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  • Die weiße Gefahr: Salz in Lebensmitteln kennzeichnen


Eine wesentliche Ursache für Bluthochdruck ist ein zu hoher Kochsalzkonsum. Auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht sich dadurch. Weniger Salz kann somit Leben retten. Das belegt eine aktuelle Studie im New England Journal of Medicine (NEJM).

Demnach würde, alleine in den USA, eine drei Gramm niedrigere Tagesration 44 000 bis 92 0000 Todesfälle pro Jahr vermeiden. Damit Menschen eine Chance haben, ihren Salzkonsum zu reduzieren, müssten sie wissen, in welchen Lebensmitteln Salz zu finden ist. Die Deutsche Hochdruckliga (DHL) fordert deshalb eine Ampel-Kennzeichnung von verstecktem Salz in Lebensmitteln.

Vor allem Fertigprodukte, Fastfood und häufiges Nachsalzen erhöhen die empfohlene tägliche Salzdosis. Durch Veränderungen der Essgewohnheiten in den westlichen Gesellschaften ist der durchschnittliche tägliche Kochsalzkonsum gestiegen. In Deutschland beispielsweise auf durchschnittlich 10 Gramm pro Tag. Demgegenüber liegt der eigentliche Bedarf an Kochsalz bei weniger als drei Gramm pro Tag.

Zahlreiche Fachgesellschaften und die WHO empfehlen deshalb, den Kochsalzkonsum auf jeden Fall unter sechs Gramm pro Tag einzuschränken. „Ein hoher Salzkonsum entsteht häufig gar nicht durch das eigene Nachsalzen, sondern durch den hohen Salzgehalt prozessierter Nahrung. Denn viele Produkte, die wir tagtäglich bedenkenlos essen, haben einen hohen Salzanteil. Das gilt nicht nur für die sogenannten ’üblichen Verdächtigen’, wie Fertigpizza oder Tütensuppe. Auch Brot, Käse und Wurst sind sehr salzhaltig. Die wenigsten wissen jedoch, dass auch Schokolade viel Salz enthalten kann", warnt Professor Dr. med. Joachim HOYER, Vorsitzender der Deutschen Hochdruckliga e. V. (DHL) und Leiter der Klinik für Innere Medizin, Schwerpunkt Nephrologie an der Medizinischen Fakultät der Philipps-Universität in Marburg.

„Eine deutliche Senkung des Salzkonsums kann bei Hypertonikern außerdem dazu führen, dass die Anzahl der blutdrucksenkenden Medikamente drastisch vermindert werden kann", so der Experte weiter. Laut NEJM-Studie zieht eine Reduktion des Salzkonsums noch weitere positive Effekte nach sich: 60 000 bis 120 000 weniger neue Fällen chronischer Herzkrankheiten, 54 000 bis 99 000 weniger akute Herzinfarkte und 32 000 bis 66 000 weniger Schlaganfälle pro Jahr, alleine in den USA.

„Jeder Mensch sollte die Chance haben, seinen Salzkonsum und damit sein Krankheitsrisiko zu reduzieren. Dafür müssen wir jedoch wissen, in welchen Lebensmitteln Salz zu finden ist. Damit dies gelingt, muss der Salzgehalt in Lebensmitteln gekennzeichnet werden", so HOYER. Besonders geeignet sind nach Einschätzung der Hochdruckliga dafür Ampelfarben in Verknüpfung mit Text. Diese Kombination ist entscheidend für die Verständlichkeit von Nährwertinformationen auf Lebensmitteln. „Wie erfolgreich diese Methode ist, zeigen Finnland, England und Portugal. Denn dort findet eine Kennzeichnung und eine intensive Gesundheitsaufklärung bereits statt", erläutert HOYER.

Literatur: Kirsten Bibbins-Domingo, Ph.D., M.D., Glenn M. Chertow, M.D., M.P.H., Pamela G. Coxson, Ph.D., Andrew Moran, M.D., James M. Lightwood, Ph.D.,Mark J. Pletcher, M.D., M.P.H., and Lee Goldman, M.D., M.P.H.: Projected Effect of Dietary Salt Reductions on Future Cardiovascular Disease (10.1056/nejmoa0907355) 20. Januar 2010 in NEJM.org.N Engl J Med 2010. Quelle: idw  (10.03.2010)





Eine wesentliche Ursache für Bluthochdruck ist ein zu hoher Kochsalzkonsum. Auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht sich dadurch. Weniger Salz kann somit Leben retten. Das belegt eine aktuelle Studie im New England Journal of Medicine (NEJM).

