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  • Aluminium: Gefährdung weder bestätigt noch widerlegt


Ob Lebensmittelverpackungen, Sonnenlotionen oder Deos – Aluminium ist in vielen Produkten zu finden. Es steht im Verdacht bei der Entwicklung von Alzheimer und Brustkrebs eine Rolle zu spielen. Ob die Gesamtaufnahme wirklich gesundheitsschädlich ist, ist bisher jedoch unklar – so das Fazit einer Literaturarbeit des österreichischen Gesundheitsministeriums.

Immer wieder landet Aluminium in den Schlagzeilen – es steht im Verdacht bei der Entwicklung von Alzheimer und Brustkrebs eine Rolle zu spielen. Dabei sind besonders die Anwendungsbereiche interessant, bei denen das Material mit dem Körper in Kontakt kommt: Arzneimittel, Kosmetika und Lebensmittel. In letztere gelangt Aluminium entweder auf natürlichem Wege, über manche Zusatzstoffe oder über die Lebensmittelverpackung.

Der wöchentlich tolerierbare Grenzwert (TWI) liegt bei 1 mg Aluminium/kg Körpergewicht. Die Durchschnittsbelastung aus Lebensmitteln schätzt die EFSA auf 1,6–13 mg Aluminium/Tag. Für einen 60 kg schweren Erwachsenen ergibt sich daraus eine wöchentliche Aufnahmemenge von 0,2–1,5 mg/kg KG. Durch Lebensmittel alleine könnte also der Grenzwert schon überschritten werden. Zusätzlich bilden Deos mit Aluminiumsalzen eine bedeutende Expositionsquelle. Wenn der TWI überschritten wird, resultiert daraus nicht unmittelbar eine Gesundheitsgefahr. Lediglich der Sicherheitsabstand zu der Schaden hervorrufenden Dosis wird verkleinert. Bei jahrzehntelanger Überschreitung sind die Folgen jedoch nicht abschätzbar.

Zu den diskutierten von Aluminium ausgehenden Gesundheitsgefahren gehört die Entwicklung von Brustkrebs durch aluminiumhaltige Deodorants sowie Gehirnveränderungen, die zu Alzheimer und Demenz führen. Die Studienlage dazu ist widersprüchlich und an größeren Studien mit besserer Aussagekraft mangelt es. Auf wissenschaftlicher Basis ist derzeit nicht geklärt, ob Aluminium gesundheitsschädigend ist oder nicht. Es ist daher ratsam, die persönliche Aluminiumaufnahme zu reduzieren:

- stark säurehaltige Lebensmittel wie Rhabarberkompott, Apfelmus oder Tomatensauce nicht in Alufolie oder unbeschichteten Aluminiumgefäßen zubereiten und aufbewahren;

- Trinkflaschen aus Aluminium mit Kratzern auf der Innenseite nicht weiter verwenden und zum Reinigen keine kratzigen Bürsten benutzen;

- aluminiumfreie Deodorants gebrauchen; besonders nach der Rasur oder auf verletzte Hautpartien keine Deos mit Aluminium auftragen;

- falls ein Arzneimittel zur Neutralisierung von Magensäure eingenommen werden muss, den Arzt nach einer aluminiumfreie Alternativen fragen.

Mehr Information zur Studienlage hat der europäische wissenschaftliche Ausschuss für Verbraucherprodukte (SCCS) zusammengetragen. Quelle: forum. ernährung heute, Pressemeldung vom 28.07.2014 (06.08.14)

Bildquelle: © dmitriynaboka/Thinkstock



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Ob Lebensmittelverpackungen, Sonnenlotionen oder Deos – Aluminium ist in vielen Produkten zu finden. Es steht im Verdacht bei der Entwicklung von Alzheimer und Brustkrebs eine Rolle zu spielen. Ob die Gesamtaufnahme wirklich gesundheitsschädlich ist, ist bisher jedoch unklar – so das Fazit einer Literaturarbeit des österreichischen Gesundheitsministeriums.

Immer wieder landet Aluminium in den Schlagzeilen – es steht im Verdacht bei der Entwicklung von Alzheimer und Brustkrebs eine Rolle zu spielen. Dabei sind besonders die Anwendungsbereiche interessant, bei denen das Material mit dem Körper in Kontakt kommt: Arzneimittel, Kosmetika und Lebensmittel. In letztere gelangt Aluminium entweder auf natürlichem Wege, über manche Zusatzstoffe oder über die Lebensmittelverpackung.

Der wöchentlich tolerierbare Grenzwert (TWI) liegt bei 1 mg Aluminium/kg Körpergewicht. Die Durchschnittsbelastung aus Lebensmitteln schätzt die EFSA auf 1,6–13 mg Aluminium/Tag. Für einen 60 kg schweren Erwachsenen ergibt sich daraus eine wöchentliche Aufnahmemenge von 0,2–1,5 mg/kg KG. Durch Lebensmittel alleine könnte also der Grenzwert schon überschritten werden. Zusätzlich bilden Deos mit Aluminiumsalzen eine bedeutende Expositionsquelle. Wenn der TWI überschritten wird, resultiert daraus nicht unmittelbar eine Gesundheitsgefahr. Lediglich der Sicherheitsabstand zu der Schaden hervorrufenden Dosis wird verkleinert. Bei jahrzehntelanger Überschreitung sind die Folgen jedoch nicht abschätzbar.

