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  • 2006: Weniger Äpfel erwartet


Die diesjährige Apfelernte in den Ländern der Europäischen Union wird nach Expertenschätzungen mit 9,6 Millionen Tonnen erstmals in dieser Dekade unter 10 Millionen Tonnen liegen, das Vorjahresergebnis wird um 5 Prozent unterschritten. In den 15 alten Ländern der EU werden 6,6 Millionen Tonnen Äpfel erwartet, 6 Prozent weniger als bei der Ernte 2005. In den 10 neuen Mitgliedstaaten rechnet man mit 2,9 Millionen Tonnen oder 2 Prozent weniger. Das geht aus einer Mitteilung der Zentralen Markt- und Preisberichtsstelle (ZMP) hervor.

Rodungen und geringere Erträge aufgrund von Alternanz (Anm. der Red.: Auf ein Jahr mit starkem Behang folgt ein Jahr mit geringem Fruchtansatz) sind in einigen Ländern die Ursache für die niedrigeren Ernteerwartungen; in anderen Ländern waren auch die Blühbedingungen nicht immer optimal. Die außergewöhnliche Sommerhitze in diesem Jahr haben nicht alle Sorten gleich gut vertragen.

Italien wird in diesem Jahr seinen Spitzenplatz als bedeutendster Apfelproduzent in der EU an Polen abgeben. Erwartet wird erstmals seit 10 Jahren eine Erntemenge von unter 2 Millionen Tonnen. In Polen liegt die diesjährige Erntemenge vermutlich bei 2,1 Millionen Tonnen.

Die Ernte in Deutschland wird auf 955000 Tonnen geschätzt nach 925000 Tonnen im Vorjahr. In den großen Anbaugebieten an der Niederelbe und am Bodensee wird die Ernte geringfügig höher veranschlagt, in Sachsen wie auch einigen weiteren Ländern im Osten deutlich höher. Nur in wenigen kleineren Gebieten erwartet man einen leichten Rückgang. Der Behang im Streuobstbau ist fast doppelt so hoch wie im Vorjahr.

Rodungen und ein schwächerer Behang in den meisten Anbaugebieten Südeuropas lassen die erwartete Menge an Golden Delicious zurückgehen, und auch die Erntemenge der Sorte Braeburn wird den Schätzungen zufolge geringer ausfallen. Bei Gala schlägt nach der Rekordernte 2005 die Alternanz zu Buche. Die Ernte wird vermutlich um 5 Prozent niedriger ausfallen. Die Jonagold-Gruppe behauptet sich, dabei nimmt der Anteil der Mutante Jonagored weiter zu. Die Menge an Red Delicious geht zurück. Elstar wird mit einer um 7 Prozent kleineren Produktion knapp sein. Granny fällt nach einem Rückgang um 6 Prozent erstmals unter die Marke von 300000 Tonnen. Der Produktionsanstieg beim Fuji wird durch Alternanz abgebremst; es gibt aber immer noch einem Zuwachs um 8 Prozent. Auch Pink Lady legt nur noch um 6 Prozent zu. (23.08.06)





Die diesjährige Apfelernte in den Ländern der Europäischen Union wird nach Expertenschätzungen mit 9,6 Millionen Tonnen erstmals in dieser Dekade unter 10 Millionen Tonnen liegen, das Vorjahresergebnis wird um 5 Prozent unterschritten. In den 15 alten Ländern der EU werden 6,6 Millionen Tonnen Äpfel erwartet, 6 Prozent weniger als bei der Ernte 2005. In den 10 neuen Mitgliedstaaten rechnet man mit 2,9 Millionen Tonnen oder 2 Prozent weniger. Das geht aus einer Mitteilung der Zentralen Markt- und Preisberichtsstelle (ZMP) hervor.

Rodungen und geringere Erträge aufgrund von Alternanz (Anm. der Red.: Auf ein Jahr mit starkem Behang folgt ein Jahr mit geringem Fruchtansatz) sind in einigen Ländern die Ursache für die niedrigeren Ernteerwartungen; in anderen Ländern waren auch die Blühbedingungen nicht immer optimal. Die außergewöhnliche Sommerhitze in diesem Jahr haben nicht alle Sorten gleich gut vertragen.

Italien wird in diesem Jahr seinen Spitzenplatz als bedeutendster Apfelproduzent in der EU an Polen abgeben. Erwartet wird erstmals seit 10 Jahren eine Erntemenge von unter 2 Millionen Tonnen. In Polen liegt die diesjährige Erntemenge vermutlich bei 2,1 Millionen Tonnen.

