• Facebook
  • Linkedin
  • Instagram
  • RSS
  • Shop
  • Service
    • Mediadaten
    • Newsletter
    • Presseportal
    • Studium und Ausbildung
    • History
    • Verbände
    • Termine
    • Newsarchiv
    • Team
    • Galerie
    • FAQ
    • Peer-Review-Verfahren
    • Hinweise für Autoren
    • Instructions for Authors
  • Abonnements
    • Bestellformular
  • Fortbildungen
    • So funktionierts
    • Sammeln Sie Punkte
    • Aktuelle Fortbildungen
    • Vergangene Fortbildungen
  • English Articles
  • Anmelden
ERNÄHRUNGS UMSCHAU
  • News
  • Branche
    • Aktuelles
    • Marktplatz
    • Rezepte
    • Insights
    • Produkte
    • Spotlights
    • Karriere & Jobs
  • Online Plus
    • +Plus-Themen
    • Public Health Nutrition
    • Hintergrundinterviews
    • Videos
  • Artikel-Archiv
    • Special Editions
  • Heft-Archiv
    • Heft-Archiv 2021-
    • Heft-Archiv 2011-2020
    • Heft-Archiv 2001-2010
  • Suche
    • Profi-Suche
    • Globale Suche
Seite wählen
  • ERNÄHRUNGS UMSCHAU
  • 5
  • Bakteriengeißeln zur Therapie von Lebensmittelallergien?


Bild: © Simone Rößling/Fotolia Mit einem Fusionsprotein ist es Forschern des Paul-Ehrlich-Instituts gelungen, bei Mäusen die Entstehung einer Lebensmittelallergie gegen Hühnereiweiß zu verhindern. Das Fusionsprotein besteht aus dem Bakterienprotein Flagellin sowie dem Allergen aus Hühnereiweiß. Auch erste Ansätze, das Fusionsprotein zur Behandlung einer bestehenden Allergie einzusetzen, verliefen erfolgversprechend.

Obwohl Allergien lebensbedrohlich sein können, ist die Vermeidung des Allergieauslösers bisher das „Mittel der Wahl“. Dr. Stefan SCHÜLKE und Kollegen aus der Abteilung Allergologie des Paul-Ehrlich-Instituts untersuchten, ob sich der Einfluss des Bakterienproteins Flagellin (Bestandteil der Bakteriengeißel/-flagelle) auf das Immunsystem zur Therapie und/oder Prophylaxe von Allergien nutzen lässt. Sie wählten die Allergie gegen Hühnereiweiß – Ovalbumin – als Modell.

Flagellin A, mit dem die Forscher arbeiten, wurde von dem Bakterium Listeria monocytogenes isoliert. Die Immunreaktion wird ausgelöst, indem der Toll-like-Rezeptor 5 (TLR5), der u. a. auf Zellen des angeborenen Immunsystems vorkommt, das Flagellin erkennt und nachgeschaltet das Immunsystem aktiviert. Die Hypothese des Forscherteams zu rekombinanten Allergentherapeutika war, dass sich Flagellin nutzen lässt, um Allergien zu behandeln, wenn es sich in unmittelbarer räumlicher Nähe zu dem Allergen befindet. Um diese räumliche Nähe sicherzustellen, fusionierten die Forscher mit gentechnischen Verfahren das Flagellin A mit dem Hühnereiweiß Ovalbumin.

Zunächst wurde die Wirkung des Fusionsproteins in Maus-Zellkulturen getestet. Sowohl in Zellen, die aus allergischen Mäusen isoliert wurden, als auch in gentechnisch veränderten Zellen, die spezifisch Hühnereiweiß erkennen, wurde durch die Gabe des Fusionsproteins die Aktivierung der T-Lymphozyten und damit die allergische Reaktion gebremst.

