Die diesjährige Winterweichweizenernte weist im Schnitt im gesamten Bundesgebiet einen Rohproteingehalt von 11,9 % auf (Vorjahr: 11,9 %). Der Sedimentationswert, ein indirektes Maß zur Bestimmung der Proteinqualität, liegt mit 36 mL unter dem Niveau des Vorjahreswertes (40 mL). Insgesamt ist die Klebergüte als gut dehnbar und elastisch zu bewerten, der reduzierte Feuchtklebergehalt im Schrot (21,4 %; Vorjahr 23,3 %) kann allerding die fehlende Proteinmenge nicht kompensieren. Zudem gibt es regional große Schwankungen bei den Qualitäten, abhängig vom Rohproteingehalt und vom Zeitpunkt der Ernte.

Auch beim Roggen schlagen sich die Witterungsbedingungen während der Ernte unmittelbar nieder, die zuletzt geernteten Bestände zeigen deutliche Qualitätseinbußen durch Lager und Auswuchs. Insgesamt ist die Qualität der diesjährigen Roggenernte mit einem Brotroggenanteil von 73 % als eher mäßig einzuordnen. Übereinstimmend mit einer weniger guten Kornausbildung ist in diesem Jahr der Mineralstoffgehalt mit 1,77 % im Mittel höher als im Vorjahr (1,70 %). Das Vorkommen von Mutterkornsklerotien (0,01 Gew. %) ist aufgrund der günstigen klimatischen Bedingungen während der Blüte ggü. dem Vorjahr (0,14 Gew. %) erniedrigt, dennoch zeigen 7,6 % der Proben auch in diesem Jahr wieder einen überhöhten Besatz (> 0,05 Gew. %) mit Mutterkornsklerotien.

Die bundesweit trockenen Bedingungen im Frühsommer und während der Blüte des Getreides haben außerdem zu niedrigen Gehalten der Fusarientoxine Deoxynivalenol und Zearalenon geführt. Für diese wurden in den bislang untersuchten Weizen- und Roggenproben keine Grenzwerte überschritten.

Der Zwischenbericht des Max Rubner-Instituts zur Besonderen Ernte- und Qualitätsuntersuchung (BBE) kann unter folgendem Link abgerufen werden  www.mri.bund.de/de/brotgetreideernte2023 

Quelle: Max Rubner-Institut, Pressemeldung vom 12.09.2023




Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 10/2023 auf Seite M600.


Im Rahmen der „Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung 2023“ wurden rund 1300 Weizen- und 560 Roggenproben eingereicht. Bislang konntenknapp 73 % der Weizen- und 47 % der Roggenproben auf verschiedene Qualitätsparameter und auf die Belastung mit Mykotoxinen hin analysiert werden.


Die diesjährige Winterweichweizenernte weist im Schnitt im gesamten Bundesgebiet einen Rohproteingehalt von 11,9 % auf (Vorjahr: 11,9 %). Der Sedimentationswert, ein indirektes Maß zur Bestimmung der Proteinqualität, liegt mit 36 mL unter dem Niveau des Vorjahreswertes (40 mL). Insgesamt ist die Klebergüte als gut dehnbar und elastisch zu bewerten, der reduzierte Feuchtklebergehalt im Schrot (21,4 %; Vorjahr 23,3 %) kann allerding die fehlende Proteinmenge nicht kompensieren. Zudem gibt es regional große Schwankungen bei den Qualitäten, abhängig vom Rohproteingehalt und vom Zeitpunkt der Ernte.

Auch beim Roggen schlagen sich die Witterungsbedingungen während der Ernte unmittelbar nieder, die zuletzt geernteten Bestände zeigen deutliche Qualitätseinbußen durch Lager und Auswuchs. Insgesamt ist die Qualität der diesjährigen Roggenernte mit einem Brotroggenanteil von 73 % als eher mäßig einzuordnen. Übereinstimmend mit einer weniger guten Kornausbildung ist in diesem Jahr der Mineralstoffgehalt mit 1,77 % im Mittel höher als im Vorjahr (1,70 %). Das Vorkommen von Mutterkornsklerotien (0,01 Gew. %) ist aufgrund der günstigen klimatischen Bedingungen während der Blüte ggü. dem Vorjahr (0,14 Gew. %) erniedrigt, dennoch zeigen 7,6 % der Proben auch in diesem Jahr wieder einen überhöhten Besatz (> 0,05 Gew. %) mit Mutterkornsklerotien.

