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  • Allergieprävention – Aktualisierte Ernährungsempfehlungen


Zur Allergieprävention sollten entgegen früherer Aussagen Allergieauslöser im ersten Lebensjahr nicht gemieden werden. Diese grundlegende Änderung der Empfehlung wurde jetzt in die überarbeitete S3 Leitlinie Allergieprävention aufgenommen. Wissenschaftler hatten die Ergebnisse von mehr als 200 aktuellen Studien ausgewertet und die Empfehlungen entsprechend geändert.

Über lange Zeit wurde "Karenz" als vorbeugende Maßnahme gegen Allergien propagiert. Sensibilisierungen als Grundlage für allergische Erkrankungen sollten vermieden werden, indem der Kontakt mit potenten Allergenen möglichst unterbunden wurde. Entsprechend wurden zur Allergieprävention restriktive Diäten in Schwangerschaft und Stillzeit sowie während der Beikosternährung empfohlen.

Nach heutigem Kenntnisstand gibt es jedoch für eine Empfehlung zur diätetischen Restriktion keine Belege. Zur Vorbeugung von Allergien ist es offenbar nicht notwendig, auslösende Nahrungsmittel wie Eier, Fisch und Nüsse im ersten Lebensjahr zu meiden. Im Gegenteil: Es gibt sogar Hinweise, dass Verzehr von Fisch während der Schwangerschaft oder Stillzeit bzw. im ersten Lebensjahr möglicherweise Allergien vorbeugt. Damit wird jetzt einem der potenten Nahrungsmittelallergene, vor dem vorher immer gewarnt wurde, ein möglicherweise sogar protektiver Einfluss zugeschrieben.

Auch das Thema Beikosteinführung wird inzwischen aufgrund der aktuellen Evidenzlage deutlich anders eingeschätzt. Nach wie vor wird empfohlen, Säuglinge in den ersten vier Lebensmonaten ausschließlich zu stillen. Eine längere Stillzeit beugt aber nicht der Entwicklung von Allergien vor und wird deshalb nicht propagiert. Falls das Stillen nicht möglich oder erwünscht ist, sollten allergiegefährdete Kinder hydrolysierte Säuglingsnahrung, nicht aber Produkte auf Sojabasis bekommen. Quellen: Deutsche Gesellschaft für Ernährung, DGEinfo 04/2009 – Beratungspraxis DGEinfo 04/2009 – Beratungspraxis vom 30. April 2009; Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), S3-Leitlinie Allergieprävention (15.06.09)





Zur Allergieprävention sollten entgegen früherer Aussagen Allergieauslöser im ersten Lebensjahr nicht gemieden werden. Diese grundlegende Änderung der Empfehlung wurde jetzt in die überarbeitete S3 Leitlinie Allergieprävention aufgenommen. Wissenschaftler hatten die Ergebnisse von mehr als 200 aktuellen Studien ausgewertet und die Empfehlungen entsprechend geändert.

Über lange Zeit wurde "Karenz" als vorbeugende Maßnahme gegen Allergien propagiert. Sensibilisierungen als Grundlage für allergische Erkrankungen sollten vermieden werden, indem der Kontakt mit potenten Allergenen möglichst unterbunden wurde. Entsprechend wurden zur Allergieprävention restriktive Diäten in Schwangerschaft und Stillzeit sowie während der Beikosternährung empfohlen.

Nach heutigem Kenntnisstand gibt es jedoch für eine Empfehlung zur diätetischen Restriktion keine Belege. Zur Vorbeugung von Allergien ist es offenbar nicht notwendig, auslösende Nahrungsmittel wie Eier, Fisch und Nüsse im ersten Lebensjahr zu meiden. Im Gegenteil: Es gibt sogar Hinweise, dass Verzehr von Fisch während der Schwangerschaft oder Stillzeit bzw. im ersten Lebensjahr möglicherweise Allergien vorbeugt. Damit wird jetzt einem der potenten Nahrungsmittelallergene, vor dem vorher immer gewarnt wurde, ein möglicherweise sogar protektiver Einfluss zugeschrieben.