Demnach würde, alleine in den USA, eine drei Gramm niedrigere Tagesration 44 000 bis 92 0000 Todesfälle pro Jahr vermeiden. Damit Menschen eine Chance haben, ihren Salzkonsum zu reduzieren, müssten sie wissen, in welchen Lebensmitteln Salz zu finden ist. Die Deutsche Hochdruckliga (DHL) fordert deshalb eine Ampel-Kennzeichnung von verstecktem Salz in Lebensmitteln.

Vor allem Fertigprodukte, Fastfood und häufiges Nachsalzen erhöhen die empfohlene tägliche Salzdosis. Durch Veränderungen der Essgewohnheiten in den westlichen Gesellschaften ist der durchschnittliche tägliche Kochsalzkonsum gestiegen. In Deutschland beispielsweise auf durchschnittlich 10 Gramm pro Tag. Demgegenüber liegt der eigentliche Bedarf an Kochsalz bei weniger als drei Gramm pro Tag.

Zahlreiche Fachgesellschaften und die WHO empfehlen deshalb, den Kochsalzkonsum auf jeden Fall unter sechs Gramm pro Tag einzuschränken. „Ein hoher Salzkonsum entsteht häufig gar nicht durch das eigene Nachsalzen, sondern durch den hohen Salzgehalt prozessierter Nahrung. Denn viele Produkte, die wir tagtäglich bedenkenlos essen, haben einen hohen Salzanteil. Das gilt nicht nur für die sogenannten ’üblichen Verdächtigen’, wie Fertigpizza oder Tütensuppe. Auch Brot, Käse und Wurst sind sehr salzhaltig. Die wenigsten wissen jedoch, dass auch Schokolade viel Salz enthalten kann", warnt Professor Dr. med. Joachim HOYER, Vorsitzender der Deutschen Hochdruckliga e. V. (DHL) und Leiter der Klinik für Innere Medizin, Schwerpunkt Nephrologie an der Medizinischen Fakultät der Philipps-Universität in Marburg.

„Eine deutliche Senkung des Salzkonsums kann bei Hypertonikern außerdem dazu führen, dass die Anzahl der blutdrucksenkenden Medikamente drastisch vermindert werden kann", so der Experte weiter. Laut NEJM-Studie zieht eine Reduktion des Salzkonsums noch weitere positive Effekte nach sich: 60 000 bis 120 000 weniger neue Fällen chronischer Herzkrankheiten, 54 000 bis 99 000 weniger akute Herzinfarkte und 32 000 bis 66 000 weniger Schlaganfälle pro Jahr, alleine in den USA.

„Jeder Mensch sollte die Chance haben, seinen Salzkonsum und damit sein Krankheitsrisiko zu reduzieren. Dafür müssen wir jedoch wissen, in welchen Lebensmitteln Salz zu finden ist. Damit dies gelingt, muss der Salzgehalt in Lebensmitteln gekennzeichnet werden", so HOYER. Besonders geeignet sind nach Einschätzung der Hochdruckliga dafür Ampelfarben in Verknüpfung mit Text. Diese Kombination ist entscheidend für die Verständlichkeit von Nährwertinformationen auf Lebensmitteln. „Wie erfolgreich diese Methode ist, zeigen Finnland, England und Portugal. Denn dort findet eine Kennzeichnung und eine intensive Gesundheitsaufklärung bereits statt", erläutert HOYER.

Literatur: Kirsten Bibbins-Domingo, Ph.D., M.D., Glenn M. Chertow, M.D., M.P.H., Pamela G. Coxson, Ph.D., Andrew Moran, M.D., James M. Lightwood, Ph.D.,Mark J. Pletcher, M.D., M.P.H., and Lee Goldman, M.D., M.P.H.: Projected Effect of Dietary Salt Reductions on Future Cardiovascular Disease (10.1056/nejmoa0907355) 20. Januar 2010 in NEJM.org.N Engl J Med 2010. Quelle: idw  (10.03.2010)



Die weiße Gefahr: Salz in Lebensmitteln kennzeichnen

Eine wesentliche Ursache für Bluthochdruck ist ein zu hoher Kochsalzkonsum. Auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht sich dadurch. Weniger Salz kann somit Leben retten. Das belegt eine aktuelle Studie im …

Eine wesentliche Ursache für Bluthochdruck ist ein zu hoher Kochsalzkonsum. Auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht sich dadurch. Weniger Salz kann somit Leben retten. Das belegt eine aktuelle Studie im New England Journal of Medicine (NEJM).