Zudem injizierten die Wissenschaftler Mäusen zweimal das Fusionsprotein. Bei Kontakt mit Hühnereiweiß entwickelten die nicht vorbehandelten Tiere erwartungsgemäß eine starke allergische Reaktion. Dagegen zeigten die vorbehandelten Tiere keine Symptome – sie waren durch die Injektion, quasi wie durch eine Impfung, geschützt. Wurden die Tiere jedoch statt mit dem Fusionsprotein mit Ovalbumin oder Flagellin allein oder mit nicht fusioniertem Flagellin plus Ovalbumin in einer Mixtur vorbehandelt, blieb der Schutzeffekt aus. Damit konnten nachgewiesen werden, dass Flagellin die Immunantwort in die gewünschte Richtung verschiebt, dies aber nur möglich ist, wenn es direkt an das Allergen gekoppelt ist. Auch erste Ansätze, das Fusionsprotein zur Behandlung einer bestehenden Allergie einzusetzen, verliefen erfolgversprechend.

Die Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts arbeiten aktuell an weiteren Studien, um die Wirksamkeit zu verbessern und den zugrundeliegenden Mechanismus aufzuklären. Fusionsproteine aus Flagellin und Allergen sind nach Einschätzung der Forscher vielversprechende Kandidaten zur Behandlung von Patienten mit IgE-vermittelten Allergien (klassische Allergie des Soforttyps). Literatur: Schülke S et al. A fusion protein of flagellin and ovalbumin suppresses the TH2 response and prevents murine intestinal allergy. J Allergy Clin Immunol 2011; published online 29 August 2011. URL: www.jacionline.org/article/S0091-6749%2811%2901157-2/abstract. Quelle: Paul-Ehrlich-Institut, Pressemeldung vom 29.08.2011 (07.09.11)





Bild: © Simone Rößling/Fotolia Mit einem Fusionsprotein ist es Forschern des Paul-Ehrlich-Instituts gelungen, bei Mäusen die Entstehung einer Lebensmittelallergie gegen Hühnereiweiß zu verhindern. Das Fusionsprotein besteht aus dem Bakterienprotein Flagellin sowie dem Allergen aus Hühnereiweiß. Auch erste Ansätze, das Fusionsprotein zur Behandlung einer bestehenden Allergie einzusetzen, verliefen erfolgversprechend.

Obwohl Allergien lebensbedrohlich sein können, ist die Vermeidung des Allergieauslösers bisher das „Mittel der Wahl“. Dr. Stefan SCHÜLKE und Kollegen aus der Abteilung Allergologie des Paul-Ehrlich-Instituts untersuchten, ob sich der Einfluss des Bakterienproteins Flagellin (Bestandteil der Bakteriengeißel/-flagelle) auf das Immunsystem zur Therapie und/oder Prophylaxe von Allergien nutzen lässt. Sie wählten die Allergie gegen Hühnereiweiß – Ovalbumin – als Modell.

Flagellin A, mit dem die Forscher arbeiten, wurde von dem Bakterium Listeria monocytogenes isoliert. Die Immunreaktion wird ausgelöst, indem der Toll-like-Rezeptor 5 (TLR5), der u. a. auf Zellen des angeborenen Immunsystems vorkommt, das Flagellin erkennt und nachgeschaltet das Immunsystem aktiviert. Die Hypothese des Forscherteams zu rekombinanten Allergentherapeutika war, dass sich Flagellin nutzen lässt, um Allergien zu behandeln, wenn es sich in unmittelbarer räumlicher Nähe zu dem Allergen befindet. Um diese räumliche Nähe sicherzustellen, fusionierten die Forscher mit gentechnischen Verfahren das Flagellin A mit dem Hühnereiweiß Ovalbumin.

Zunächst wurde die Wirkung des Fusionsproteins in Maus-Zellkulturen getestet. Sowohl in Zellen, die aus allergischen Mäusen isoliert wurden, als auch in gentechnisch veränderten Zellen, die spezifisch Hühnereiweiß erkennen, wurde durch die Gabe des Fusionsproteins die Aktivierung der T-Lymphozyten und damit die allergische Reaktion gebremst.

