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  • Bisphenol A aus Plastikbehältnissen gefährdet Verbraucher nicht


Die Chemikalie Bisphenol A sorgte im Jahr 2008 wiederholt für Schlagzeilen. Der Grund: Sie kann in geringen Mengen aus Plastikflaschen, Getränkedosen und anderen Kunststoffprodukten in Lebensmittel übergehen. Berichte über gesundheitsgefährdende Wirkungen von Bisphenol A, insbesondere bei Säuglingen, wurden kontrovers diskutiert. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat sämtliche verfügbaren Daten überprüft und entwarnt: Die Menschen nehmen keine gesundheitsschädlichen Mengen an Bisphenol A durch die Ernährung auf. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) teilt diese Bewertung und sieht keine Gesundheitsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder, die Nahrung aus Plastikfläschchen zu sich nehmen.

Bisphenol A [BPA, 2,2-Bis(4-hydroxyphenyl)propan] ist Ausgangsstoff für die Herstellung von Polycarbonat und Epoxidphenolharzen und auch für Materialien mit Lebensmittelkontakt zugelassen. Polycarbonat ist weit verbreitet und befindet sich z. B. in Babyflaschen, Ess- und Mikrowellengeschirr, Aufbewahrungsgefäßen, Mehrwegflaschen und auffüllbaren Wasserbehältern. Der Kunststoff wird auch für Wasserleitungen verwendet. Mit Epoxidphenolharzen werden Getränke- und Konservendosen, Metalldeckel von Gläsern und Flaschen sowie Trinkwasserspeichertanks und Weinfässer beschichtet.

Aus diesen Kunststoffen bzw. Beschichtungen können geringe Mengen an BPA in Lebensmittel übergehen. Der Übergang findet auch statt, wenn das Material beschädigt ist oder sich zersetzt. Für die Abgabe von BPA aus Polycarbonat gibt es einen gesetzlich verbindlichen Grenzwert (0,6 mg pro kg Lebensmittel).

Im menschlichen Körper kann BPA östrogenähnlich auf das Hormonsystem wirken. Die akute Giftigkeit von BPA ist aber gering. Es gibt keine Hinweise auf eine Krebs auslösende Wirkung. BPA wird im menschlichen Körper rasch verstoffwechselt. Die Stoffwechselprodukte (Glucuronide, Sulfate) sind inaktiv und wasserlöslich, sie werden über die Niere ausgeschieden. Die Verstoffwechslung unterscheidet sich signifikant von der bei Nagern, die in einigen Studien zu BPA als Versuchstiere dienen. Nager bauen BPA z. B. wesentlich langsamer ab und scheiden es langsamer aus, so dass sie damit bei äquivalenter Dosis anfälliger für BPA-induzierte toxische Wirkungen sind als Menschen. Daher sind einige Studienergebnisse zu Wirkungen von niedrig dosiertem BPA bei Nagern nur eingeschränkt auf den Menschen übertragbar.

Im Jahr 2006 bewertete die EFSA nach anerkannten wissenschaftlichen Maßstäben das Risiko durch BPA für den Menschen. Sie leitete eine lebenslang ohne nennenswertes Risiko tolerierbare tägliche Aufnahmemenge (Tolerable Daily Intake, TDI) von 0,05 mg pro kg Körpergewicht ab. Gleichzeitig stellte sie fest, dass die tägliche ernährungsbedingte Exposition des Menschen mit BPA unter diesem Grenzwert liegt.

Besonderes Augenmerk richtete die EFSA auf Säuglinge und (Klein-)Kinder, da sie gemessen am Körpergewicht zu den Bevölkerungsgruppen mit der höchsten potenziellen ernährungsbedingten Belastung mit BPA zählen. Die geschätzten potenziellen Aufnahmemengen ("worst-case"-Szenarien) liegen auch für Säuglinge und (Klein-)Kinder weit unterhalb der TDI. Das BfR kommt nach sorgfältiger Prüfung aller Studien ebenfalls zu dem Ergebnis, dass für Säuglinge und Kleinkinder aus der üblichen Verwendung von Babyflaschen aus Polycarbonat keine gesundheitliche Gefahr durch BPA resultiert. Weitere Hintergrundinformationen sind auf der Internetseite der DGE zu finden. Quelle: DGE (16.02.09)





Die Chemikalie Bisphenol A sorgte im Jahr 2008 wiederholt für Schlagzeilen. Der Grund: Sie kann in geringen Mengen aus Plastikflaschen, Getränkedosen und anderen Kunststoffprodukten in Lebensmittel übergehen. Berichte über gesundheitsgefährdende Wirkungen von Bisphenol A, insbesondere bei Säuglingen, wurden kontrovers diskutiert. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat sämtliche verfügbaren Daten überprüft und entwarnt: Die Menschen nehmen keine gesundheitsschädlichen Mengen an Bisphenol A durch die Ernährung auf. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) teilt diese Bewertung und sieht keine Gesundheitsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder, die Nahrung aus Plastikfläschchen zu sich nehmen.

