Eine gesunde Lebensweise der Mutter in der Zeit des Kinderwunsches und der Schwangerschaft wirkt sich nachweislich gesundheitsfördernd auf das Kind aus. Mit den neuen Handlungsempfehlungen steht Fachkräften ein bundesweit einheitlicher Beratungsstandard zur Verfügung, den die relevanten Fachgesellschaften, Berufsverbände und wissenschaftlichen Institutionen mittragen.
Alleinstellungsmerkmale der Handlungsempfehlungen „Ernährung, Bewegung und weitere Gesundheitsaspekte vor und während der Schwangerschaft“ sind die ganzheitliche Betrachtung der Lebensphasen Präkonzeption und Schwangerschaft sowie der breite wissenschaftsbasierte Konsent. Vor dem Hintergrund aktueller Studien und Leitlinien hat der interdisziplinäre wissenschaftliche Beirat des Netzwerks die bisher bestehenden Empfehlungen überarbeitet. Diese umfassen Themen wie Körpergewicht und Gewichtsentwicklung, Energie- und Nährstoffbedarf sowie Ernährungsweise, einschließlich vegetarischer und veganer Ernährung, Empfehlungen zum Konsum von Koffein, Alkohol, Nikotin und erstmals auch Cannabis. Bei den Nährstoffsupplementen wurde Vitamin D neu aufgenommen. Auch der diversitätssensiblen Beratung widmen die Handlungsempfehlungen erstmals ein eigenes Kapitel.
Generell ist die Bereitschaft bei Paaren bzw. Schwangeren hoch, sich an fundierten Handlungsempfehlungen zu orientieren. Um gesundheitspräventive Verhaltensänderungen zu etablieren, bietet sich laut Dr. Constance Rybak, Leiterin des Netzwerks Gesund ins Leben, das Zeitfenster von Kinderwunsch und Schwangerschaft wie kaum ein anderes für die Beratung an. Denn dann seien Frauen und Paare offen dafür, ihr Essverhalten und ihre Lebensweise anzupassen. Dabei ist es wichtig, dass es einheitliche und klare Informationen gibt, an denen sich sowohl Fachkräfte als auch Eltern orientieren können.
Die aktuellen Handlungsempfehlungen stehen kostenlos zum Download zur Verfügung.
Quelle: Netzwerk Gesund ins Leben, Pressemeldung vom 09.07.2026