Zudem injizierten die Wissenschaftler Mäusen zweimal das Fusionsprotein. Bei Kontakt mit Hühnereiweiß entwickelten die nicht vorbehandelten Tiere erwartungsgemäß eine starke allergische Reaktion. Dagegen zeigten die vorbehandelten Tiere keine Symptome – sie waren durch die Injektion, quasi wie durch eine Impfung, geschützt. Wurden die Tiere jedoch statt mit dem Fusionsprotein mit Ovalbumin oder Flagellin allein oder mit nicht fusioniertem Flagellin plus Ovalbumin in einer Mixtur vorbehandelt, blieb der Schutzeffekt aus. Damit konnten nachgewiesen werden, dass Flagellin die Immunantwort in die gewünschte Richtung verschiebt, dies aber nur möglich ist, wenn es direkt an das Allergen gekoppelt ist. Auch erste Ansätze, das Fusionsprotein zur Behandlung einer bestehenden Allergie einzusetzen, verliefen erfolgversprechend.

Die Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts arbeiten aktuell an weiteren Studien, um die Wirksamkeit zu verbessern und den zugrundeliegenden Mechanismus aufzuklären. Fusionsproteine aus Flagellin und Allergen sind nach Einschätzung der Forscher vielversprechende Kandidaten zur Behandlung von Patienten mit IgE-vermittelten Allergien (klassische Allergie des Soforttyps). Literatur: Schülke S et al. A fusion protein of flagellin and ovalbumin suppresses the TH2 response and prevents murine intestinal allergy. J Allergy Clin Immunol 2011; published online 29 August 2011. URL: www.jacionline.org/article/S0091-6749%2811%2901157-2/abstract. Quelle: Paul-Ehrlich-Institut, Pressemeldung vom 29.08.2011 (07.09.11)



Bakteriengeißeln zur Therapie von Lebensmittelallergien?

Bild: © Simone Rößling/Fotolia Mit einem Fusionsprotein ist es Forschern des Paul-Ehrlich-Instituts gelungen, bei Mäusen die Entstehung einer Lebensmittelallergie gegen Hühnereiweiß zu verhindern. Das Fusionsprotein besteht aus dem Bakterienprotein Flagellin …

Bild: © Simone Rößling/Fotolia Mit einem Fusionsprotein ist es Forschern des Paul-Ehrlich-Instituts gelungen, bei Mäusen die Entstehung einer Lebensmittelallergie gegen Hühnereiweiß zu verhindern. Das Fusionsprotein besteht aus dem Bakterienprotein Flagellin sowie dem Allergen aus Hühnereiweiß. Auch erste Ansätze, das Fusionsprotein zur Behandlung einer bestehenden Allergie einzusetzen, verliefen erfolgversprechend.

Obwohl Allergien lebensbedrohlich sein können, ist die Vermeidung des Allergieauslösers bisher das „Mittel der Wahl“. Dr. Stefan SCHÜLKE und Kollegen aus der Abteilung Allergologie des Paul-Ehrlich-Instituts untersuchten, ob sich der Einfluss des Bakterienproteins Flagellin (Bestandteil der Bakteriengeißel/-flagelle) auf das Immunsystem zur Therapie und/oder Prophylaxe von Allergien nutzen lässt. Sie wählten die Allergie gegen Hühnereiweiß – Ovalbumin – als Modell.

Flagellin A, mit dem die Forscher arbeiten, wurde von dem Bakterium Listeria monocytogenes isoliert. Die Immunreaktion wird ausgelöst, indem der Toll-like-Rezeptor 5 (TLR5), der u. a. auf Zellen des angeborenen Immunsystems vorkommt, das Flagellin erkennt und nachgeschaltet das Immunsystem aktiviert. Die Hypothese des Forscherteams zu rekombinanten Allergentherapeutika war, dass sich Flagellin nutzen lässt, um Allergien zu behandeln, wenn es sich in unmittelbarer räumlicher Nähe zu dem Allergen befindet. Um diese räumliche Nähe sicherzustellen, fusionierten die Forscher mit gentechnischen Verfahren das Flagellin A mit dem Hühnereiweiß Ovalbumin.