Bisphenol A [BPA, 2,2-Bis(4-hydroxyphenyl)propan] ist Ausgangsstoff für die Herstellung von Polycarbonat und Epoxidphenolharzen und auch für Materialien mit Lebensmittelkontakt zugelassen. Polycarbonat ist weit verbreitet und befindet sich z. B. in Babyflaschen, Ess- und Mikrowellengeschirr, Aufbewahrungsgefäßen, Mehrwegflaschen und auffüllbaren Wasserbehältern. Der Kunststoff wird auch für Wasserleitungen verwendet. Mit Epoxidphenolharzen werden Getränke- und Konservendosen, Metalldeckel von Gläsern und Flaschen sowie Trinkwasserspeichertanks und Weinfässer beschichtet.

Aus diesen Kunststoffen bzw. Beschichtungen können geringe Mengen an BPA in Lebensmittel übergehen. Der Übergang findet auch statt, wenn das Material beschädigt ist oder sich zersetzt. Für die Abgabe von BPA aus Polycarbonat gibt es einen gesetzlich verbindlichen Grenzwert (0,6 mg pro kg Lebensmittel).

Im menschlichen Körper kann BPA östrogenähnlich auf das Hormonsystem wirken. Die akute Giftigkeit von BPA ist aber gering. Es gibt keine Hinweise auf eine Krebs auslösende Wirkung. BPA wird im menschlichen Körper rasch verstoffwechselt. Die Stoffwechselprodukte (Glucuronide, Sulfate) sind inaktiv und wasserlöslich, sie werden über die Niere ausgeschieden. Die Verstoffwechslung unterscheidet sich signifikant von der bei Nagern, die in einigen Studien zu BPA als Versuchstiere dienen. Nager bauen BPA z. B. wesentlich langsamer ab und scheiden es langsamer aus, so dass sie damit bei äquivalenter Dosis anfälliger für BPA-induzierte toxische Wirkungen sind als Menschen. Daher sind einige Studienergebnisse zu Wirkungen von niedrig dosiertem BPA bei Nagern nur eingeschränkt auf den Menschen übertragbar.

Im Jahr 2006 bewertete die EFSA nach anerkannten wissenschaftlichen Maßstäben das Risiko durch BPA für den Menschen. Sie leitete eine lebenslang ohne nennenswertes Risiko tolerierbare tägliche Aufnahmemenge (Tolerable Daily Intake, TDI) von 0,05 mg pro kg Körpergewicht ab. Gleichzeitig stellte sie fest, dass die tägliche ernährungsbedingte Exposition des Menschen mit BPA unter diesem Grenzwert liegt.

Besonderes Augenmerk richtete die EFSA auf Säuglinge und (Klein-)Kinder, da sie gemessen am Körpergewicht zu den Bevölkerungsgruppen mit der höchsten potenziellen ernährungsbedingten Belastung mit BPA zählen. Die geschätzten potenziellen Aufnahmemengen ("worst-case"-Szenarien) liegen auch für Säuglinge und (Klein-)Kinder weit unterhalb der TDI. Das BfR kommt nach sorgfältiger Prüfung aller Studien ebenfalls zu dem Ergebnis, dass für Säuglinge und Kleinkinder aus der üblichen Verwendung von Babyflaschen aus Polycarbonat keine gesundheitliche Gefahr durch BPA resultiert. Weitere Hintergrundinformationen sind auf der Internetseite der DGE zu finden. Quelle: DGE (16.02.09)



Bisphenol A aus Plastikbehältnissen gefährdet Verbraucher nicht

Die Chemikalie Bisphenol A sorgte im Jahr 2008 wiederholt für Schlagzeilen. Der Grund: Sie kann in geringen Mengen aus Plastikflaschen, Getränkedosen und anderen Kunststoffprodukten in Lebensmittel übergehen. Berichte über gesundheitsgefährdende …

