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  • Der Essalltag von morgen – Endstation Schlaraffenland?


Eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen ist, unseren Essalltag der Zukunft zu bewältigen. Zu diesem Fazit kommt das 6. Symposium des Internationalen Arbeitskreises für Kulturforschung des Essens, das vom 21.-23. Juni 2009 auf Einladung der Dr. Rainer Wild-Stiftung, Stiftung für gesunde Ernährung, in Heidelberg stattfand.

Gründe hierfür sind vor allem gesteigerte und auch neue Anforderungen: Essen muss nicht nur schmecken und satt machen, sondern es soll gesund, ökologisch, sozial verträglich und außerdem bezahlbar sein; mehr denn je muss es Genuss, Entspannung oder Unterhaltung bieten und zunehmend die Geborgenheit der Familie ersetzen. Der interdisziplinär zusammengesetzte Kreis von rund 40 Wissenschaftlern erwartet, dass sich bereits heute zu beobachtende Trends in absehbarer Zukunft zu echten Problemen entwickeln.

So die bereits jetzt prekäre Versorgungssituation einzelner Personengruppen wie von Kindern, Berufstätigen, alleinstehenden Männern oder alten Menschen, die Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit bei der Lebensmittelauswahl und den Mahlzeiten, das steigende Übergewicht vieler Menschen oder die eng mit der sozialen Lage verbundene Schere des Gesundheitszustandes, die sich weiter öffnet.

Ursachen für diese sich verschärfende Problemlage sind veränderte Familien- und Sozialstrukturen, neue Freiheiten, aber auch neue Zwänge sowie die durch das sinkende Praxiswissen eingeschränkten Handlungsspielräume des Einzelnen, z. B. in der eigenen Küche. Die Wissenschaftler fordern einen breiten gesellschaftlichen Konsens, der neue Leitbilder, Gestaltungsräume und Ziele für das Essen und Trinken entwickelt. Eine klare Ernährungs- und Verbraucherpolitik, ein Bekenntnis zur interdisziplinären Ernährungsforschung sowie das Angebot einer breiten Ernährungs- und Verbraucherbildung sind dringend notwendig. Denn nur so können neue Strukturen geschaffen und neue Orientierungshilfen angeboten werden, die die Menschen in ihrem Essalltag entlasten. „Der Staat hat eine Fürsorgepflicht, nicht nur im Straßenverkehr, sondern auch, wenn es um die Rahmenbedingungen für das Essen und Trinken seiner Bürger geht“, so Tagungsleiter und Ernährungspsychologe Prof. Dr. Volker PUDEL aus Göttingen.

Der Internationale Arbeitskreis für Kulturforschung des Essens, an dem Personen aus Wissenschaft und Wirtschaft aktiv beteiligt sind, beschäftigt sich mit Fragen rund um Essen und Trinken. Mit seinen interdisziplinären Aktivitäten will der Arbeitskreis helfen, aktuelle und zukünftige Ernährungsprobleme zu lösen und die Öffentlichkeit auf die entscheidende Bedeutung von Essen und Trinken für die Lebensqualität aufmerksam zu machen. Getragen wird der 1994 gegründete Arbeitskreis von der Dr. Rainer Wild-Stiftung, Heidelberg. Quelle: Internationaler Arbeitskreises für Kulturforschung des Essens, Geschäftsstelle, Nicole Schmitt, Dr. Rainer Wild-Stiftung, Mittelgewannweg 10, 69123 Heidelberg (24.07.09)





Eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen ist, unseren Essalltag der Zukunft zu bewältigen. Zu diesem Fazit kommt das 6. Symposium des Internationalen Arbeitskreises für Kulturforschung des Essens, das vom 21.-23. Juni 2009 auf Einladung der Dr. Rainer Wild-Stiftung, Stiftung für gesunde Ernährung, in Heidelberg stattfand.

Gründe hierfür sind vor allem gesteigerte und auch neue Anforderungen: Essen muss nicht nur schmecken und satt machen, sondern es soll gesund, ökologisch, sozial verträglich und außerdem bezahlbar sein; mehr denn je muss es Genuss, Entspannung oder Unterhaltung bieten und zunehmend die Geborgenheit der Familie ersetzen. Der interdisziplinär zusammengesetzte Kreis von rund 40 Wissenschaftlern erwartet, dass sich bereits heute zu beobachtende Trends in absehbarer Zukunft zu echten Problemen entwickeln.

So die bereits jetzt prekäre Versorgungssituation einzelner Personengruppen wie von Kindern, Berufstätigen, alleinstehenden Männern oder alten Menschen, die Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit bei der Lebensmittelauswahl und den Mahlzeiten, das steigende Übergewicht vieler Menschen oder die eng mit der sozialen Lage verbundene Schere des Gesundheitszustandes, die sich weiter öffnet.

