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  • Cholesterinsenkende Lebensmittel – häufig ohne Grund verzehrt


Margarine, fettarme Milch oder Joghurt - der Umsatz mit cholesterinsenkenden Produkten ist groß. Verantwortlich für die cholesterinsenkende Wirkung sind die Pflanzensterine. Sie senken den Cholesterinspiegel, indem sie die Aufnahme von Nahrungscholesterin aus dem Darm behindern.

Durch 1–2 g Sterine täglich kann der Cholesterinwert im Blut bis zu 10 % fallen, eine Erhöhung der Dosis bringt keine Effektsteigerung. Bei täglichem Verzehr wirksamer Mengen an Pflanzensterinen wird allerdings auch die Aufnahme einiger Carotinoide und fettlöslicher Vitamine aus der Nahrung verringert, was sich aber durch einen höheren Konsum von Obst und Gemüse individuell ausgleichen lässt.

Schwerwiegende Gesundheitsschäden durch den Verzehr von Produkten mit Pflanzensterinen sind bislang nicht bekannt, doch ob die langfristige Einnahme ein Gesundheitsrisiko birgt, ist nicht abschließend geklärt. Die europäische wissenschaftliche Behörde für Lebensmittelsicherheit (SCF/EFSA) empfiehlt deshalb vorsorglich maximal 3 g Sterine pro Tag aufzunehmen. Kinder unter 5 Jahren sowie Schwangere und Stillende sollten Produkte mit Pflanzensterinen gar nicht verzehren.

Eine bundesweite Umfrage der Verbraucherzentralen und des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) von 1000 Konsumenten cholesterinsenkender Lebensmittel hat ergeben, dass diese meistens ohne Grund und ohne ärztliche Rücksprache verzehrt werden. Fast die Hälfte der Käufer hat keinen nachgewiesenen erhöhten Cholesterinspiegel.

Personen, die wegen ihres erhöhten Cholesterinspiegels in ärztlicher Behandlung sind, konsumieren diese Lebensmittel ebenfalls oft ohne Rücksprache mit ihrem Arzt, obwohl das auf den Packungen ausdrücklich angeraten wird. Sie riskieren damit unerwünschte gesundheitliche Wirkungen. Nur jeder 7. Konsument folgt beim Kauf der Cholesterin-Senker einer Empfehlung seines Arztes oder Apothekers – jeder vierte hingegen ist motiviert durch die Werbung der Hersteller. Nur einem Viertel der Käufer ist bekannt, dass diese Lebensmittel nicht von allen Menschen gegessen werden sollten.

Angesichts des wachsenden Marktes entsprechender Produkte und offener Fragen zu möglichen Langzeitwirkungen fordern die Verbraucherzentralen politische Konsequenzen: Cholesterinsenkende Lebensmittel müssten mit deutlichen Warnhinweisen versehen sein. Geschäfte sollten Lebensmittel mit medizinischem Zusatznutzen außerdem separat vom übrigen Sortiment präsentieren. Für die Verbraucher solle klar sein, dass es sich nicht beliebige Fitness- oder Light-Produkte handle, sondern um Produkte, die wie Arzneimittel funktionieren. Für die Sicherheitsbewertung und damit die Genehmigung weiterer Produkte sei ein wissenschaftliches Gesamtkonzept erforderlich.

Die Kurzfassung der Studie und Hintergrundinformationen sind auf der Homepage der Verbraucherzentrale unter www.vzbv.de veröffentlicht. (17.03.08)





Margarine, fettarme Milch oder Joghurt - der Umsatz mit cholesterinsenkenden Produkten ist groß. Verantwortlich für die cholesterinsenkende Wirkung sind die Pflanzensterine. Sie senken den Cholesterinspiegel, indem sie die Aufnahme von Nahrungscholesterin aus dem Darm behindern.

Durch 1–2 g Sterine täglich kann der Cholesterinwert im Blut bis zu 10 % fallen, eine Erhöhung der Dosis bringt keine Effektsteigerung. Bei täglichem Verzehr wirksamer Mengen an Pflanzensterinen wird allerdings auch die Aufnahme einiger Carotinoide und fettlöslicher Vitamine aus der Nahrung verringert, was sich aber durch einen höheren Konsum von Obst und Gemüse individuell ausgleichen lässt.

Schwerwiegende Gesundheitsschäden durch den Verzehr von Produkten mit Pflanzensterinen sind bislang nicht bekannt, doch ob die langfristige Einnahme ein Gesundheitsrisiko birgt, ist nicht abschließend geklärt. Die europäische wissenschaftliche Behörde für Lebensmittelsicherheit (SCF/EFSA) empfiehlt deshalb vorsorglich maximal 3 g Sterine pro Tag aufzunehmen. Kinder unter 5 Jahren sowie Schwangere und Stillende sollten Produkte mit Pflanzensterinen gar nicht verzehren.

Eine bundesweite Umfrage der Verbraucherzentralen und des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) von 1000 Konsumenten cholesterinsenkender Lebensmittel hat ergeben, dass diese meistens ohne Grund und ohne ärztliche Rücksprache verzehrt werden. Fast die Hälfte der Käufer hat keinen nachgewiesenen erhöhten Cholesterinspiegel.