Auch das Thema Beikosteinführung wird inzwischen aufgrund der aktuellen Evidenzlage deutlich anders eingeschätzt. Nach wie vor wird empfohlen, Säuglinge in den ersten vier Lebensmonaten ausschließlich zu stillen. Eine längere Stillzeit beugt aber nicht der Entwicklung von Allergien vor und wird deshalb nicht propagiert. Falls das Stillen nicht möglich oder erwünscht ist, sollten allergiegefährdete Kinder hydrolysierte Säuglingsnahrung, nicht aber Produkte auf Sojabasis bekommen. Quellen: Deutsche Gesellschaft für Ernährung, DGEinfo 04/2009 – Beratungspraxis DGEinfo 04/2009 – Beratungspraxis vom 30. April 2009; Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), S3-Leitlinie Allergieprävention (15.06.09)



Allergieprävention – Aktualisierte Ernährungsempfehlungen

Zur Allergieprävention sollten entgegen früherer Aussagen Allergieauslöser im ersten Lebensjahr nicht gemieden werden. Diese grundlegende Änderung der Empfehlung wurde jetzt in die überarbeitete S3 Leitlinie Allergieprävention aufgenommen. Wissenschaftler hatten die …

Zur Allergieprävention sollten entgegen früherer Aussagen Allergieauslöser im ersten Lebensjahr nicht gemieden werden. Diese grundlegende Änderung der Empfehlung wurde jetzt in die überarbeitete S3 Leitlinie Allergieprävention aufgenommen. Wissenschaftler hatten die Ergebnisse von mehr als 200 aktuellen Studien ausgewertet und die Empfehlungen entsprechend geändert.

Über lange Zeit wurde “Karenz” als vorbeugende Maßnahme gegen Allergien propagiert. Sensibilisierungen als Grundlage für allergische Erkrankungen sollten vermieden werden, indem der Kontakt mit potenten Allergenen möglichst unterbunden wurde. Entsprechend wurden zur Allergieprävention restriktive Diäten in Schwangerschaft und Stillzeit sowie während der Beikosternährung empfohlen.

Nach heutigem Kenntnisstand gibt es jedoch für eine Empfehlung zur diätetischen Restriktion keine Belege. Zur Vorbeugung von Allergien ist es offenbar nicht notwendig, auslösende Nahrungsmittel wie Eier, Fisch und Nüsse im ersten Lebensjahr zu meiden. Im Gegenteil: Es gibt sogar Hinweise, dass Verzehr von Fisch während der Schwangerschaft oder Stillzeit bzw. im ersten Lebensjahr möglicherweise Allergien vorbeugt. Damit wird jetzt einem der potenten Nahrungsmittelallergene, vor dem vorher immer gewarnt wurde, ein möglicherweise sogar protektiver Einfluss zugeschrieben.

Auch das Thema Beikosteinführung wird inzwischen aufgrund der aktuellen Evidenzlage deutlich anders eingeschätzt. Nach wie vor wird empfohlen, Säuglinge in den ersten vier Lebensmonaten ausschließlich zu stillen. Eine längere Stillzeit beugt aber nicht der Entwicklung von Allergien vor und wird deshalb nicht propagiert. Falls das Stillen nicht möglich oder erwünscht ist, sollten allergiegefährdete Kinder hydrolysierte Säuglingsnahrung, nicht aber Produkte auf Sojabasis bekommen. Quellen: Deutsche Gesellschaft für Ernährung, DGEinfo 04/2009 – Beratungspraxis DGEinfo 04/2009 – Beratungspraxis vom 30. April 2009; Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), S3-Leitlinie Allergieprävention (15.06.09)

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Veröffentlicht: 15.06.2009

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