Ursachen für diese sich verschärfende Problemlage sind veränderte Familien- und Sozialstrukturen, neue Freiheiten, aber auch neue Zwänge sowie die durch das sinkende Praxiswissen eingeschränkten Handlungsspielräume des Einzelnen, z. B. in der eigenen Küche. Die Wissenschaftler fordern einen breiten gesellschaftlichen Konsens, der neue Leitbilder, Gestaltungsräume und Ziele für das Essen und Trinken entwickelt. Eine klare Ernährungs- und Verbraucherpolitik, ein Bekenntnis zur interdisziplinären Ernährungsforschung sowie das Angebot einer breiten Ernährungs- und Verbraucherbildung sind dringend notwendig. Denn nur so können neue Strukturen geschaffen und neue Orientierungshilfen angeboten werden, die die Menschen in ihrem Essalltag entlasten. „Der Staat hat eine Fürsorgepflicht, nicht nur im Straßenverkehr, sondern auch, wenn es um die Rahmenbedingungen für das Essen und Trinken seiner Bürger geht“, so Tagungsleiter und Ernährungspsychologe Prof. Dr. Volker PUDEL aus Göttingen.

Der Internationale Arbeitskreis für Kulturforschung des Essens, an dem Personen aus Wissenschaft und Wirtschaft aktiv beteiligt sind, beschäftigt sich mit Fragen rund um Essen und Trinken. Mit seinen interdisziplinären Aktivitäten will der Arbeitskreis helfen, aktuelle und zukünftige Ernährungsprobleme zu lösen und die Öffentlichkeit auf die entscheidende Bedeutung von Essen und Trinken für die Lebensqualität aufmerksam zu machen. Getragen wird der 1994 gegründete Arbeitskreis von der Dr. Rainer Wild-Stiftung, Heidelberg. Quelle: Internationaler Arbeitskreises für Kulturforschung des Essens, Geschäftsstelle, Nicole Schmitt, Dr. Rainer Wild-Stiftung, Mittelgewannweg 10, 69123 Heidelberg (24.07.09)



Der Essalltag von morgen – Endstation Schlaraffenland?

Eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen ist, unseren Essalltag der Zukunft zu bewältigen. Zu diesem Fazit kommt das 6. Symposium des Internationalen Arbeitskreises für Kulturforschung des Essens, das vom 21.-23. Juni …

Eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen ist, unseren Essalltag der Zukunft zu bewältigen. Zu diesem Fazit kommt das 6. Symposium des Internationalen Arbeitskreises für Kulturforschung des Essens, das vom 21.-23. Juni 2009 auf Einladung der Dr. Rainer Wild-Stiftung, Stiftung für gesunde Ernährung, in Heidelberg stattfand.

Gründe hierfür sind vor allem gesteigerte und auch neue Anforderungen: Essen muss nicht nur schmecken und satt machen, sondern es soll gesund, ökologisch, sozial verträglich und außerdem bezahlbar sein; mehr denn je muss es Genuss, Entspannung oder Unterhaltung bieten und zunehmend die Geborgenheit der Familie ersetzen. Der interdisziplinär zusammengesetzte Kreis von rund 40 Wissenschaftlern erwartet, dass sich bereits heute zu beobachtende Trends in absehbarer Zukunft zu echten Problemen entwickeln.

So die bereits jetzt prekäre Versorgungssituation einzelner Personengruppen wie von Kindern, Berufstätigen, alleinstehenden Männern oder alten Menschen, die Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit bei der Lebensmittelauswahl und den Mahlzeiten, das steigende Übergewicht vieler Menschen oder die eng mit der sozialen Lage verbundene Schere des Gesundheitszustandes, die sich weiter öffnet.

Ursachen für diese sich verschärfende Problemlage sind veränderte Familien- und Sozialstrukturen, neue Freiheiten, aber auch neue Zwänge sowie die durch das sinkende Praxiswissen eingeschränkten Handlungsspielräume des Einzelnen, z. B. in der eigenen Küche. Die Wissenschaftler fordern einen breiten gesellschaftlichen Konsens, der neue Leitbilder, Gestaltungsräume und Ziele für das Essen und Trinken entwickelt. Eine klare Ernährungs- und Verbraucherpolitik, ein Bekenntnis zur interdisziplinären Ernährungsforschung sowie das Angebot einer breiten Ernährungs- und Verbraucherbildung sind dringend notwendig. Denn nur so können neue Strukturen geschaffen und neue Orientierungshilfen angeboten werden, die die Menschen in ihrem Essalltag entlasten. „Der Staat hat eine Fürsorgepflicht, nicht nur im Straßenverkehr, sondern auch, wenn es um die Rahmenbedingungen für das Essen und Trinken seiner Bürger geht“, so Tagungsleiter und Ernährungspsychologe Prof. Dr. Volker PUDEL aus Göttingen.

Der Internationale Arbeitskreis für Kulturforschung des Essens, an dem Personen aus Wissenschaft und Wirtschaft aktiv beteiligt sind, beschäftigt sich mit Fragen rund um Essen und Trinken. Mit seinen interdisziplinären Aktivitäten will der Arbeitskreis helfen, aktuelle und zukünftige Ernährungsprobleme zu lösen und die Öffentlichkeit auf die entscheidende Bedeutung von Essen und Trinken für die Lebensqualität aufmerksam zu machen. Getragen wird der 1994 gegründete Arbeitskreis von der Dr. Rainer Wild-Stiftung, Heidelberg. Quelle: Internationaler Arbeitskreises für Kulturforschung des Essens, Geschäftsstelle, Nicole Schmitt, Dr. Rainer Wild-Stiftung, Mittelgewannweg 10, 69123 Heidelberg (24.07.09)

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Veröffentlicht: 24.07.2009

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