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  • diabetesDE fordert Blutzucker-Suchtest für alle Schwangeren


Bild: © M&S Fotodesign/Fotolia Fast 24 000 Schwangere entwickelten 2010 einen Gestationsdiabetes (GDM). GDM wird in Deutschland in mehr als 50 Prozent der Fälle übersehen. Dabei zählt Gestationsdiabetes zu den häufigsten Schwangerschaftskomplikationen und ist abhängig vom Alter und Körpergewicht der werdenden Mutter. Unbehandelt bestehen für betroffene Frauen und ihre Kinder erhöhte Kurz- und Langzeitrisiken.

So können Babys von Frauen mit Gestationsdiabetes bei der Geburt überdurchschnittlich groß und schwer sein oder die Mütter Diabetes Typ 2 entwickeln. Eine bessere Früherkennung des GDM durch Blutzuckertests wäre möglich. Sie sind in Deutschland bislang jedoch nicht in den Mutterschaftsrichtlinien enthalten. Darauf weist diabetesDE hin.

Gestationsdiabetes (GDM) ist definiert als eine Glukosetoleranzstörung, die erstmals während einer Schwangerschaft festgestellt wird. GDM kann bei Schwangeren unter anderem gehäuft zu Kaiserschnittentbindungen und vorzeitigen Geburtseinleitungen führen. „Außerdem neigen Kinder von Müttern mit GDM schon früh in der Jugend und im jungen Erwachsenenalter zu Übergewicht, Fettsucht, Diabetes oder zum metabolischen Syndrom“, sagt Privatdozentin Dr. med. Ute Schäfer-Graf, Oberärztin am Berliner Diabeteszentrum für Schwangere, Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, St. Joseph Krankenhaus, Berlin. Die Gynäkologin und Diabetologin hat gemeinsam mit neun weiteren Autoren die neue „Evidenzbasierte Leitlinie zu Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Gestationsdiabetes mellitus (GDM)“ überarbeitet, die die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) vor wenigen Tagen herausgegeben hat.

Mütter mit Gestationsdiabetes haben nach der Geburt ein sehr hohes Diabetesrisiko: „Bis zu 60 Prozent der Betroffenen erkranken innerhalb von zehn Jahren nach der Schwangerschaft mit einem GDM an Diabetes Typ 2“, erläutert Dr. Schäfer-Graf. GDM macht den Betroffenen keine Beschwerden, weshalb gezielt darauf getestet werden muss. In den Mutterschaftsrichtlinien, die den verbindlichen Betreuungsstandard der Schwangeren in Deutschland abbilden, ist Gestationsdiabetes nicht enthalten, im Mutterpass ist er als mögliche Komplikation aufgeführt. Schwangeren wird bislang ein Urinzucker-Streifentest angeboten, bei dem jedoch viele GDM-Fälle übersehen werden.

Ein Blutzucker-Suchtest für alle Schwangeren, eine zeitnahe Behandlung und Nachbetreuung betroffener Schwangerer könnte die gesundheitlichen Risiken für Mutter und Kind verringern. „Studien zeigten, dass durch die frühzeitige Entdeckung und Behandlung eines Gestationsdiabetes die Rate an Neugeborenen-Todesfällen, Steckenbleiben der Kinder im Geburtskanal sowie die damit zusammenhängenden Knochenbrüche und Armnervenlähmungen bedeutsam gesenkt werden konnten“, so Schäfer-Graf.

Auch wenn der Zuckerbelastungstest, mit dem ein Gestationsdiabetes erkannt wird, noch nicht als Routineuntersuchung allen Schwangeren zusteht, so ist er jedoch bei Schwangeren mit Risikofaktoren für Diabetes seit langem medizinischer Standard. Das betrifft insbesondere Schwangere mit Übergewicht, Diabetes in der Familie oder in einer früheren Schwangerschaft, Erkrankungen oder bei Einnahme von Medikamenten, die einen negativen Einfluss auf den Zuckerstoffwechsel haben. Quelle: Pressemitteilung diabetesDE vom 18.08.11 (24.08.11)





Bild: © M&S Fotodesign/Fotolia Fast 24 000 Schwangere entwickelten 2010 einen Gestationsdiabetes (GDM). GDM wird in Deutschland in mehr als 50 Prozent der Fälle übersehen. Dabei zählt Gestationsdiabetes zu den häufigsten Schwangerschaftskomplikationen und ist abhängig vom Alter und Körpergewicht der werdenden Mutter. Unbehandelt bestehen für betroffene Frauen und ihre Kinder erhöhte Kurz- und Langzeitrisiken.

