In einer Charge von Futterölen eines hessischen Herstellers haben sächsische Überwachungsbehörden im Juni überhöhte Gehalte an Krebs erregenden polychlorierten Biphenylen (PCB) gefunden. Meldungen des Hessischen Ministeriums für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherpolitik (HMULV) zufolge entdeckte die hessische Futtermittelüberwachung bei daraufhin eingeleiteten Untersuchungen im gleichen Betrieb eine mit Krebs erregendem Dioxin belastete Futterölcharge, deren Gehalt um das 3-fache über dem zulässigen Futtermittel-Grenzwert liegt. Rund 100 Tonnen des mit Dioxin belasteten Öls wurden vom Viernheimer Hersteller an Futtermittelwerke in Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg, Bayern und Hamburg geliefert. Futteröl wird im Alleinfutter üblicherweise bis zu 5 % als Zusatz beigemischt. Es ist daher mit einem Verdünnungseffekt im fertigen Futtermittel und in den Lebensmitteln zu rechnen. Untersuchungen der möglicherweise mit Dioxinrückständen belasteten tierischen Lebensmittel in den vier anderen Bundesländern liegen bisher nicht vor. Bisherige Untersuchungsergebnisse von Eiern, Geflügel und Schweinefleisch aus sächsischen Landwirtschaftsbetrieben, die mit PCB-belasteten Futtermitteln beliefert wurden, haben keine Überschreitungen der zulässigen Höchstwerte ergeben. Für Verbraucher ist zwar keine akute Gesundheitsgefährdung durch den Verzehr der belasteten Lebensmittel zu befürchten. Aber auch geringe Dioxin- und PCB-Rückstände, die in die Nahrungskette gelangen, können sich im Fettgewebe des Menschen anreichern und zu einer chronischen Toxizität führen. Es sollte deshalb nach Ansicht der Verbraucherzentrale Hessen alles getan werden, um zusätzliche Belastungen zu vermeiden. Dazu gehöre als dringlichste Maßnahme die Sperrung des Betriebes, bis die Quelle für die Verunreinigungen gefunden sei. (06.07.04)
- ERNÄHRUNGS UMSCHAU
- 5
- Dioxin im Tierfutter
In einer Charge von Futterölen eines hessischen Herstellers haben sächsische Überwachungsbehörden im Juni überhöhte Gehalte an Krebs erregenden polychlorierten Biphenylen (PCB) gefunden. Meldungen des Hessischen Ministeriums für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherpolitik (HMULV) zufolge entdeckte die hessische Futtermittelüberwachung bei daraufhin eingeleiteten Untersuchungen im gleichen Betrieb eine mit Krebs erregendem Dioxin belastete Futterölcharge, deren Gehalt um das 3-fache über dem zulässigen Futtermittel-Grenzwert liegt. Rund 100 Tonnen des mit Dioxin belasteten Öls wurden vom Viernheimer Hersteller an Futtermittelwerke in Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg, Bayern und Hamburg geliefert. Futteröl wird im Alleinfutter üblicherweise bis zu 5 % als Zusatz beigemischt. Es ist daher mit einem Verdünnungseffekt im fertigen Futtermittel und in den Lebensmitteln zu rechnen. Untersuchungen der möglicherweise mit Dioxinrückständen belasteten tierischen Lebensmittel in den vier anderen Bundesländern liegen bisher nicht vor. Bisherige Untersuchungsergebnisse von Eiern, Geflügel und Schweinefleisch aus sächsischen Landwirtschaftsbetrieben, die mit PCB-belasteten Futtermitteln beliefert wurden, haben keine Überschreitungen der zulässigen Höchstwerte ergeben. Für Verbraucher ist zwar keine akute Gesundheitsgefährdung durch den Verzehr der belasteten Lebensmittel zu befürchten. Aber auch geringe Dioxin- und PCB-Rückstände, die in die Nahrungskette gelangen, können sich im Fettgewebe des Menschen anreichern und zu einer chronischen Toxizität führen. Es sollte deshalb nach Ansicht der Verbraucherzentrale Hessen alles getan werden, um zusätzliche Belastungen zu vermeiden. Dazu gehöre als dringlichste Maßnahme die Sperrung des Betriebes, bis die Quelle für die Verunreinigungen gefunden sei. (06.07.04)


In einer Charge von Futterölen eines hessischen Herstellers haben sächsische Überwachungsbehörden im Juni überhöhte Gehalte an Krebs erregenden polychlorierten Biphenylen (PCB) gefunden. Meldungen des Hessischen Ministeriums für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherpolitik (HMULV) zufolge entdeckte die hessische Futtermittelüberwachung bei daraufhin eingeleiteten Untersuchungen im gleichen Betrieb eine mit Krebs erregendem Dioxin belastete Futterölcharge, deren Gehalt um das 3-fache über dem zulässigen Futtermittel-Grenzwert liegt. Rund 100 Tonnen des mit Dioxin belasteten Öls wurden vom Viernheimer Hersteller an Futtermittelwerke in Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg, Bayern und Hamburg geliefert. Futteröl wird im Alleinfutter üblicherweise bis zu 5 % als Zusatz beigemischt. Es ist daher mit einem Verdünnungseffekt im fertigen Futtermittel und in den Lebensmitteln zu rechnen. Untersuchungen der möglicherweise mit Dioxinrückständen belasteten tierischen Lebensmittel in den vier anderen Bundesländern liegen bisher nicht vor. Bisherige Untersuchungsergebnisse von Eiern, Geflügel und Schweinefleisch aus sächsischen Landwirtschaftsbetrieben, die mit PCB-belasteten Futtermitteln beliefert wurden, haben keine Überschreitungen der zulässigen Höchstwerte ergeben. Für Verbraucher ist zwar keine akute Gesundheitsgefährdung durch den Verzehr der belasteten Lebensmittel zu befürchten. Aber auch geringe Dioxin- und PCB-Rückstände, die in die Nahrungskette gelangen, können sich im Fettgewebe des Menschen anreichern und zu einer chronischen Toxizität führen. Es sollte deshalb nach Ansicht der Verbraucherzentrale Hessen alles getan werden, um zusätzliche Belastungen zu vermeiden. Dazu gehöre als dringlichste Maßnahme die Sperrung des Betriebes, bis die Quelle für die Verunreinigungen gefunden sei. (06.07.04)
Dioxin im Tierfutter
In einer Charge von Futterölen eines hessischen Herstellers haben sächsische Überwachungsbehörden im Juni überhöhte Gehalte an Krebs erregenden polychlorierten Biphenylen (PCB) gefunden. Meldungen des Hessischen Ministeriums für Umwelt, ländlichen Raum …
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Veröffentlicht: 06.07.2004
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