Demnach würde, alleine in den USA, eine drei Gramm niedrigere Tagesration 44 000 bis 92 0000 Todesfälle pro Jahr vermeiden. Damit Menschen eine Chance haben, ihren Salzkonsum zu reduzieren, müssten sie wissen, in welchen Lebensmitteln Salz zu finden ist. Die Deutsche Hochdruckliga (DHL) fordert deshalb eine Ampel-Kennzeichnung von verstecktem Salz in Lebensmitteln.

Vor allem Fertigprodukte, Fastfood und häufiges Nachsalzen erhöhen die empfohlene tägliche Salzdosis. Durch Veränderungen der Essgewohnheiten in den westlichen Gesellschaften ist der durchschnittliche tägliche Kochsalzkonsum gestiegen. In Deutschland beispielsweise auf durchschnittlich 10 Gramm pro Tag. Demgegenüber liegt der eigentliche Bedarf an Kochsalz bei weniger als drei Gramm pro Tag.

Zahlreiche Fachgesellschaften und die WHO empfehlen deshalb, den Kochsalzkonsum auf jeden Fall unter sechs Gramm pro Tag einzuschränken. „Ein hoher Salzkonsum entsteht häufig gar nicht durch das eigene Nachsalzen, sondern durch den hohen Salzgehalt prozessierter Nahrung. Denn viele Produkte, die wir tagtäglich bedenkenlos essen, haben einen hohen Salzanteil. Das gilt nicht nur für die sogenannten ’üblichen Verdächtigen’, wie Fertigpizza oder Tütensuppe. Auch Brot, Käse und Wurst sind sehr salzhaltig. Die wenigsten wissen jedoch, dass auch Schokolade viel Salz enthalten kann”, warnt Professor Dr. med. Joachim HOYER, Vorsitzender der Deutschen Hochdruckliga e. V. (DHL) und Leiter der Klinik für Innere Medizin, Schwerpunkt Nephrologie an der Medizinischen Fakultät der Philipps-Universität in Marburg.

„Eine deutliche Senkung des Salzkonsums kann bei Hypertonikern außerdem dazu führen, dass die Anzahl der blutdrucksenkenden Medikamente drastisch vermindert werden kann”, so der Experte weiter. Laut NEJM-Studie zieht eine Reduktion des Salzkonsums noch weitere positive Effekte nach sich: 60 000 bis 120 000 weniger neue Fällen chronischer Herzkrankheiten, 54 000 bis 99 000 weniger akute Herzinfarkte und 32 000 bis 66 000 weniger Schlaganfälle pro Jahr, alleine in den USA.

„Jeder Mensch sollte die Chance haben, seinen Salzkonsum und damit sein Krankheitsrisiko zu reduzieren. Dafür müssen wir jedoch wissen, in welchen Lebensmitteln Salz zu finden ist. Damit dies gelingt, muss der Salzgehalt in Lebensmitteln gekennzeichnet werden”, so HOYER. Besonders geeignet sind nach Einschätzung der Hochdruckliga dafür Ampelfarben in Verknüpfung mit Text. Diese Kombination ist entscheidend für die Verständlichkeit von Nährwertinformationen auf Lebensmitteln. „Wie erfolgreich diese Methode ist, zeigen Finnland, England und Portugal. Denn dort findet eine Kennzeichnung und eine intensive Gesundheitsaufklärung bereits statt”, erläutert HOYER.

Literatur: Kirsten Bibbins-Domingo, Ph.D., M.D., Glenn M. Chertow, M.D., M.P.H., Pamela G. Coxson, Ph.D., Andrew Moran, M.D., James M. Lightwood, Ph.D.,Mark J. Pletcher, M.D., M.P.H., and Lee Goldman, M.D., M.P.H.: Projected Effect of Dietary Salt Reductions on Future Cardiovascular Disease (10.1056/nejmoa0907355) 20. Januar 2010 in NEJM.org.N Engl J Med 2010. Quelle: idw  (10.03.2010)

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Veröffentlicht: 10.03.2010

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