So können Babys von Frauen mit Gestationsdiabetes bei der Geburt überdurchschnittlich groß und schwer sein oder die Mütter Diabetes Typ 2 entwickeln. Eine bessere Früherkennung des GDM durch Blutzuckertests wäre möglich. Sie sind in Deutschland bislang jedoch nicht in den Mutterschaftsrichtlinien enthalten. Darauf weist diabetesDE hin.

Gestationsdiabetes (GDM) ist definiert als eine Glukosetoleranzstörung, die erstmals während einer Schwangerschaft festgestellt wird. GDM kann bei Schwangeren unter anderem gehäuft zu Kaiserschnittentbindungen und vorzeitigen Geburtseinleitungen führen. „Außerdem neigen Kinder von Müttern mit GDM schon früh in der Jugend und im jungen Erwachsenenalter zu Übergewicht, Fettsucht, Diabetes oder zum metabolischen Syndrom“, sagt Privatdozentin Dr. med. Ute Schäfer-Graf, Oberärztin am Berliner Diabeteszentrum für Schwangere, Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, St. Joseph Krankenhaus, Berlin. Die Gynäkologin und Diabetologin hat gemeinsam mit neun weiteren Autoren die neue „Evidenzbasierte Leitlinie zu Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Gestationsdiabetes mellitus (GDM)“ überarbeitet, die die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) vor wenigen Tagen herausgegeben hat.

Mütter mit Gestationsdiabetes haben nach der Geburt ein sehr hohes Diabetesrisiko: „Bis zu 60 Prozent der Betroffenen erkranken innerhalb von zehn Jahren nach der Schwangerschaft mit einem GDM an Diabetes Typ 2“, erläutert Dr. Schäfer-Graf. GDM macht den Betroffenen keine Beschwerden, weshalb gezielt darauf getestet werden muss. In den Mutterschaftsrichtlinien, die den verbindlichen Betreuungsstandard der Schwangeren in Deutschland abbilden, ist Gestationsdiabetes nicht enthalten, im Mutterpass ist er als mögliche Komplikation aufgeführt. Schwangeren wird bislang ein Urinzucker-Streifentest angeboten, bei dem jedoch viele GDM-Fälle übersehen werden.

Ein Blutzucker-Suchtest für alle Schwangeren, eine zeitnahe Behandlung und Nachbetreuung betroffener Schwangerer könnte die gesundheitlichen Risiken für Mutter und Kind verringern. „Studien zeigten, dass durch die frühzeitige Entdeckung und Behandlung eines Gestationsdiabetes die Rate an Neugeborenen-Todesfällen, Steckenbleiben der Kinder im Geburtskanal sowie die damit zusammenhängenden Knochenbrüche und Armnervenlähmungen bedeutsam gesenkt werden konnten“, so Schäfer-Graf.

Auch wenn der Zuckerbelastungstest, mit dem ein Gestationsdiabetes erkannt wird, noch nicht als Routineuntersuchung allen Schwangeren zusteht, so ist er jedoch bei Schwangeren mit Risikofaktoren für Diabetes seit langem medizinischer Standard. Das betrifft insbesondere Schwangere mit Übergewicht, Diabetes in der Familie oder in einer früheren Schwangerschaft, Erkrankungen oder bei Einnahme von Medikamenten, die einen negativen Einfluss auf den Zuckerstoffwechsel haben. Quelle: Pressemitteilung diabetesDE vom 18.08.11 (24.08.11)



diabetesDE fordert Blutzucker-Suchtest für alle Schwangeren

Bild: © M&S Fotodesign/Fotolia Fast 24 000 Schwangere entwickelten 2010 einen Gestationsdiabetes (GDM). GDM wird in Deutschland in mehr als 50 Prozent der Fälle übersehen. Dabei zählt Gestationsdiabetes zu den häufigsten …

