen vor Weihnachten wurde bereits im Editorial der Ernährungs Umschau 12/2017 behandelt. Seither hat sich der überbordende Advents-Luxus noch verschlimmert. So flogen bereits im November z. B. fast täglich Angebote über Adventskalender mit süßen, fettigen und alkoholischen Inhalten in den Briefkasten oder auf PC und Smartphone. Jeden Tag eine Flasche Wein? O heilige Adventszeit, heilige Nachhaltigkeit! Friedrich Schiller fragte in einem anderen Zusammenhang: „Ist’s jetzt Zeit zu Saufgelagen? Zu Banketten und Feiertagen?1

Sollten wir nicht versuchen, wenigstens einige Teile der Adventszeit ohne Süßigkeiten bzw. süße und alkoholische Getränke auszukommen? Das geht selbst auf den Weihnachtsfeiern, das alkoholfreie Bier wird immer besser! Ihr Körper, der Geldbeutel und der Führerschein werden es Ihnen danken. Das Weihnachtsmahl wird dafür umso schöner. Es muss ja nicht gleich vegan sein (kann und darf es aber auch. Für Alternativen zur Weihnachtsgans werden gerne Vorschläge entgegengenommen).

In diesem Sinne eine ruhige Adventszeit und frohe, friedliche Weihnachten ohne Streit, ob Gans, Pute oder vegan. Und vergessen Sie nicht, einen Teil des Ersparten aus dem Advent den Armen, die unfreiwillig fasten, zu spenden.

Ihr Helmut Erbersdobler 

______________

1 Wallensteins Lager, 8. Auftritt




Diesen Artikel finden Sie wie auch die Vorschau auf die nächste Ausgabe in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 12/2019 auf Seite M752.


Nachschlag: Zwischen Gänsen

Gans ganz gar

Schmeckt wunderbar

Mit gutem Sößchen

Vom Kohl die Röschen

Und Kartoffelkroketten

Die ganz ganz fetten

Macht frohen Sinn

Nur die Taille ist hin

Ein „Gänse-Gedicht“, wie z. B. das obige meiner Frau, wurde seit etwa dem 17. Jahrhundert während des Essens der Martinsgans vorgetragen – ursprünglich bevorzugt auf Latein (nach Wikipedia).

Zwischen Martinsgans und Weihnachtsgans liegt die Adventszeit als eigentlich besinnliche, fromme und durch Verzicht geprägte Periode der Erwartung. Das heute praktisch vergessene Adventsfasten in den 40 Tagen vor Weihnachten wurde bereits im Editorial der Ernährungs Umschau 12/2017 behandelt. Seither hat sich der überbordende Advents-Luxus noch verschlimmert. So flogen bereits im November z. B. fast täglich Angebote über Adventskalender mit süßen, fettigen und alkoholischen Inhalten in den Briefkasten oder auf PC und Smartphone. Jeden Tag eine Flasche Wein? O heilige Adventszeit, heilige Nachhaltigkeit! Friedrich Schiller fragte in einem anderen Zusammenhang: „Ist’s jetzt Zeit zu Saufgelagen? Zu Banketten und Feiertagen?1

Sollten wir nicht versuchen, wenigstens einige Teile der Adventszeit ohne Süßigkeiten bzw. süße und alkoholische Getränke auszukommen? Das geht selbst auf den Weihnachtsfeiern, das alkoholfreie Bier wird immer besser! Ihr Körper, der Geldbeutel und der Führerschein werden es Ihnen danken. Das Weihnachtsmahl wird dafür umso schöner. Es muss ja nicht gleich vegan sein (kann und darf es aber auch. Für Alternativen zur Weihnachtsgans werden gerne Vorschläge entgegengenommen).

In diesem Sinne eine ruhige Adventszeit und frohe, friedliche Weihnachten ohne Streit, ob Gans, Pute oder vegan. Und vergessen Sie nicht, einen Teil des Ersparten aus dem Advent den Armen, die unfreiwillig fasten, zu spenden.

Ihr Helmut Erbersdobler 

______________

1 Wallensteins Lager, 8. Auftritt


Diesen Artikel finden Sie wie auch die Vorschau auf die nächste Ausgabe in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 12/2019 auf Seite M752.

Artikelfakten

Rubrik: Service
Veröffentlicht: 11.12.2019

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