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  • Fenchel: Arzneipflanze des Jahres 2009


Fenchel spielt in der Kinderheilkunde eine große Rolle, denn wegen seiner milden Wirkung ist er gerade für Kinder besonders gut geeignet. Darauf wollen Wissenschaftler der Universität Würzburg mit der Wahl des Fenchels zur Arzneipflanze des Jahres 2009 hinweisen.

Wenn bei Säuglingen und Kleinkindern Blähungen auftreten, bekommen diese oft Fencheltee oder andere Mittel, die Fenchel enthalten. Damit ist Fenchel sehr häufig das erste Arzneimittel, mit dem der Mensch in seinem Leben in Kontakt kommt. Das ist in Europa so und auch in vielen anderen Regionen der Welt, etwa in Australien und China. Der Fenchel dürfte deshalb eine der bekanntesten Arzneipflanzen sein.

In der Medizin werden ausschließlich die Früchte des Fenchels verwendet, die umgangssprachlich auch als Samen bezeichnet werden. Wirksam sind im Wesentlichen deren ätherische Öle, überwiegend das süßlich schmeckende trans-Anethol, aber auch das eher bittere Fenchon und weitere. Die Wirkstoffe des Fenchel fördern die Beweglichkeit des Magen-Darmtraktes und sind in höherer Konzentration krampflösend. Außerdem ist eine schleimlösende Wirkung nachgewiesen. Entsprechend wird Fenchel medizinisch angewendet gegen unspezifische Verdauungsprobleme, z B. leichte krampfartige Magen-Darm-Beschwerden, aber auch bei Entzündungen von Hals und Rachen.

Fenchel gehört wie Anis, Kümmel und Liebstöckel zur Familie der Doldenblüter. Die Pflanze stammt aus dem Mittelmeergebiet und bevorzugt warme, feuchte, kalkhaltige Böden. Heute wird sie aus Bulgarien, Ungarn, Rumänien, Ägypten und China importiert.

Der Studienkreis "Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde" kürt seit 1999 die Arzneipflanze des Jahres. Diese soll eine interessante Kultur- und Medizingeschichte haben. Ihre Wirkung soll in gut belegten oder vielversprechenden pharmakologischen und klinischen Studien überprüft sein. Dem Studienkreis gehören Medizinhistoriker, Ärzte, Apotheker und pharmazeutische Biologen an; zum Teil auch Studierende und Dozenten, die sich mit der Phytotherapie beschäftigen. Quelle: idw (23.01.09)





Fenchel spielt in der Kinderheilkunde eine große Rolle, denn wegen seiner milden Wirkung ist er gerade für Kinder besonders gut geeignet. Darauf wollen Wissenschaftler der Universität Würzburg mit der Wahl des Fenchels zur Arzneipflanze des Jahres 2009 hinweisen.

Wenn bei Säuglingen und Kleinkindern Blähungen auftreten, bekommen diese oft Fencheltee oder andere Mittel, die Fenchel enthalten. Damit ist Fenchel sehr häufig das erste Arzneimittel, mit dem der Mensch in seinem Leben in Kontakt kommt. Das ist in Europa so und auch in vielen anderen Regionen der Welt, etwa in Australien und China. Der Fenchel dürfte deshalb eine der bekanntesten Arzneipflanzen sein.

In der Medizin werden ausschließlich die Früchte des Fenchels verwendet, die umgangssprachlich auch als Samen bezeichnet werden. Wirksam sind im Wesentlichen deren ätherische Öle, überwiegend das süßlich schmeckende trans-Anethol, aber auch das eher bittere Fenchon und weitere. Die Wirkstoffe des Fenchel fördern die Beweglichkeit des Magen-Darmtraktes und sind in höherer Konzentration krampflösend. Außerdem ist eine schleimlösende Wirkung nachgewiesen. Entsprechend wird Fenchel medizinisch angewendet gegen unspezifische Verdauungsprobleme, z B. leichte krampfartige Magen-Darm-Beschwerden, aber auch bei Entzündungen von Hals und Rachen.

Fenchel gehört wie Anis, Kümmel und Liebstöckel zur Familie der Doldenblüter. Die Pflanze stammt aus dem Mittelmeergebiet und bevorzugt warme, feuchte, kalkhaltige Böden. Heute wird sie aus Bulgarien, Ungarn, Rumänien, Ägypten und China importiert.

Der Studienkreis "Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde" kürt seit 1999 die Arzneipflanze des Jahres. Diese soll eine interessante Kultur- und Medizingeschichte haben. Ihre Wirkung soll in gut belegten oder vielversprechenden pharmakologischen und klinischen Studien überprüft sein. Dem Studienkreis gehören Medizinhistoriker, Ärzte, Apotheker und pharmazeutische Biologen an; zum Teil auch Studierende und Dozenten, die sich mit der Phytotherapie beschäftigen. Quelle: idw (23.01.09)



Fenchel: Arzneipflanze des Jahres 2009

Fenchel spielt in der Kinderheilkunde eine große Rolle, denn wegen seiner milden Wirkung ist er gerade für Kinder besonders gut geeignet. Darauf wollen Wissenschaftler der Universität Würzburg mit der Wahl …

Fenchel spielt in der Kinderheilkunde eine große Rolle, denn wegen seiner milden Wirkung ist er gerade für Kinder besonders gut geeignet. Darauf wollen Wissenschaftler der Universität Würzburg mit der Wahl des Fenchels zur Arzneipflanze des Jahres 2009 hinweisen.

Wenn bei Säuglingen und Kleinkindern Blähungen auftreten, bekommen diese oft Fencheltee oder andere Mittel, die Fenchel enthalten. Damit ist Fenchel sehr häufig das erste Arzneimittel, mit dem der Mensch in seinem Leben in Kontakt kommt. Das ist in Europa so und auch in vielen anderen Regionen der Welt, etwa in Australien und China. Der Fenchel dürfte deshalb eine der bekanntesten Arzneipflanzen sein.

In der Medizin werden ausschließlich die Früchte des Fenchels verwendet, die umgangssprachlich auch als Samen bezeichnet werden. Wirksam sind im Wesentlichen deren ätherische Öle, überwiegend das süßlich schmeckende trans-Anethol, aber auch das eher bittere Fenchon und weitere. Die Wirkstoffe des Fenchel fördern die Beweglichkeit des Magen-Darmtraktes und sind in höherer Konzentration krampflösend. Außerdem ist eine schleimlösende Wirkung nachgewiesen. Entsprechend wird Fenchel medizinisch angewendet gegen unspezifische Verdauungsprobleme, z B. leichte krampfartige Magen-Darm-Beschwerden, aber auch bei Entzündungen von Hals und Rachen.

Fenchel gehört wie Anis, Kümmel und Liebstöckel zur Familie der Doldenblüter. Die Pflanze stammt aus dem Mittelmeergebiet und bevorzugt warme, feuchte, kalkhaltige Böden. Heute wird sie aus Bulgarien, Ungarn, Rumänien, Ägypten und China importiert.

Der Studienkreis “Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde” kürt seit 1999 die Arzneipflanze des Jahres. Diese soll eine interessante Kultur- und Medizingeschichte haben. Ihre Wirkung soll in gut belegten oder vielversprechenden pharmakologischen und klinischen Studien überprüft sein. Dem Studienkreis gehören Medizinhistoriker, Ärzte, Apotheker und pharmazeutische Biologen an; zum Teil auch Studierende und Dozenten, die sich mit der Phytotherapie beschäftigen. Quelle: idw (23.01.09)

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Veröffentlicht: 23.01.2009

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