Die bundesweit trockenen Bedingungen im Frühsommer und während der Blüte des Getreides haben außerdem zu niedrigen Gehalten der Fusarientoxine Deoxynivalenol und Zearalenon geführt. Für diese wurden in den bislang untersuchten Weizen- und Roggenproben keine Grenzwerte überschritten.

Der Zwischenbericht des Max Rubner-Instituts zur Besonderen Ernte- und Qualitätsuntersuchung (BBE) kann unter folgendem Link abgerufen werden  www.mri.bund.de/de/brotgetreideernte2023 

Quelle: Max Rubner-Institut, Pressemeldung vom 12.09.2023




Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 10/2023 auf Seite M600.


Brotgetreideernte 2023: Zwischenbericht des Max Rubner-Instituts zur Besonderen Ernte- und Qualitätsuntersuchung

Die diesjährige Winterweichweizenernte weist im Schnitt im gesamten Bundesgebiet einen Rohproteingehalt von 11,9 % auf (Vorjahr: 11,9 %). Der Sedimentationswert, ein indirektes Maß zur Bestimmung der Proteinqualität, liegt mit 36 mL unter dem Niveau des Vorjahreswertes (40 mL). Insgesamt ist die Klebergüte als gut dehnbar und elastisch zu bewerten, der reduzierte Feuchtklebergehalt im Schrot (21,4 %; Vorjahr 23,3 %) kann allerding die fehlende Proteinmenge nicht kompensieren. Zudem gibt es regional große Schwankungen bei den Qualitäten, abhängig vom Rohproteingehalt und vom Zeitpunkt der Ernte.

Auch beim Roggen schlagen sich die Witterungsbedingungen während der Ernte unmittelbar nieder, die zuletzt geernteten Bestände zeigen deutliche Qualitätseinbußen durch Lager und Auswuchs. Insgesamt ist die Qualität der diesjährigen Roggenernte mit einem Brotroggenanteil von 73 % als eher mäßig einzuordnen. Übereinstimmend mit einer weniger guten Kornausbildung ist in diesem Jahr der Mineralstoffgehalt mit 1,77 % im Mittel höher als im Vorjahr (1,70 %). Das Vorkommen von Mutterkornsklerotien (0,01 Gew. %) ist aufgrund der günstigen klimatischen Bedingungen während der Blüte ggü. dem Vorjahr (0,14 Gew. %) erniedrigt, dennoch zeigen 7,6 % der Proben auch in diesem Jahr wieder einen überhöhten Besatz (> 0,05 Gew. %) mit Mutterkornsklerotien.

Die bundesweit trockenen Bedingungen im Frühsommer und während der Blüte des Getreides haben außerdem zu niedrigen Gehalten der Fusarientoxine Deoxynivalenol und Zearalenon geführt. Für diese wurden in den bislang untersuchten Weizen- und Roggenproben keine Grenzwerte überschritten.

Der Zwischenbericht des Max Rubner-Instituts zur Besonderen Ernte- und Qualitätsuntersuchung (BBE) kann unter folgendem Link abgerufen werden  www.mri.bund.de/de/brotgetreideernte2023 

Quelle: Max Rubner-Institut, Pressemeldung vom 12.09.2023


Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 10/2023 auf Seite M600.
Verschlagwortet mit: Getreide, Roggen, Weizen, Brot

News zum Thema des Artikels

Lesetipp Heft 9/2025: Pflanzliche Speisefette und -öle. Teil 11: Kokosnussöl

Kaum ein pflanzliches Fett erregt in der Laienpresse eine so hohe Aufmerksamkeit wie das Kokosnussöl. Was verbirgt sich hinter dem vermeintlichen „Superfood”? Welche Vorzüge und Nachteile bringt es mit? Der Beitrag klärt mit dem aktuellen Überblick auf …
weiterlesen

Lesetipp Heft 7/2025: Pflanzliche Speisefette und -öle- Teil 10: Leindotteröl

Leindotteröl ist in den letzten Jahrzehnten etwas in Vergessenheit geraten, obwohl es sich um ein wertvolles, heimisches Öl handelt. Die Pflanze gehört wie Raps und verschiedene Kohlarten zu den Kreuzblütlern. Das Öl ist aufgrund seiner Oxidationsempfindlichkeit eher fü …
weiterlesen