Die Ernte in Deutschland wird auf 955000 Tonnen geschätzt nach 925000 Tonnen im Vorjahr. In den großen Anbaugebieten an der Niederelbe und am Bodensee wird die Ernte geringfügig höher veranschlagt, in Sachsen wie auch einigen weiteren Ländern im Osten deutlich höher. Nur in wenigen kleineren Gebieten erwartet man einen leichten Rückgang. Der Behang im Streuobstbau ist fast doppelt so hoch wie im Vorjahr.

Rodungen und ein schwächerer Behang in den meisten Anbaugebieten Südeuropas lassen die erwartete Menge an Golden Delicious zurückgehen, und auch die Erntemenge der Sorte Braeburn wird den Schätzungen zufolge geringer ausfallen. Bei Gala schlägt nach der Rekordernte 2005 die Alternanz zu Buche. Die Ernte wird vermutlich um 5 Prozent niedriger ausfallen. Die Jonagold-Gruppe behauptet sich, dabei nimmt der Anteil der Mutante Jonagored weiter zu. Die Menge an Red Delicious geht zurück. Elstar wird mit einer um 7 Prozent kleineren Produktion knapp sein. Granny fällt nach einem Rückgang um 6 Prozent erstmals unter die Marke von 300000 Tonnen. Der Produktionsanstieg beim Fuji wird durch Alternanz abgebremst; es gibt aber immer noch einem Zuwachs um 8 Prozent. Auch Pink Lady legt nur noch um 6 Prozent zu. (23.08.06)



2006: Weniger Äpfel erwartet

Die diesjährige Apfelernte in den Ländern der Europäischen Union wird nach Expertenschätzungen mit 9,6 Millionen Tonnen erstmals in dieser Dekade unter 10 Millionen Tonnen liegen, das Vorjahresergebnis wird um 5 …

Die diesjährige Apfelernte in den Ländern der Europäischen Union wird nach Expertenschätzungen mit 9,6 Millionen Tonnen erstmals in dieser Dekade unter 10 Millionen Tonnen liegen, das Vorjahresergebnis wird um 5 Prozent unterschritten. In den 15 alten Ländern der EU werden 6,6 Millionen Tonnen Äpfel erwartet, 6 Prozent weniger als bei der Ernte 2005. In den 10 neuen Mitgliedstaaten rechnet man mit 2,9 Millionen Tonnen oder 2 Prozent weniger. Das geht aus einer Mitteilung der Zentralen Markt- und Preisberichtsstelle (ZMP) hervor.

Rodungen und geringere Erträge aufgrund von Alternanz (Anm. der Red.: Auf ein Jahr mit starkem Behang folgt ein Jahr mit geringem Fruchtansatz) sind in einigen Ländern die Ursache für die niedrigeren Ernteerwartungen; in anderen Ländern waren auch die Blühbedingungen nicht immer optimal. Die außergewöhnliche Sommerhitze in diesem Jahr haben nicht alle Sorten gleich gut vertragen.

Italien wird in diesem Jahr seinen Spitzenplatz als bedeutendster Apfelproduzent in der EU an Polen abgeben. Erwartet wird erstmals seit 10 Jahren eine Erntemenge von unter 2 Millionen Tonnen. In Polen liegt die diesjährige Erntemenge vermutlich bei 2,1 Millionen Tonnen.

Die Ernte in Deutschland wird auf 955000 Tonnen geschätzt nach 925000 Tonnen im Vorjahr. In den großen Anbaugebieten an der Niederelbe und am Bodensee wird die Ernte geringfügig höher veranschlagt, in Sachsen wie auch einigen weiteren Ländern im Osten deutlich höher. Nur in wenigen kleineren Gebieten erwartet man einen leichten Rückgang. Der Behang im Streuobstbau ist fast doppelt so hoch wie im Vorjahr.

Rodungen und ein schwächerer Behang in den meisten Anbaugebieten Südeuropas lassen die erwartete Menge an Golden Delicious zurückgehen, und auch die Erntemenge der Sorte Braeburn wird den Schätzungen zufolge geringer ausfallen. Bei Gala schlägt nach der Rekordernte 2005 die Alternanz zu Buche. Die Ernte wird vermutlich um 5 Prozent niedriger ausfallen. Die Jonagold-Gruppe behauptet sich, dabei nimmt der Anteil der Mutante Jonagored weiter zu. Die Menge an Red Delicious geht zurück. Elstar wird mit einer um 7 Prozent kleineren Produktion knapp sein. Granny fällt nach einem Rückgang um 6 Prozent erstmals unter die Marke von 300000 Tonnen. Der Produktionsanstieg beim Fuji wird durch Alternanz abgebremst; es gibt aber immer noch einem Zuwachs um 8 Prozent. Auch Pink Lady legt nur noch um 6 Prozent zu. (23.08.06)

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Veröffentlicht: 23.08.2006

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