von Susanne Paulini | 6.5.2026
In der Diskussion um eine nachhaltigere Ernährung wird der jungen Generation häufig ein hohes Transformationspotenzial zugeschrieben. Denn junge Menschen hinterfragen ihren Fleischkonsum, sind einer vegetarischen und veganen Ernährung gegenüber aufgeschlossen und verzichten häufiger auf Fleisch. Einkaufsverhalten und Ernährungsweise junger Menschen sollten daher genauer in Augenschein genommen werden. So fanden verschiedene Studien heraus, dass junge Menschen – meist im Alter zwischen 14 und 29 Jahren – ihren Fleischkonsum reflektieren und weniger Fleisch essen. Zühlsdorf et al. [1] zeigen, dass junge Menschen einer vegetarischen und veganen Ernährung gegenüber aufgeschlossener sind als der Durchschnitt der deutschen Bevölkerung. Auch eine im Fleischatlas 2021 veröffentlichte Jugendstudie stellte fest, dass der Verzicht auf Fleisch ein Trend unter Teenagern und jungen Menschen ist [2]. Koch et al. [3] fanden mehr Nicht-Fleischesser*innen unter den jungen Menschen und insbesondere häufiger unter Frauen als unter Männern [3, 4].
von Susanne Paulini | 6.5.2026
Ernährung spielt sowohl für die individuelle Gesundheit als auch für gesellschaftliche Herausforderungen wie die Bewältigung der Klimakrise eine zentrale Rolle. Sie ist ein entscheidender Faktor, um die nationalen und internationalen Ziele für nachhaltige Entwicklung zu erreichen [3]. Mit der Ernährungsstrategie des Bundes wurden 2024 ernährungspolitische Ziele und Leitlinien formuliert sowie Handlungsfelder definiert, um das Ernährungssystem zukunftsfähig zu gestalten [4]. Im selben Jahr veröffentlichte die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) neue lebensmittelbezogene Ernährungsempfehlungen [5, 6]. Sowohl die nationale Ernährungsstrategie als auch die Empfehlungen der DGE rücken eine pflanzenbetonte Ernährung in den Fokus und unterstreichen deren Bedeutung für Gesundheit und Nachhaltigkeit.
von Susanne Paulini | 27.4.2026
Die Österreichische Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie (ÖGGH) und die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) gaben 2022 am Institut für Höhere Studien – Institute for Advanced Studies (IHS) eine Studie zum derzeitigen Stand der gastroenterologisch-hepatologischen Versorgung in Österreich in Auftrag. Darin zeigen Erkrankungen aus dem Bereich der Gastroenterologie und Hepatologie (GEH) eine hohe Prävalenz und Bedeutung für die Gesundheitsversorgung [1]. Laut Jahrbuch für Gesundheitsstatistik 2023 sind Erkrankungen im Bereich der GEH einerseits die häufigste Ursache für Krankenstände, andererseits machen sie 9,9 % der Akutaufenthalte in Krankenanstalten aus und zuletzt sind sie für 3,6 % aller 89760 Sterbefälle im Jahr 2023 verantwortlich [2].
von Susanne Paulini | 15.4.2026
Kennen Sie schon das „sprechende Gemüse“ von Instagram oder Tik-Tok? Der Trend wirkt zunächst harmlos: Avocados, Paprika oder Karotten, die auf Social Media plötzlich sprechen und Ernährungstipps
geben. Niedlich animiert und emotional erzählt – aber dahinter zeigt sich ein bekanntes Muster, wie eine kürzlich erschienene NDR-Recherche im Format „Rabbit Hole“ darlegt: stark vereinfachte Ernährungsbotschaften, kombiniert mit gefährlichen „Health Claims“ und damit verbundenen kommerziellen Interessen.
von Susanne Paulini | 15.4.2026
Ernährung ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Krebstherapie. Zum Wohle der Patient*innen haben sich 45 Fachgesellschaften und Berufsverbände unter Federführung von Frau Prof. Jutta Hübner, Universität
Jena, zusammengeschlossen, um das große Gebiet der Ernährungstherapie in der Onkologie von Grund auf zu betrachten.
von Susanne Paulini | 15.4.2026
Der 68. VDD-Bundeskongress wird dieses Jahr gemeinsam mit BDEM, DAEM, DGEM und VDOE ausgerichtet und findet vom 7. bis 9. Mai 2026 im CongressPark Wolfsburg statt. Unter dem Motto Ernährungstherapie und -medizin: professionell, individuell und interdisziplinär steht die enge Verzahnung von Ernährungstherapie und Ernährungsmedizin im Fokus – denn eine qualitätsgesicherte Versorgung von Patient*innen gelingt am besten im interdisziplinären Team. Gemeinsam haben die beteiligten Fachgesellschaften ein vielseitiges und praxisnahes Programm für Diätassistent*innen, Ernährungsmediziner*innen und Oecotropholog*innen zusammengestellt.
von Susanne Paulini | 15.4.2026
Rund 820 Teilnehmende diskutierten auf dem 63. Wissenschaftlichen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) vom 4. bis 6. März 2026 in Kassel, was ein gesundes Mikrobiom ausmacht und welchen Einfluss die Wechselwirkung zwischen Ernährung und Mikrobiom auf die Entstehung chronischer Krankheiten hat. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der Technischen Universität München (TUM) unter Leitung von Prof. Dr. Dirk Haller, Prof. Dr. Martin Klingenspor und Prof. Dr. Katharina Timper statt. Höhepunkte waren die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Prof. Dr. Peter Stehle sowie die Auszeichnung von insgesamt zehn Postern des wissenschaftlichen Nachwuchses.