Die Chemikalie Bisphenol A sorgte im Jahr 2008 wiederholt für Schlagzeilen. Der Grund: Sie kann in geringen Mengen aus Plastikflaschen, Getränkedosen und anderen Kunststoffprodukten in Lebensmittel übergehen. Berichte über gesundheitsgefährdende Wirkungen von Bisphenol A, insbesondere bei Säuglingen, wurden kontrovers diskutiert. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat sämtliche verfügbaren Daten überprüft und entwarnt: Die Menschen nehmen keine gesundheitsschädlichen Mengen an Bisphenol A durch die Ernährung auf. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) teilt diese Bewertung und sieht keine Gesundheitsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder, die Nahrung aus Plastikfläschchen zu sich nehmen.

Bisphenol A [BPA, 2,2-Bis(4-hydroxyphenyl)propan] ist Ausgangsstoff für die Herstellung von Polycarbonat und Epoxidphenolharzen und auch für Materialien mit Lebensmittelkontakt zugelassen. Polycarbonat ist weit verbreitet und befindet sich z. B. in Babyflaschen, Ess- und Mikrowellengeschirr, Aufbewahrungsgefäßen, Mehrwegflaschen und auffüllbaren Wasserbehältern. Der Kunststoff wird auch für Wasserleitungen verwendet. Mit Epoxidphenolharzen werden Getränke- und Konservendosen, Metalldeckel von Gläsern und Flaschen sowie Trinkwasserspeichertanks und Weinfässer beschichtet.

Aus diesen Kunststoffen bzw. Beschichtungen können geringe Mengen an BPA in Lebensmittel übergehen. Der Übergang findet auch statt, wenn das Material beschädigt ist oder sich zersetzt. Für die Abgabe von BPA aus Polycarbonat gibt es einen gesetzlich verbindlichen Grenzwert (0,6 mg pro kg Lebensmittel).

Im menschlichen Körper kann BPA östrogenähnlich auf das Hormonsystem wirken. Die akute Giftigkeit von BPA ist aber gering. Es gibt keine Hinweise auf eine Krebs auslösende Wirkung. BPA wird im menschlichen Körper rasch verstoffwechselt. Die Stoffwechselprodukte (Glucuronide, Sulfate) sind inaktiv und wasserlöslich, sie werden über die Niere ausgeschieden. Die Verstoffwechslung unterscheidet sich signifikant von der bei Nagern, die in einigen Studien zu BPA als Versuchstiere dienen. Nager bauen BPA z. B. wesentlich langsamer ab und scheiden es langsamer aus, so dass sie damit bei äquivalenter Dosis anfälliger für BPA-induzierte toxische Wirkungen sind als Menschen. Daher sind einige Studienergebnisse zu Wirkungen von niedrig dosiertem BPA bei Nagern nur eingeschränkt auf den Menschen übertragbar.

Im Jahr 2006 bewertete die EFSA nach anerkannten wissenschaftlichen Maßstäben das Risiko durch BPA für den Menschen. Sie leitete eine lebenslang ohne nennenswertes Risiko tolerierbare tägliche Aufnahmemenge (Tolerable Daily Intake, TDI) von 0,05 mg pro kg Körpergewicht ab. Gleichzeitig stellte sie fest, dass die tägliche ernährungsbedingte Exposition des Menschen mit BPA unter diesem Grenzwert liegt.

Besonderes Augenmerk richtete die EFSA auf Säuglinge und (Klein-)Kinder, da sie gemessen am Körpergewicht zu den Bevölkerungsgruppen mit der höchsten potenziellen ernährungsbedingten Belastung mit BPA zählen. Die geschätzten potenziellen Aufnahmemengen (“worst-case”-Szenarien) liegen auch für Säuglinge und (Klein-)Kinder weit unterhalb der TDI. Das BfR kommt nach sorgfältiger Prüfung aller Studien ebenfalls zu dem Ergebnis, dass für Säuglinge und Kleinkinder aus der üblichen Verwendung von Babyflaschen aus Polycarbonat keine gesundheitliche Gefahr durch BPA resultiert. Weitere Hintergrundinformationen sind auf der Internetseite der DGE zu finden. Quelle: DGE (16.02.09)

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Veröffentlicht: 16.02.2009

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