Bild: © M&S Fotodesign/Fotolia Fast 24 000 Schwangere entwickelten 2010 einen Gestationsdiabetes (GDM). GDM wird in Deutschland in mehr als 50 Prozent der Fälle übersehen. Dabei zählt Gestationsdiabetes zu den häufigsten Schwangerschaftskomplikationen und ist abhängig vom Alter und Körpergewicht der werdenden Mutter. Unbehandelt bestehen für betroffene Frauen und ihre Kinder erhöhte Kurz- und Langzeitrisiken.

So können Babys von Frauen mit Gestationsdiabetes bei der Geburt überdurchschnittlich groß und schwer sein oder die Mütter Diabetes Typ 2 entwickeln. Eine bessere Früherkennung des GDM durch Blutzuckertests wäre möglich. Sie sind in Deutschland bislang jedoch nicht in den Mutterschaftsrichtlinien enthalten. Darauf weist diabetesDE hin.

Gestationsdiabetes (GDM) ist definiert als eine Glukosetoleranzstörung, die erstmals während einer Schwangerschaft festgestellt wird. GDM kann bei Schwangeren unter anderem gehäuft zu Kaiserschnittentbindungen und vorzeitigen Geburtseinleitungen führen. „Außerdem neigen Kinder von Müttern mit GDM schon früh in der Jugend und im jungen Erwachsenenalter zu Übergewicht, Fettsucht, Diabetes oder zum metabolischen Syndrom“, sagt Privatdozentin Dr. med. Ute Schäfer-Graf, Oberärztin am Berliner Diabeteszentrum für Schwangere, Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, St. Joseph Krankenhaus, Berlin. Die Gynäkologin und Diabetologin hat gemeinsam mit neun weiteren Autoren die neue „Evidenzbasierte Leitlinie zu Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Gestationsdiabetes mellitus (GDM)“ überarbeitet, die die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) vor wenigen Tagen herausgegeben hat.

Mütter mit Gestationsdiabetes haben nach der Geburt ein sehr hohes Diabetesrisiko: „Bis zu 60 Prozent der Betroffenen erkranken innerhalb von zehn Jahren nach der Schwangerschaft mit einem GDM an Diabetes Typ 2“, erläutert Dr. Schäfer-Graf. GDM macht den Betroffenen keine Beschwerden, weshalb gezielt darauf getestet werden muss. In den Mutterschaftsrichtlinien, die den verbindlichen Betreuungsstandard der Schwangeren in Deutschland abbilden, ist Gestationsdiabetes nicht enthalten, im Mutterpass ist er als mögliche Komplikation aufgeführt. Schwangeren wird bislang ein Urinzucker-Streifentest angeboten, bei dem jedoch viele GDM-Fälle übersehen werden.

Ein Blutzucker-Suchtest für alle Schwangeren, eine zeitnahe Behandlung und Nachbetreuung betroffener Schwangerer könnte die gesundheitlichen Risiken für Mutter und Kind verringern. „Studien zeigten, dass durch die frühzeitige Entdeckung und Behandlung eines Gestationsdiabetes die Rate an Neugeborenen-Todesfällen, Steckenbleiben der Kinder im Geburtskanal sowie die damit zusammenhängenden Knochenbrüche und Armnervenlähmungen bedeutsam gesenkt werden konnten“, so Schäfer-Graf.

Auch wenn der Zuckerbelastungstest, mit dem ein Gestationsdiabetes erkannt wird, noch nicht als Routineuntersuchung allen Schwangeren zusteht, so ist er jedoch bei Schwangeren mit Risikofaktoren für Diabetes seit langem medizinischer Standard. Das betrifft insbesondere Schwangere mit Übergewicht, Diabetes in der Familie oder in einer früheren Schwangerschaft, Erkrankungen oder bei Einnahme von Medikamenten, die einen negativen Einfluss auf den Zuckerstoffwechsel haben. Quelle: Pressemitteilung diabetesDE vom 18.08.11 (24.08.11)

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Veröffentlicht: 24.08.2011

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