Zunächst wurde die Wirkung des Fusionsproteins in Maus-Zellkulturen getestet. Sowohl in Zellen, die aus allergischen Mäusen isoliert wurden, als auch in gentechnisch veränderten Zellen, die spezifisch Hühnereiweiß erkennen, wurde durch die Gabe des Fusionsproteins die Aktivierung der T-Lymphozyten und damit die allergische Reaktion gebremst.

Zudem injizierten die Wissenschaftler Mäusen zweimal das Fusionsprotein. Bei Kontakt mit Hühnereiweiß entwickelten die nicht vorbehandelten Tiere erwartungsgemäß eine starke allergische Reaktion. Dagegen zeigten die vorbehandelten Tiere keine Symptome – sie waren durch die Injektion, quasi wie durch eine Impfung, geschützt. Wurden die Tiere jedoch statt mit dem Fusionsprotein mit Ovalbumin oder Flagellin allein oder mit nicht fusioniertem Flagellin plus Ovalbumin in einer Mixtur vorbehandelt, blieb der Schutzeffekt aus. Damit konnten nachgewiesen werden, dass Flagellin die Immunantwort in die gewünschte Richtung verschiebt, dies aber nur möglich ist, wenn es direkt an das Allergen gekoppelt ist. Auch erste Ansätze, das Fusionsprotein zur Behandlung einer bestehenden Allergie einzusetzen, verliefen erfolgversprechend.

Die Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts arbeiten aktuell an weiteren Studien, um die Wirksamkeit zu verbessern und den zugrundeliegenden Mechanismus aufzuklären. Fusionsproteine aus Flagellin und Allergen sind nach Einschätzung der Forscher vielversprechende Kandidaten zur Behandlung von Patienten mit IgE-vermittelten Allergien (klassische Allergie des Soforttyps). Literatur: Schülke S et al. A fusion protein of flagellin and ovalbumin suppresses the TH2 response and prevents murine intestinal allergy. J Allergy Clin Immunol 2011; published online 29 August 2011. URL: www.jacionline.org/article/S0091-6749%2811%2901157-2/abstract. Quelle: Paul-Ehrlich-Institut, Pressemeldung vom 29.08.2011 (07.09.11)

Content wird geladen. Bitte warten!

Artikelfakten

Veröffentlicht: 07.09.2011

Autor

Redaktion
Redaktion

Artikel teilen

Aktuelle Ausgabe

Zum Heft
Content wird geladen. Bitte warten!

Meist gelesen

PR-Veröffentlichung – Anzeige

Studien zeigen Einfluss von Trockenpflaumen auf Knochendichte

© Danone
PR-Veröffentlichung – Anzeige

Danone: FruchtZwerge: Geringster Zuckergehalt seit Markteinführung

PR-Veröffentlichung – Anzeige

Danone: Neue Milchprodukte und pflanzliche Alternativen mit hohem Proteingehalt

Alle "Aktuelles" Artikel
Content wird geladen. Bitte warten!

Tipps

20.08.2026 | Karriere & Jobs | 50933 Köln
Deutsche Sporthochschule Köln

M.Sc. Sport Bewegung und Ernährung

zur Anzeige
Content wird geladen. Bitte warten!
Content wird geladen. Bitte warten!
Content wird geladen. Bitte warten!
Logo IDD
Content wird geladen. Bitte warten!


Marktplatz 13, D-65183 Wiesbaden



Postfach 5709, 65047 Wiesbaden


+49 611 360 98 113

Ernährungs Umschau

Allgemeine Fragen



+49 611 360 98 362


kontakt@ernaehrungs-umschau.de

Redaktion Print & Online

mpm Fachmedien



+49 6403 63772


eu-redaktion@mpm-online.de

Marketing- & Anzeigenleitung

Tanja Kilbert



+49 611 360 98 301


t.kilbert@uzv.de

Rechtliches

AGB
Cookie
Datenschutz
Impressum
Teilnahmebedingungen Gewinnspiel

Service & Kontakt

Abos
Kontakt
Medien & Preise
Newsletter

Inhalte

Artikel
Heftarchiv
News
Fortbildungen
Termine

© ERNÄHRUNGS UMSCHAU 2026 | PERIMETRIK® - Digitalagentur