Lesetipp Heft 5/2025: Pflanzliche Speisefette und -öle

Leinöl, ein Klassiker unter den Ölen, ist aufgrund seiner Zusammensetzung aus ernährungsphysiologischer Sicht sehr wertvoll. Dieser Beitrag liefert einen umfassenden Überblick zur wirtschaftlichen Bedeutung des Öls, seinen besonderen Eigenschaften und Anwendungsmöglichk …
weiterlesen

Artikelfakten

Veröffentlicht: 11.10.2023

Themen des Artikels

Dieser Artikel erscheint in

Artikel teilen

Weitere Artikel zum Thema

14.01.2026

Hirnforschung: Altern verändert die Proteinlandschaft im Gehirn

Mit zunehmendem Alter verändern sich Zusammensetzung und Funktion der Proteine im Gehirn, was sich im späteren Leben auf die Leistungsfähigkeit unseres Gehirns auswirkt – etwa auf das Gedächtnis, die Reaktionsfähigkeit und das Risiko neurodegenerativer Erkrankungen. Ein … weiterlesen

15.09.2025

Pflanzliche Speisefette und -öle, Teil 11

Teil 11: Kokosnussöl Kaum ein pflanzliches Fett erregt in der Laienpresse eine so hohe Aufmerksamkeit wie das Kokosnussöl. Was verbirgt sich hinter dem vermeintlichen „Superfood”? Welche Vorzüge und Nachteile bringt es mit? Der Beitrag liefert einen umfassenden, aktuell … weiterlesen

14.07.2025

Pflanzliche Speisefette und -öle, Teil 10

Teil 10: Leindotteröl Leindotteröl ist in den letzten Jahrzehnten etwas in Vergessenheit geraten, obwohl es sich um ein wertvolles, heimisches Öl handelt. Die wirtschaftliche und ernährungsphysiologische Bedeutung sowie die Besonderheiten dieses Öls werden im vorliegend … weiterlesen

14.05.2025

Pflanzliche Speisefette und -öle, Teil 9

Teil 9: Leinöl Leinöl ist ein Klassiker unter den Ölen. Aufgrund seiner Zusammensetzung ist es aus ernährungsphysiologischer Sicht sehr wertvoll. Dieser Beitrag liefert einen umfassenden Überblick zur wirtschaftlichen Bedeutung des Öls, seinen besonderen Eigenschaften u … weiterlesen

12.03.2025

Pflanzliche Speisefette und -öle, Teil 8

Teil 8: Arganöl Arganöl ist ein weniger bekanntes und sehr hochpreisiges Öl. Die aktuelle Folge der Serie liefert Informationen zur Botanik, Herkunft und wirtschaftlichen Bedeutung und klärt über die ernährungsphysiologischen und lebensmitteltechnologischen Eigenschafte … weiterlesen

14.01.2025

Pflanzliche Speisefette und -öle, Teil 7

Teil 7: Traubenkernöl Die Weinrebe wird zunächst nicht mit Speiseöl assoziiert, sondern mit Wein, Saft sowie Speiseessig. In der aktuellen Folge der Serie wird über die Bedeutung des Traubenkernöls berichtet. Neben wirtschaftlichen und ernährungsphysiologischen Aspekten … weiterlesen

Ernährung bei fortschreitender und chronischer Nierenkrankheit

Die chronische Nierenkrankheit (Chronic Kidney Disease, CKD) ist eine fortschreitende Erkrankung, die eine individuelle Ernährungsstrategie erfordert. Vorrangige Ziele sind, die Progression des Nierenfunktionsverlusts zu verlangsamen, den Beginn einer Dialysebehandlung … weiterlesen

11.09.2024

Pflanzliche Speisefette und -öle

Teil 6: Sojaöl Die Sojabohne ist nicht nur als Protein-, sondern auch als Ölquelle weltweit bedeutend. Die sechste Folge dieser Serie klärt bezüglich Herkunft, wirtschaftlicher Bedeutung, Verwendung und Eigenschaften des Sojaöls auf. Herkunft Die Sojabohne (Glycine max) … weiterlesen