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  • Fettabsaugen verringert KHK-Risiko nicht


Die Zahl von Patienten, die sich einer Fettabsaugung (Liposuktion) unterziehen, hat auch in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Zwar hat solch ein Eingriff zumeist kosmetische Gründe, jedoch erhoffen sich viele übergewichtige Patienten auch eine Verbesserung möglicher Begleiterkrankungen. Ob dies tatsächlich so ist, untersuchte jetzt eine Studie, die kürzlich im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde. Die Wissenschaftler (Klein et al., N Engl J Med 350: 2549-57, 2004) gingen der Frage nach, ob die Absaugung von Fettgewebe im Abdominalbereich von übergewichtigen Patienten mit einem verbesserten Zuckerstoffwechsel oder einer Verminderung anderer Herz-Kreislauf-Risikofaktoren einhergeht. Das Ergebnis war jedoch durchgehend negativ: Trotz Absaugung von ca. 10 kg Fett aus dem Unterhautfettgewebe im Bereich des Bauches fand sich keine Verbesserung der untersuchten Parameter.  Die Deutsche Adipositas-Gesellschaft als zuständige wissenschaftliche Fachgesellschaft weist im Zusammenhang mit diesen aktuellen Daten darauf hin, dass Fettabsaugung nicht zu den empfohlenen Therapiemaßnahmen bei Übergewicht gehört. In den aktuellen Leitlinien zur Therapie der Adipositas wird ausdrücklich erwähnt, dass dieses Verfahren der plastischen Chirurgie zwar zur lokalen Entfernung überschüssiger Fettdepots eingesetzt werden kann, aber zur Behandlung der Adipositas nicht geeignet ist.  Ein Nutzen dieser Technik für die langfristige Gewichtssenkung ist nicht belegt, die Risiken dieses Eingriffs sind schlecht dokumentiert, aber nicht unerheblich. Auch über Todesfälle ist berichtet worden, so dass Patienten vor einem solchen Eingriff entsprechend sorgfältig aufgeklärt werden müssen.  Mit der jetzt publizierten Studie wurde gezeigt, dass begleitende Risikofaktoren der Adipositas sich durch Fettabsaugung nicht bessern. Insofern kann durch eine Gewichtsabnahme durch Fettabsaugung nicht der gleiche günstige Effekt erzielt werden, wie es über eine Gewichtsabnahme durch Änderung des Essverhaltens und vermehrte körperliche Bewegung erreicht werden kann. (07.07.04)



Die Zahl von Patienten, die sich einer Fettabsaugung (Liposuktion) unterziehen, hat auch in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Zwar hat solch ein Eingriff zumeist kosmetische Gründe, jedoch erhoffen sich viele übergewichtige Patienten auch eine Verbesserung möglicher Begleiterkrankungen. Ob dies tatsächlich so ist, untersuchte jetzt eine Studie, die kürzlich im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde. Die Wissenschaftler (Klein et al., N Engl J Med 350: 2549-57, 2004) gingen der Frage nach, ob die Absaugung von Fettgewebe im Abdominalbereich von übergewichtigen Patienten mit einem verbesserten Zuckerstoffwechsel oder einer Verminderung anderer Herz-Kreislauf-Risikofaktoren einhergeht. Das Ergebnis war jedoch durchgehend negativ: Trotz Absaugung von ca. 10 kg Fett aus dem Unterhautfettgewebe im Bereich des Bauches fand sich keine Verbesserung der untersuchten Parameter.  Die Deutsche Adipositas-Gesellschaft als zuständige wissenschaftliche Fachgesellschaft weist im Zusammenhang mit diesen aktuellen Daten darauf hin, dass Fettabsaugung nicht zu den empfohlenen Therapiemaßnahmen bei Übergewicht gehört. In den aktuellen Leitlinien zur Therapie der Adipositas wird ausdrücklich erwähnt, dass dieses Verfahren der plastischen Chirurgie zwar zur lokalen Entfernung überschüssiger Fettdepots eingesetzt werden kann, aber zur Behandlung der Adipositas nicht geeignet ist.  Ein Nutzen dieser Technik für die langfristige Gewichtssenkung ist nicht belegt, die Risiken dieses Eingriffs sind schlecht dokumentiert, aber nicht unerheblich. Auch über Todesfälle ist berichtet worden, so dass Patienten vor einem solchen Eingriff entsprechend sorgfältig aufgeklärt werden müssen.  Mit der jetzt publizierten Studie wurde gezeigt, dass begleitende Risikofaktoren der Adipositas sich durch Fettabsaugung nicht bessern. Insofern kann durch eine Gewichtsabnahme durch Fettabsaugung nicht der gleiche günstige Effekt erzielt werden, wie es über eine Gewichtsabnahme durch Änderung des Essverhaltens und vermehrte körperliche Bewegung erreicht werden kann. (07.07.04)

Fettabsaugen verringert KHK-Risiko nicht

Die Zahl von Patienten, die sich einer Fettabsaugung (Liposuktion) unterziehen, hat auch in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Zwar hat solch ein Eingriff zumeist kosmetische Gründe, jedoch erhoffen …

Die Zahl von Patienten, die sich einer Fettabsaugung (Liposuktion) unterziehen, hat auch in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Zwar hat solch ein Eingriff zumeist kosmetische Gründe, jedoch erhoffen sich viele übergewichtige Patienten auch eine Verbesserung möglicher Begleiterkrankungen. Ob dies tatsächlich so ist, untersuchte jetzt eine Studie, die kürzlich im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde. Die Wissenschaftler (Klein et al., N Engl J Med 350: 2549-57, 2004) gingen der Frage nach, ob die Absaugung von Fettgewebe im Abdominalbereich von übergewichtigen Patienten mit einem verbesserten Zuckerstoffwechsel oder einer Verminderung anderer Herz-Kreislauf-Risikofaktoren einhergeht. Das Ergebnis war jedoch durchgehend negativ: Trotz Absaugung von ca. 10 kg Fett aus dem Unterhautfettgewebe im Bereich des Bauches fand sich keine Verbesserung der untersuchten Parameter.  Die Deutsche Adipositas-Gesellschaft als zuständige wissenschaftliche Fachgesellschaft weist im Zusammenhang mit diesen aktuellen Daten darauf hin, dass Fettabsaugung nicht zu den empfohlenen Therapiemaßnahmen bei Übergewicht gehört. In den aktuellen Leitlinien zur Therapie der Adipositas wird ausdrücklich erwähnt, dass dieses Verfahren der plastischen Chirurgie zwar zur lokalen Entfernung überschüssiger Fettdepots eingesetzt werden kann, aber zur Behandlung der Adipositas nicht geeignet ist.  Ein Nutzen dieser Technik für die langfristige Gewichtssenkung ist nicht belegt, die Risiken dieses Eingriffs sind schlecht dokumentiert, aber nicht unerheblich. Auch über Todesfälle ist berichtet worden, so dass Patienten vor einem solchen Eingriff entsprechend sorgfältig aufgeklärt werden müssen.  Mit der jetzt publizierten Studie wurde gezeigt, dass begleitende Risikofaktoren der Adipositas sich durch Fettabsaugung nicht bessern. Insofern kann durch eine Gewichtsabnahme durch Fettabsaugung nicht der gleiche günstige Effekt erzielt werden, wie es über eine Gewichtsabnahme durch Änderung des Essverhaltens und vermehrte körperliche Bewegung erreicht werden kann. (07.07.04)

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Veröffentlicht: 07.07.2004

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