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  • Demenz – Neuer Wirkstoff bremst Alzheimer im Tierversuch


Weltweit suchen Wissenschaftler nach Therapien für Alzheimer. Eine Gruppe deutscher Forscher um den Biochemiker Prof. Hans-Ulrich DEMUTH hat nun einen Wirkstoff entwickelt, der die gefährlichen Ablagerungen im Gehirn weitgehend verhindert, zumindest im Tierversuch.

Das Forscherteam verfolgt einen neuen Ansatz: die Blockade des Enzyms Glutaminylzyklase (QC). Dieses Enzym kommt der Studie zufolge im Gehirn von Alzheimer-Patienten gehäuft vor. Dort ist es für die Bildung einer Peptid-Variante verantwortlich, die die Entstehung der für Alzheimer typischen Plaques im Gehirn der Kranken anregt.

Mit der neuen Methode sind bei Nagetieren deutliche Verbesserungen der Krankheit ereicht worden. Die Ablagerungen konnten um bis zu 80 % reduziert werden. Zudem waren keine Nebenwirkungen des Wirkstoffs festzustellen. Ganz im Gegenteil: Er hat bei den behandelten Tiere zu einer wesentlich besseren Gedächtnisleitung geführt.

Nach Aussage von DEMUTH gibt es überzeugende Belege dafür, dass eine bestimmte Variante eines Amyloid-β-Peptids (Aβ-Peptid) eine wesentliche Rolle bei der Alzheimerschen Erkrankung spielt. Das Enzym QC bewirkt eine Veränderung des Peptids, wodurch es seine Ladung verliert, damit hydrophobisch wird und nur schwer abgebaut werden kann. Gleichzeitig zeigt es eine starke Neigung zur Verklumpung. Das Auftreten der Variante steht in direktem Zusammenhang mit dem Grad der Demenz bei Alzheimer-Patienten und bei Tieren mit dem Verlust von Neuronen. Während Plaques im Hirn von nicht dementen älteren Menschen vorwiegend aus normalen Aβ-Peptiden bestehen, findet man bei Alzheimer-Patienten zum größten Teil die veränderten Peptide.

Das Pharmaunternehmen Probiodrug, das an der Studie maßgeblich beteiligt war, ist überzeugt, einen ursächlichen Mechanismus entdeckt zu haben, der die Zerstörung und den Abbau von Nervenzellen im Hirn von Alzheimer-Patienten erklärt. Quellen: Schilling S et al. (2008) Glutaminyl cyclase inhibition attenuates pyroglutamate A and Alzheimer’s disease–like pathology. Nature Medicine, Onlineveröffentlichung vom 28.09.2008; Probiodrug, Meldung vom 28.09.08 (17.10.08)





Weltweit suchen Wissenschaftler nach Therapien für Alzheimer. Eine Gruppe deutscher Forscher um den Biochemiker Prof. Hans-Ulrich DEMUTH hat nun einen Wirkstoff entwickelt, der die gefährlichen Ablagerungen im Gehirn weitgehend verhindert, zumindest im Tierversuch.

Das Forscherteam verfolgt einen neuen Ansatz: die Blockade des Enzyms Glutaminylzyklase (QC). Dieses Enzym kommt der Studie zufolge im Gehirn von Alzheimer-Patienten gehäuft vor. Dort ist es für die Bildung einer Peptid-Variante verantwortlich, die die Entstehung der für Alzheimer typischen Plaques im Gehirn der Kranken anregt.

Mit der neuen Methode sind bei Nagetieren deutliche Verbesserungen der Krankheit ereicht worden. Die Ablagerungen konnten um bis zu 80 % reduziert werden. Zudem waren keine Nebenwirkungen des Wirkstoffs festzustellen. Ganz im Gegenteil: Er hat bei den behandelten Tiere zu einer wesentlich besseren Gedächtnisleitung geführt.

