Stoffwechselveränderungen rund um die Menopause
Die hormonellen Veränderungen während der Prä-, Peri- und Postmenopause beeinflussen sowohl Knochen-, Muskel- und Glukosestoffwechsel als auch die Fettverteilung im Körper, die Gefäßfunktion und das Darmmikrobiom. Die Knochendichte verringert sich und Muskelmasse sowie fettfreie Masse insgesamt nehmen ab, was den Grundumsatz senkt und Gewichtszunahme fördert. Die Insulinsensitivität nimmt ebenfalls ab und chronische Entzündungsprozesse nehmen zu, was ein höheres Risiko für kardiometabolische Erkrankungen nach sich zieht. Daneben zeigen sich die bekannten vasomotorischen Symptome mit Hitzewallungen und psychische Symptome wie Stimmungsschwankungen und Konzentrationsstörungen.
Anpassung des Lebensstils
Um den für die Gesundheit kritischen Veränderungen entgegenzuwirken, sollten Frauen in den Wechseljahren bewusst auf einen gesundheitsförderlichen Lebensstil achten. Dazu gehört neben aktiver Bewegung auch eine ausgewogene pflanzenbetonte Ernährung u. a. mit einem leicht erhöhten Proteinanteil, einer ausreichenden Versorgung mit Mikronährstoffen und einer den Empfehlungen entsprechenden Ballstoffzufuhr.
Da Frauen heute durchschnittlich ein Drittel ihres Lebens nach der Menopause verbringen, helfen gesundheitsfördernde Maßnahmen wir diese, oben genannten Erkrankungsrisiken vorzubeugen. Eine qualifizierte Ernährungstherapie leistet einen wichtigen Beitrag dazu, mit den Frauen eine gesundheitsförderliche und dabei ihrer individuellen Lebenssituation entsprechende Ernährung zu entwickeln und im Alltag umzusetzen.
Der Beitrag in der Rubrik Special von Ernährungstherapeutin Irene Noack erläutert ausführlich die Ernährungsanforderungen für diesen besonderen Lebensabschnitt sowie die Bedürfnisse der betroffenen Frauen und die mögliche Herangehensweise an die Ernährungstherapie.
Zitierweise:
Noack I: Ernährung in den Wechseljahren. Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und ihre Bedeutung für die Ernährungstherapie. Ernährungs Umschau 2026; 73(9): M546–58. e70–2. DOI: 10.4455/eu.2026.047
Weitere Informationen:
Sie finden den vollständigen Beitrag aus Heft 9/2026 „Ernährung in den Wechseljahren“ als Open Access verfügbar.
Im Editorial der Septemberausgabe „Wenn der Körper in ‚Wallungen‘ gerät“ appelliert Sabine Schmidt an gesellschaftliche und gesundheitsbezogene Verantwortungsträger, die stoffwechselbezogene „Ausnahmesituation“ von Frauen in den Wechseljahren strukturell stärker in den Fokus zu nehmen, die die Leistungsfähigkeit und Teilhabe am Erwerbs- wie auch gesellschaftlichen Leben erheblich beeinträchtigen kann.





