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  • Erste KiGGS-Ergebnisse


15 Prozent der Kinder und Jugendlichen im Alter von 3 bis 17 Jahren sind übergewichtig. Bei 21,9 Prozent aller 11- bis 17-Jährigen findet man Auffälligkeiten beim Essverhalten. Unter einer allergischen Erkrankung leiden aktuell 16,7 Prozent aller Kinder im Alter bis zu 17 Jahren. Das sind einige der ersten Ergebnisse von KiGGS, der Kinder- und Jugendgesundheitsstudie des Robert Koch-Instituts, die gestern im Rahmen einer Tagung der Fachöffentlichkeit vorgestellt wurde.

Die Ergebnisse sind die Basis für eine bundesweite Gesundheitsberichterstattung zu Kindern und Jugendlichen und sollen Ansatzpunkte liefern für gezielte Interventionen und Präventionsstrategien. Die Studie liefert zudem erstmals verknüpfbare Daten aus den verschiedenen Ebenen des gesundheitlichen Geschehens der Heranwachsenden. So sind zum Beispiel Kinder aus sozial benachteiligten Schichten, mit Migrationshintergrund und Kinder übergewichtiger Eltern häufiger übergewichtig oder adipös als Kinder anderer Familien. Bei Jugendlichen mit Essstörungen ist der Anteil der Auffälligen mit niedrigem sozioökonomischem Status mit 27,6 Prozent fast doppelt so hoch wie der in der oberen Sozialschicht (15,5 Prozent). Die als auffällig Klassifizierten sind häufiger psychisch auffällig und neigen zu Depressionen. Sie sind weniger zufrieden mit ihrem Körperselbstbild, rauchen mehr und berichten häufiger über die Erfahrung sexueller Belästigung als nicht auffällige Kinder.

An der durch die Bundesministerien für Gesundheit sowie für Bildung und Forschung finanzierten Studie haben 17641 Personen teilgenommen. Alle "KiGGS-Kinder" wurden medizinisch untersucht, zum Beispiel hinsichtlich Sehvermögen, Blutdruck, Schilddrüsenvolumen, Ausdauer und Koordinationsvermögen. In einem Fragebogen wurden Eltern und ab 11 Jahre auch die Kinder selbst unter anderem zu Unfällen, Krankheiten, Schmerzen und zum Gesundheitsverhalten befragt. Die dreijährige Untersuchungsphase der bundesweit repräsentativen Datenerhebung endete im Mai 2006.

Die Abstracts der Tagungsvorträge sind im Internet abrufbar (www.rki.de). Die vollständigen Ergebnisse werden im Mai 2007 im Bundesgesundheitsblatt ausführlich publiziert. Im Oktober 2008 werden die Daten als so genannter „Public Use File“ (Datei zur Öffentlichen Nutzung) der Fachöffentlichkeit verfügbar gemacht. Weitere Informationen sind unter www.kiggs.de erhältlich. (26.09.06)





15 Prozent der Kinder und Jugendlichen im Alter von 3 bis 17 Jahren sind übergewichtig. Bei 21,9 Prozent aller 11- bis 17-Jährigen findet man Auffälligkeiten beim Essverhalten. Unter einer allergischen Erkrankung leiden aktuell 16,7 Prozent aller Kinder im Alter bis zu 17 Jahren. Das sind einige der ersten Ergebnisse von KiGGS, der Kinder- und Jugendgesundheitsstudie des Robert Koch-Instituts, die gestern im Rahmen einer Tagung der Fachöffentlichkeit vorgestellt wurde.

Die Ergebnisse sind die Basis für eine bundesweite Gesundheitsberichterstattung zu Kindern und Jugendlichen und sollen Ansatzpunkte liefern für gezielte Interventionen und Präventionsstrategien. Die Studie liefert zudem erstmals verknüpfbare Daten aus den verschiedenen Ebenen des gesundheitlichen Geschehens der Heranwachsenden. So sind zum Beispiel Kinder aus sozial benachteiligten Schichten, mit Migrationshintergrund und Kinder übergewichtiger Eltern häufiger übergewichtig oder adipös als Kinder anderer Familien. Bei Jugendlichen mit Essstörungen ist der Anteil der Auffälligen mit niedrigem sozioökonomischem Status mit 27,6 Prozent fast doppelt so hoch wie der in der oberen Sozialschicht (15,5 Prozent). Die als auffällig Klassifizierten sind häufiger psychisch auffällig und neigen zu Depressionen. Sie sind weniger zufrieden mit ihrem Körperselbstbild, rauchen mehr und berichten häufiger über die Erfahrung sexueller Belästigung als nicht auffällige Kinder.