Nach Aussage von DEMUTH gibt es überzeugende Belege dafür, dass eine bestimmte Variante eines Amyloid-β-Peptids (Aβ-Peptid) eine wesentliche Rolle bei der Alzheimerschen Erkrankung spielt. Das Enzym QC bewirkt eine Veränderung des Peptids, wodurch es seine Ladung verliert, damit hydrophobisch wird und nur schwer abgebaut werden kann. Gleichzeitig zeigt es eine starke Neigung zur Verklumpung. Das Auftreten der Variante steht in direktem Zusammenhang mit dem Grad der Demenz bei Alzheimer-Patienten und bei Tieren mit dem Verlust von Neuronen. Während Plaques im Hirn von nicht dementen älteren Menschen vorwiegend aus normalen Aβ-Peptiden bestehen, findet man bei Alzheimer-Patienten zum größten Teil die veränderten Peptide.

Das Pharmaunternehmen Probiodrug, das an der Studie maßgeblich beteiligt war, ist überzeugt, einen ursächlichen Mechanismus entdeckt zu haben, der die Zerstörung und den Abbau von Nervenzellen im Hirn von Alzheimer-Patienten erklärt. Quellen: Schilling S et al. (2008) Glutaminyl cyclase inhibition attenuates pyroglutamate A and Alzheimer’s disease–like pathology. Nature Medicine, Onlineveröffentlichung vom 28.09.2008; Probiodrug, Meldung vom 28.09.08 (17.10.08)



Demenz – Neuer Wirkstoff bremst Alzheimer im Tierversuch

Weltweit suchen Wissenschaftler nach Therapien für Alzheimer. Eine Gruppe deutscher Forscher um den Biochemiker Prof. Hans-Ulrich DEMUTH hat nun einen Wirkstoff entwickelt, der die gefährlichen Ablagerungen im Gehirn weitgehend verhindert, …

Weltweit suchen Wissenschaftler nach Therapien für Alzheimer. Eine Gruppe deutscher Forscher um den Biochemiker Prof. Hans-Ulrich DEMUTH hat nun einen Wirkstoff entwickelt, der die gefährlichen Ablagerungen im Gehirn weitgehend verhindert, zumindest im Tierversuch.

Das Forscherteam verfolgt einen neuen Ansatz: die Blockade des Enzyms Glutaminylzyklase (QC). Dieses Enzym kommt der Studie zufolge im Gehirn von Alzheimer-Patienten gehäuft vor. Dort ist es für die Bildung einer Peptid-Variante verantwortlich, die die Entstehung der für Alzheimer typischen Plaques im Gehirn der Kranken anregt.

Mit der neuen Methode sind bei Nagetieren deutliche Verbesserungen der Krankheit ereicht worden. Die Ablagerungen konnten um bis zu 80 % reduziert werden. Zudem waren keine Nebenwirkungen des Wirkstoffs festzustellen. Ganz im Gegenteil: Er hat bei den behandelten Tiere zu einer wesentlich besseren Gedächtnisleitung geführt.

Nach Aussage von DEMUTH gibt es überzeugende Belege dafür, dass eine bestimmte Variante eines Amyloid-β-Peptids (Aβ-Peptid) eine wesentliche Rolle bei der Alzheimerschen Erkrankung spielt. Das Enzym QC bewirkt eine Veränderung des Peptids, wodurch es seine Ladung verliert, damit hydrophobisch wird und nur schwer abgebaut werden kann. Gleichzeitig zeigt es eine starke Neigung zur Verklumpung. Das Auftreten der Variante steht in direktem Zusammenhang mit dem Grad der Demenz bei Alzheimer-Patienten und bei Tieren mit dem Verlust von Neuronen. Während Plaques im Hirn von nicht dementen älteren Menschen vorwiegend aus normalen Aβ-Peptiden bestehen, findet man bei Alzheimer-Patienten zum größten Teil die veränderten Peptide.

Das Pharmaunternehmen Probiodrug, das an der Studie maßgeblich beteiligt war, ist überzeugt, einen ursächlichen Mechanismus entdeckt zu haben, der die Zerstörung und den Abbau von Nervenzellen im Hirn von Alzheimer-Patienten erklärt. Quellen: Schilling S et al. (2008) Glutaminyl cyclase inhibition attenuates pyroglutamate A and Alzheimer’s disease–like pathology. Nature Medicine, Onlineveröffentlichung vom 28.09.2008; Probiodrug, Meldung vom 28.09.08 (17.10.08)

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Veröffentlicht: 17.10.2008

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