von Susanne Paulini | 15.4.2026
Von finnischer Gelassenheit über Künstliche Intelligenz bis hin zu „True Crime“ in der Küche: Rund 60 Entscheider*innen aus Beratung, Küche und Management folgten am 9. Februar 2026 der Einladung der Gütegemeinschaft Ernährungs Kompetenz (GEK e. V.) zum RAL Symposium Ernährung auf der Intergastra in Stuttgart. Unter dem Motto „Zukunft schmecken: Wie nachhaltige Ernährung Gesundheit, Genuss und Verantwortung vereint“ diskutierten Referent* innen und Teilnehmende, wie der Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit und höchster Qualität gelingt.
von Susanne Paulini | 15.4.2026
Als Ernährungstherapeutinnen am Sozialpädiatrischen Zentrum der Kinderklinik der Charité Universitätsmedizin Berlin betreuen wir regelmäßig Kinder und Jugendliche mit einer Aufmerksamkeitsstörung (ADS) und Hyperaktivität (ADHS). Diese werden uns entweder aufgrund eines Unter- oder Übergewichts vorgestellt. Die Spannbreite an ernährungsbezogenen Herausforderungen, die wir bei Kindern mit AD(H)S beobachten, ist dabei sehr groß – sowohl bei unbehandeltem AD(H)S als auch unter medikamentöser Therapie. Im folgenden Beitrag werden acht
Tipps formuliert, wie bei betroffenen Kindern und Jugendlichen regelmäßige Mahlzeiten und eine gute Nährstoffversorgung gefördert werden können.
von Susanne Paulini | 15.4.2026
Eine ungünstige Ernährung zählt weltweit zu den Hauptrisikofaktoren für nicht übertragbare Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus Typ 2 und Krebs [1]. In Deutschland lassen sich 14 % aller Todesfälle auf eine nicht gesundheitsfördernde Ernährung zurückführen [2]. Darüber hinaus basieren Ernährungsmuster, die Krankheitsrisiken erhöhen, häufig auch auf dem vermehrten Verzehr von Lebensmitteln, deren Produktion sich negativ auf die Gesundheit des Planeten auswirkt [3]. Eine Optimierung der Ernährung der Bevölkerung in Deutschland im Sinne der lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) hätte das Potenzial, die Krankheitslast um bis zu 4,37 Mio. in Krankheit verbrachte oder durch vorzeitigen Tod verlorene Lebensjahre (engl.: disability-adjusted life years, DALYs) pro Jahr zu senken. Darüber hinaus wäre eine Reduktion der ernährungsassoziierten Treibhausgasemissionen um etwa 45 % und der Landnutzung um ca. 50 % möglich [4].
von Susanne Paulini | 15.4.2026
In den letzten Jahren hat sich in Deutschland ein Trend hin zu einer fleischreduzierten Ernährung abgezeichnet. Neben dem Zuwachs an vegan und vegetarisch lebenden Menschen stieg v. a. der Anteil sogenannter Flexitarier*innen. Rund jede*r Fünfte gehört heutzutage dieser Gruppe an und konsumiert hauptsächlich pflanzenbasierte Lebensmittel und nur gelegentlich oder in geringen Mengen Fleisch oder Fisch [1]. Die wandelnden individuellen und gesellschaftlichen Beweggründe für die Reduktion von Fleisch sind vielseitig und umfassen sowohl ethische, gesundheitliche als auch ökologische Aspekte [2]. Der Trend zur Fleischreduktion geht mit einer steigenden Nachfrage nach pflanzenbasierten Fleischersatzprodukten einher. Aus diesem Grund ist auf dem Markt inzwischen eine Bandbreite an neuartigen Produkten, z. B. pflanzlichen Würsten, zu finden. Pflanzliche Würste müssen jedoch hohen Anforderungen gerecht werden, um bei Verbraucher*innen Akzeptanz zu finden. Vor allem ein authentisches Erscheinungsbild und eine überzeugende Textur, die vergleichbar zum tierischen „Produktvorbild“ ist, sind essenziell [3]. Dabei spielt v. a. bei Bratwürsten oder Wiener Würsten die essbare Wursthülle eine wichtige Rolle.
von Susanne Paulini | 15.4.2026
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die European Federation of the Associations of Dietitians (EFAD) fordern die Überwachung und Evaluierung von Ernährungsinterventionen durch Outcomes-Management, um die Ernährungsforschung (Outcomes-Forschung) voranzutreiben [1–3]. Dabei werden Indikatoren aus Routinebehandlungen in der ernährungstherapeutischen Praxis erfasst, gespeichert und analysiert, um Qualitätssicherung, Ressourcenplanung und Benchmarking zu ermöglichen [1, 4, 5]. Diese Daten können auch für die Beantwortung von Fragen im Rahmen von Outcomes-Forschung verwendet [1, 4, 5] und so zur Untersuchung der Effizienz und Effektivität von Ernährungsinterventionen unter Alltagsbedingungen genutzt werden [4, 6, 7]. Outcomes-Evaluation hingegen vergleicht relevante Indikatoren mit Zielwerten, um den individuellen Erfolg von Ernährungsinterventionen zu erfassen [4, 5,8].
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