An der durch die Bundesministerien für Gesundheit sowie für Bildung und Forschung finanzierten Studie haben 17641 Personen teilgenommen. Alle "KiGGS-Kinder" wurden medizinisch untersucht, zum Beispiel hinsichtlich Sehvermögen, Blutdruck, Schilddrüsenvolumen, Ausdauer und Koordinationsvermögen. In einem Fragebogen wurden Eltern und ab 11 Jahre auch die Kinder selbst unter anderem zu Unfällen, Krankheiten, Schmerzen und zum Gesundheitsverhalten befragt. Die dreijährige Untersuchungsphase der bundesweit repräsentativen Datenerhebung endete im Mai 2006.

Die Abstracts der Tagungsvorträge sind im Internet abrufbar (www.rki.de). Die vollständigen Ergebnisse werden im Mai 2007 im Bundesgesundheitsblatt ausführlich publiziert. Im Oktober 2008 werden die Daten als so genannter „Public Use File“ (Datei zur Öffentlichen Nutzung) der Fachöffentlichkeit verfügbar gemacht. Weitere Informationen sind unter www.kiggs.de erhältlich. (26.09.06)



Erste KiGGS-Ergebnisse

15 Prozent der Kinder und Jugendlichen im Alter von 3 bis 17 Jahren sind übergewichtig. Bei 21,9 Prozent aller 11- bis 17-Jährigen findet man Auffälligkeiten beim Essverhalten. Unter einer allergischen …

15 Prozent der Kinder und Jugendlichen im Alter von 3 bis 17 Jahren sind übergewichtig. Bei 21,9 Prozent aller 11- bis 17-Jährigen findet man Auffälligkeiten beim Essverhalten. Unter einer allergischen Erkrankung leiden aktuell 16,7 Prozent aller Kinder im Alter bis zu 17 Jahren. Das sind einige der ersten Ergebnisse von KiGGS, der Kinder- und Jugendgesundheitsstudie des Robert Koch-Instituts, die gestern im Rahmen einer Tagung der Fachöffentlichkeit vorgestellt wurde.

Die Ergebnisse sind die Basis für eine bundesweite Gesundheitsberichterstattung zu Kindern und Jugendlichen und sollen Ansatzpunkte liefern für gezielte Interventionen und Präventionsstrategien. Die Studie liefert zudem erstmals verknüpfbare Daten aus den verschiedenen Ebenen des gesundheitlichen Geschehens der Heranwachsenden. So sind zum Beispiel Kinder aus sozial benachteiligten Schichten, mit Migrationshintergrund und Kinder übergewichtiger Eltern häufiger übergewichtig oder adipös als Kinder anderer Familien. Bei Jugendlichen mit Essstörungen ist der Anteil der Auffälligen mit niedrigem sozioökonomischem Status mit 27,6 Prozent fast doppelt so hoch wie der in der oberen Sozialschicht (15,5 Prozent). Die als auffällig Klassifizierten sind häufiger psychisch auffällig und neigen zu Depressionen. Sie sind weniger zufrieden mit ihrem Körperselbstbild, rauchen mehr und berichten häufiger über die Erfahrung sexueller Belästigung als nicht auffällige Kinder.

An der durch die Bundesministerien für Gesundheit sowie für Bildung und Forschung finanzierten Studie haben 17641 Personen teilgenommen. Alle “KiGGS-Kinder” wurden medizinisch untersucht, zum Beispiel hinsichtlich Sehvermögen, Blutdruck, Schilddrüsenvolumen, Ausdauer und Koordinationsvermögen. In einem Fragebogen wurden Eltern und ab 11 Jahre auch die Kinder selbst unter anderem zu Unfällen, Krankheiten, Schmerzen und zum Gesundheitsverhalten befragt. Die dreijährige Untersuchungsphase der bundesweit repräsentativen Datenerhebung endete im Mai 2006.

Die Abstracts der Tagungsvorträge sind im Internet abrufbar (www.rki.de). Die vollständigen Ergebnisse werden im Mai 2007 im Bundesgesundheitsblatt ausführlich publiziert. Im Oktober 2008 werden die Daten als so genannter „Public Use File“ (Datei zur Öffentlichen Nutzung) der Fachöffentlichkeit verfügbar gemacht. Weitere Informationen sind unter www.kiggs.de erhältlich. (26.09.06)

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Veröffentlicht: 26.09.2006

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