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  • Fett macht nicht „fett“


Seit Jahren hält sich die Ansicht, fettiges Essen sei die Ursache für das Übergewicht der Deutschen. Ernährungsgesellschaften plädieren deshalb für einen geringeren Fettkonsum und die Nahrungsmittelindustrie bietet zahlreiche fettreduzierte Lightprodukte an. Einen Dämpfer bekommen die Anti-Fett-Kampagnen nun durch die Ergebnisse der EPIC-Studie, die seit 17 Jahren die Auswirkungen unserer Ernährung auf die Krebsentstehung untersucht.

Beim Vergleich der Daten von etwa 90000 Patienten aus Deutschland, den Niederlanden, England, Italien und Dänemark war kein Zusammenhang zwischen aufgenommener Fettmenge und Übergewicht erkennbar. Selbst beim Blick auf die Fettzusammensetzung zeigte sich kein Einfluss. Weder schienen gesättigte Fettsäuren Gewichtszunahmen zu erklären noch ungesättigte Fettsäuren Pfunde purzeln zu lassen.

„Fettreduzierte Diäten sind keine Lösung für die Adipositasepidemie“, so die Schlussfolgerung der Wissenschaftler. Vielmehr sehen sie die Ursache in der zunehmenden Bewegungsarmut begründet. Beispielsweise weisen die deutschen Männer im europäischen Vergleich den höchsten Anteil massiv Übergewichtiger und die geringste Aktivität auf.

Laut fet sollte nicht eine bestimmte Nährstoffgruppe verteufelt werden, sondern das Augenmerk der Ernährungsempfehlungen auf der Qualität der Nahrungsmittel liegen. Pflanzenöle beispielsweise verlieren durch industrielle Härtung einen großen Teil der gesunden Eigenschaften. Ist pflanzlicher Sahneersatz dann wirklich besser für die Figur?
Fettarme Diäten sind ohnehin meist von vornherein zum Scheitern verurteilt, denn Fett ist ein wichtiger Geschmacksträger. Zudem gehören fettreiche Nahrungsmittel wie Olivenöl, Seefisch und Nüsse zu einer gesunden Ernährung einfach dazu. Quelle: Forouhi NG et al.: Dietary fat intake and subsequent weight change in adults: results from the European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition cohorts. Am J Clin Nutr: 2009.
Quelle: Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e.V. (16.11.09)





Seit Jahren hält sich die Ansicht, fettiges Essen sei die Ursache für das Übergewicht der Deutschen. Ernährungsgesellschaften plädieren deshalb für einen geringeren Fettkonsum und die Nahrungsmittelindustrie bietet zahlreiche fettreduzierte Lightprodukte an. Einen Dämpfer bekommen die Anti-Fett-Kampagnen nun durch die Ergebnisse der EPIC-Studie, die seit 17 Jahren die Auswirkungen unserer Ernährung auf die Krebsentstehung untersucht.

Beim Vergleich der Daten von etwa 90000 Patienten aus Deutschland, den Niederlanden, England, Italien und Dänemark war kein Zusammenhang zwischen aufgenommener Fettmenge und Übergewicht erkennbar. Selbst beim Blick auf die Fettzusammensetzung zeigte sich kein Einfluss. Weder schienen gesättigte Fettsäuren Gewichtszunahmen zu erklären noch ungesättigte Fettsäuren Pfunde purzeln zu lassen.

„Fettreduzierte Diäten sind keine Lösung für die Adipositasepidemie“, so die Schlussfolgerung der Wissenschaftler. Vielmehr sehen sie die Ursache in der zunehmenden Bewegungsarmut begründet. Beispielsweise weisen die deutschen Männer im europäischen Vergleich den höchsten Anteil massiv Übergewichtiger und die geringste Aktivität auf.

Laut fet sollte nicht eine bestimmte Nährstoffgruppe verteufelt werden, sondern das Augenmerk der Ernährungsempfehlungen auf der Qualität der Nahrungsmittel liegen. Pflanzenöle beispielsweise verlieren durch industrielle Härtung einen großen Teil der gesunden Eigenschaften. Ist pflanzlicher Sahneersatz dann wirklich besser für die Figur?
Fettarme Diäten sind ohnehin meist von vornherein zum Scheitern verurteilt, denn Fett ist ein wichtiger Geschmacksträger. Zudem gehören fettreiche Nahrungsmittel wie Olivenöl, Seefisch und Nüsse zu einer gesunden Ernährung einfach dazu. Quelle: Forouhi NG et al.: Dietary fat intake and subsequent weight change in adults: results from the European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition cohorts. Am J Clin Nutr: 2009.
Quelle: Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e.V. (16.11.09)



Fett macht nicht „fett“

Seit Jahren hält sich die Ansicht, fettiges Essen sei die Ursache für das Übergewicht der Deutschen. Ernährungsgesellschaften plädieren deshalb für einen geringeren Fettkonsum und die Nahrungsmittelindustrie bietet zahlreiche fettreduzierte Lightprodukte …

Seit Jahren hält sich die Ansicht, fettiges Essen sei die Ursache für das Übergewicht der Deutschen. Ernährungsgesellschaften plädieren deshalb für einen geringeren Fettkonsum und die Nahrungsmittelindustrie bietet zahlreiche fettreduzierte Lightprodukte an. Einen Dämpfer bekommen die Anti-Fett-Kampagnen nun durch die Ergebnisse der EPIC-Studie, die seit 17 Jahren die Auswirkungen unserer Ernährung auf die Krebsentstehung untersucht.

Beim Vergleich der Daten von etwa 90000 Patienten aus Deutschland, den Niederlanden, England, Italien und Dänemark war kein Zusammenhang zwischen aufgenommener Fettmenge und Übergewicht erkennbar. Selbst beim Blick auf die Fettzusammensetzung zeigte sich kein Einfluss. Weder schienen gesättigte Fettsäuren Gewichtszunahmen zu erklären noch ungesättigte Fettsäuren Pfunde purzeln zu lassen.

„Fettreduzierte Diäten sind keine Lösung für die Adipositasepidemie“, so die Schlussfolgerung der Wissenschaftler. Vielmehr sehen sie die Ursache in der zunehmenden Bewegungsarmut begründet. Beispielsweise weisen die deutschen Männer im europäischen Vergleich den höchsten Anteil massiv Übergewichtiger und die geringste Aktivität auf.

Laut fet sollte nicht eine bestimmte Nährstoffgruppe verteufelt werden, sondern das Augenmerk der Ernährungsempfehlungen auf der Qualität der Nahrungsmittel liegen. Pflanzenöle beispielsweise verlieren durch industrielle Härtung einen großen Teil der gesunden Eigenschaften. Ist pflanzlicher Sahneersatz dann wirklich besser für die Figur?
Fettarme Diäten sind ohnehin meist von vornherein zum Scheitern verurteilt, denn Fett ist ein wichtiger Geschmacksträger. Zudem gehören fettreiche Nahrungsmittel wie Olivenöl, Seefisch und Nüsse zu einer gesunden Ernährung einfach dazu. Quelle: Forouhi NG et al.: Dietary fat intake and subsequent weight change in adults: results from the European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition cohorts. Am J Clin Nutr: 2009.
Quelle: Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e.V. (16.11.09)

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Veröffentlicht: 16.11.2009

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