
Das Vorhandensein bestimmter Proteine in Blutproben, kann einen sich anbahnenden Typ-1-Diabetes vorhersagen. Die Forscher identifizieren diese bei ihren Messungen anhand sogenannter Peptidpeaks. © Helmholtz Zentrum München
Neue Biomarker für die Diagnostik
Es konnten 41 Peptide von 26 Proteinen bestimmt werden, die Kinder mit beziehungsweise ohne Autoantikörper voneinander unterscheiden. Die Auswertungen zeigen: Besonders viele dieser Proteine standen im Zusammenhang mit dem Fettstoffwechsel, wie die besonders auffälligen Proteine Apolipoprotein M und Apolipoprotein C-IV. Sie waren in den beiden Gruppen sehr unterschiedlich ausgeprägt.
Darüber hinaus war es bei Autoantikörper-positiven Kindern möglich, anhand der Peptidkonzentrationen von drei Proteinen (Hepatozyten-Wachstumsfaktor-Aktivator, Komplement-Faktor-H und Ceruloplasmin) in Kombination mit dem jeweiligen Alter der Kinder die Geschwindigkeit der Diabetesentwicklung besser einzuschätzen.
Die Forscher sind zuversichtlich, dass die gefundenen Proteinsignaturen als Biomarker für die künftige Diagnostik hilfreich sein werden. Das Fortschreiten von Typ-1-Diabetes zur klinischen Erkrankung erfolge über einen individuell variablen Zeitraum, der bisher unzureichend einschätzbar sei, so Prof. Ziegler. Die identifizierten Biomarker würden eine genauere Unterteilung dieser Phase vor dem Auftreten von Symptomen erlauben und seien durch Blutproben relativ leicht zu gewinnen.
Quelle: Helmholtz Zentrum München