Zu den diskutierten von Aluminium ausgehenden Gesundheitsgefahren gehört die Entwicklung von Brustkrebs durch aluminiumhaltige Deodorants sowie Gehirnveränderungen, die zu Alzheimer und Demenz führen. Die Studienlage dazu ist widersprüchlich und an größeren Studien mit besserer Aussagekraft mangelt es. Auf wissenschaftlicher Basis ist derzeit nicht geklärt, ob Aluminium gesundheitsschädigend ist oder nicht. Es ist daher ratsam, die persönliche Aluminiumaufnahme zu reduzieren:

- stark säurehaltige Lebensmittel wie Rhabarberkompott, Apfelmus oder Tomatensauce nicht in Alufolie oder unbeschichteten Aluminiumgefäßen zubereiten und aufbewahren;

- Trinkflaschen aus Aluminium mit Kratzern auf der Innenseite nicht weiter verwenden und zum Reinigen keine kratzigen Bürsten benutzen;

- aluminiumfreie Deodorants gebrauchen; besonders nach der Rasur oder auf verletzte Hautpartien keine Deos mit Aluminium auftragen;

- falls ein Arzneimittel zur Neutralisierung von Magensäure eingenommen werden muss, den Arzt nach einer aluminiumfreie Alternativen fragen.

Mehr Information zur Studienlage hat der europäische wissenschaftliche Ausschuss für Verbraucherprodukte (SCCS) zusammengetragen. Quelle: forum. ernährung heute, Pressemeldung vom 28.07.2014 (06.08.14)

Bildquelle: © dmitriynaboka/Thinkstock



Aluminium: Gefährdung weder bestätigt noch widerlegt

Ob Lebensmittelverpackungen, Sonnenlotionen oder Deos – Aluminium ist in vielen Produkten zu finden. Es steht im Verdacht bei der Entwicklung von Alzheimer und Brustkrebs eine Rolle zu spielen. Ob die …

Ob Lebensmittelverpackungen, Sonnenlotionen oder Deos – Aluminium ist in vielen Produkten zu finden. Es steht im Verdacht bei der Entwicklung von Alzheimer und Brustkrebs eine Rolle zu spielen. Ob die Gesamtaufnahme wirklich gesundheitsschädlich ist, ist bisher jedoch unklar – so das Fazit einer Literaturarbeit des österreichischen Gesundheitsministeriums.

Immer wieder landet Aluminium in den Schlagzeilen – es steht im Verdacht bei der Entwicklung von Alzheimer und Brustkrebs eine Rolle zu spielen. Dabei sind besonders die Anwendungsbereiche interessant, bei denen das Material mit dem Körper in Kontakt kommt: Arzneimittel, Kosmetika und Lebensmittel. In letztere gelangt Aluminium entweder auf natürlichem Wege, über manche Zusatzstoffe oder über die Lebensmittelverpackung.

Der wöchentlich tolerierbare Grenzwert (TWI) liegt bei 1 mg Aluminium/kg Körpergewicht. Die Durchschnittsbelastung aus Lebensmitteln schätzt die EFSA auf 1,6–13 mg Aluminium/Tag. Für einen 60 kg schweren Erwachsenen ergibt sich daraus eine wöchentliche Aufnahmemenge von 0,2–1,5 mg/kg KG. Durch Lebensmittel alleine könnte also der Grenzwert schon überschritten werden. Zusätzlich bilden Deos mit Aluminiumsalzen eine bedeutende Expositionsquelle. Wenn der TWI überschritten wird, resultiert daraus nicht unmittelbar eine Gesundheitsgefahr. Lediglich der Sicherheitsabstand zu der Schaden hervorrufenden Dosis wird verkleinert. Bei jahrzehntelanger Überschreitung sind die Folgen jedoch nicht abschätzbar.

Zu den diskutierten von Aluminium ausgehenden Gesundheitsgefahren gehört die Entwicklung von Brustkrebs durch aluminiumhaltige Deodorants sowie Gehirnveränderungen, die zu Alzheimer und Demenz führen. Die Studienlage dazu ist widersprüchlich und an größeren Studien mit besserer Aussagekraft mangelt es. Auf wissenschaftlicher Basis ist derzeit nicht geklärt, ob Aluminium gesundheitsschädigend ist oder nicht. Es ist daher ratsam, die persönliche Aluminiumaufnahme zu reduzieren:

– stark säurehaltige Lebensmittel wie Rhabarberkompott, Apfelmus oder Tomatensauce nicht in Alufolie oder unbeschichteten Aluminiumgefäßen zubereiten und aufbewahren;

– Trinkflaschen aus Aluminium mit Kratzern auf der Innenseite nicht weiter verwenden und zum Reinigen keine kratzigen Bürsten benutzen;

– aluminiumfreie Deodorants gebrauchen; besonders nach der Rasur oder auf verletzte Hautpartien keine Deos mit Aluminium auftragen;

– falls ein Arzneimittel zur Neutralisierung von Magensäure eingenommen werden muss, den Arzt nach einer aluminiumfreie Alternativen fragen.

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Veröffentlicht: 06.08.2014

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