Personen, die wegen ihres erhöhten Cholesterinspiegels in ärztlicher Behandlung sind, konsumieren diese Lebensmittel ebenfalls oft ohne Rücksprache mit ihrem Arzt, obwohl das auf den Packungen ausdrücklich angeraten wird. Sie riskieren damit unerwünschte gesundheitliche Wirkungen. Nur jeder 7. Konsument folgt beim Kauf der Cholesterin-Senker einer Empfehlung seines Arztes oder Apothekers – jeder vierte hingegen ist motiviert durch die Werbung der Hersteller. Nur einem Viertel der Käufer ist bekannt, dass diese Lebensmittel nicht von allen Menschen gegessen werden sollten.

Angesichts des wachsenden Marktes entsprechender Produkte und offener Fragen zu möglichen Langzeitwirkungen fordern die Verbraucherzentralen politische Konsequenzen: Cholesterinsenkende Lebensmittel müssten mit deutlichen Warnhinweisen versehen sein. Geschäfte sollten Lebensmittel mit medizinischem Zusatznutzen außerdem separat vom übrigen Sortiment präsentieren. Für die Verbraucher solle klar sein, dass es sich nicht beliebige Fitness- oder Light-Produkte handle, sondern um Produkte, die wie Arzneimittel funktionieren. Für die Sicherheitsbewertung und damit die Genehmigung weiterer Produkte sei ein wissenschaftliches Gesamtkonzept erforderlich.

Die Kurzfassung der Studie und Hintergrundinformationen sind auf der Homepage der Verbraucherzentrale unter www.vzbv.de veröffentlicht. (17.03.08)



Cholesterinsenkende Lebensmittel – häufig ohne Grund verzehrt

Margarine, fettarme Milch oder Joghurt - der Umsatz mit cholesterinsenkenden Produkten ist groß. Verantwortlich für die cholesterinsenkende Wirkung sind die Pflanzensterine. Sie senken den Cholesterinspiegel, indem sie die Aufnahme von …

Margarine, fettarme Milch oder Joghurt – der Umsatz mit cholesterinsenkenden Produkten ist groß. Verantwortlich für die cholesterinsenkende Wirkung sind die Pflanzensterine. Sie senken den Cholesterinspiegel, indem sie die Aufnahme von Nahrungscholesterin aus dem Darm behindern.

Durch 1–2 g Sterine täglich kann der Cholesterinwert im Blut bis zu 10 % fallen, eine Erhöhung der Dosis bringt keine Effektsteigerung. Bei täglichem Verzehr wirksamer Mengen an Pflanzensterinen wird allerdings auch die Aufnahme einiger Carotinoide und fettlöslicher Vitamine aus der Nahrung verringert, was sich aber durch einen höheren Konsum von Obst und Gemüse individuell ausgleichen lässt.

Schwerwiegende Gesundheitsschäden durch den Verzehr von Produkten mit Pflanzensterinen sind bislang nicht bekannt, doch ob die langfristige Einnahme ein Gesundheitsrisiko birgt, ist nicht abschließend geklärt. Die europäische wissenschaftliche Behörde für Lebensmittelsicherheit (SCF/EFSA) empfiehlt deshalb vorsorglich maximal 3 g Sterine pro Tag aufzunehmen. Kinder unter 5 Jahren sowie Schwangere und Stillende sollten Produkte mit Pflanzensterinen gar nicht verzehren.

Eine bundesweite Umfrage der Verbraucherzentralen und des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) von 1000 Konsumenten cholesterinsenkender Lebensmittel hat ergeben, dass diese meistens ohne Grund und ohne ärztliche Rücksprache verzehrt werden. Fast die Hälfte der Käufer hat keinen nachgewiesenen erhöhten Cholesterinspiegel.

Personen, die wegen ihres erhöhten Cholesterinspiegels in ärztlicher Behandlung sind, konsumieren diese Lebensmittel ebenfalls oft ohne Rücksprache mit ihrem Arzt, obwohl das auf den Packungen ausdrücklich angeraten wird. Sie riskieren damit unerwünschte gesundheitliche Wirkungen. Nur jeder 7. Konsument folgt beim Kauf der Cholesterin-Senker einer Empfehlung seines Arztes oder Apothekers – jeder vierte hingegen ist motiviert durch die Werbung der Hersteller. Nur einem Viertel der Käufer ist bekannt, dass diese Lebensmittel nicht von allen Menschen gegessen werden sollten.

Angesichts des wachsenden Marktes entsprechender Produkte und offener Fragen zu möglichen Langzeitwirkungen fordern die Verbraucherzentralen politische Konsequenzen: Cholesterinsenkende Lebensmittel müssten mit deutlichen Warnhinweisen versehen sein. Geschäfte sollten Lebensmittel mit medizinischem Zusatznutzen außerdem separat vom übrigen Sortiment präsentieren. Für die Verbraucher solle klar sein, dass es sich nicht beliebige Fitness- oder Light-Produkte handle, sondern um Produkte, die wie Arzneimittel funktionieren. Für die Sicherheitsbewertung und damit die Genehmigung weiterer Produkte sei ein wissenschaftliches Gesamtkonzept erforderlich.

Die Kurzfassung der Studie und Hintergrundinformationen sind auf der Homepage der Verbraucherzentrale unter www.vzbv.de veröffentlicht. (17.03.08)

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Veröffentlicht: 17.03.2008

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