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  • Fettbomben gehören nicht in die Schultüte!


Deutschlands Kinder bewegen sich zu wenig und essen falsch. Die Folge: Sie werden immer dicker! Jetzt schlagen auch führende Kinderärzte Alarm. Am Rande ihres Jahrestreffens in Bonn warnen die deutschen Kinder- und Jugendmediziner eindringlich vor den Folgen von Bewegungsmangel und Fehlernährung. Zum Beginn des neuen Schuljahres rät darum der Kongresspräsident Professor Dr. Michael J. Lentze von der Universität Bonn den Eltern von ABC-Schützen zur „Abrüstung“: „Fettbomben gehören nicht in die Schultüte!“

Für Professor Lentze steht fest: Übergewicht und Fettsucht haben sich zu einer "Volkskrankheit" entwickelt. "Mehr als 10 Prozent unserer Kinder sind bereits übergewichtig! Das ist alarmierend, denn die Erfahrung zeigt, dass übergewichtige Vier- bis Sechsjährige auch als Erwachsene fett sein werden." Somit würden aus dicken Schulkindern dicke Erwachsene und später dicke Patienten mit den üblichen Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Arteriosklerose und Schlaganfall.

Weil sich die Kinder immer weniger bewegen als früher und mehr Zeit vor dem Fernseher und dem Computer verbringen, hält das Übergewicht Einzug in immer mehr Kinderzimmer. Auch den Verlust traditioneller Ernährungsgewohnheiten haben Mediziner als Ursache identifiziert: "Viele Kinder kennen das gemeinsame Frühstück oder Abendessen gar nicht mehr", beklagt Professor Lentze. Sie hätten sich zu ‚Gelegenheits-Snackern' entwickelt, die sich ihre Ernährung von der Fernsehwerbung diktieren lassen.

"Wir müssen mit geänderten Lebenskonzepten für gesündere Verhältnisse sorgen", fordert Professor Lentze. "Mehr Obst und Gemüse heißt die Devise!" Und auch die Verbesserung der Bewegungs- und Gesundheitserziehung vom Kindergarten an sei dringend erforderlich. Eine Schlüsselrolle spiele die Schule: "Ich finde, Ernährung müsste den Rang eines Schulfachs erhalten, Schulbücher aktualisiert und Lehrer geschult werden. Außerdem sollten Schulen endlich eine gesunde und ausgewogene Verpflegung anbieten, statt das Problem zu ignorieren!"

 

Zum Schulanfang empfiehlt der Arzt, auch den Inhalt von Schultüten an den Maßstäben einer "gesunden" Ernährung zu orientieren. Eltern sollten weniger Süßigkeiten und dafür mehr Früchte hineinlegen. Das wäre ein Schritt in die richtige Richtung." 12.09.03



Deutschlands Kinder bewegen sich zu wenig und essen falsch. Die Folge: Sie werden immer dicker! Jetzt schlagen auch führende Kinderärzte Alarm. Am Rande ihres Jahrestreffens in Bonn warnen die deutschen Kinder- und Jugendmediziner eindringlich vor den Folgen von Bewegungsmangel und Fehlernährung. Zum Beginn des neuen Schuljahres rät darum der Kongresspräsident Professor Dr. Michael J. Lentze von der Universität Bonn den Eltern von ABC-Schützen zur „Abrüstung“: „Fettbomben gehören nicht in die Schultüte!“

Für Professor Lentze steht fest: Übergewicht und Fettsucht haben sich zu einer "Volkskrankheit" entwickelt. "Mehr als 10 Prozent unserer Kinder sind bereits übergewichtig! Das ist alarmierend, denn die Erfahrung zeigt, dass übergewichtige Vier- bis Sechsjährige auch als Erwachsene fett sein werden." Somit würden aus dicken Schulkindern dicke Erwachsene und später dicke Patienten mit den üblichen Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Arteriosklerose und Schlaganfall.

Weil sich die Kinder immer weniger bewegen als früher und mehr Zeit vor dem Fernseher und dem Computer verbringen, hält das Übergewicht Einzug in immer mehr Kinderzimmer. Auch den Verlust traditioneller Ernährungsgewohnheiten haben Mediziner als Ursache identifiziert: "Viele Kinder kennen das gemeinsame Frühstück oder Abendessen gar nicht mehr", beklagt Professor Lentze. Sie hätten sich zu ‚Gelegenheits-Snackern' entwickelt, die sich ihre Ernährung von der Fernsehwerbung diktieren lassen.

"Wir müssen mit geänderten Lebenskonzepten für gesündere Verhältnisse sorgen", fordert Professor Lentze. "Mehr Obst und Gemüse heißt die Devise!" Und auch die Verbesserung der Bewegungs- und Gesundheitserziehung vom Kindergarten an sei dringend erforderlich. Eine Schlüsselrolle spiele die Schule: "Ich finde, Ernährung müsste den Rang eines Schulfachs erhalten, Schulbücher aktualisiert und Lehrer geschult werden. Außerdem sollten Schulen endlich eine gesunde und ausgewogene Verpflegung anbieten, statt das Problem zu ignorieren!"

 

Zum Schulanfang empfiehlt der Arzt, auch den Inhalt von Schultüten an den Maßstäben einer "gesunden" Ernährung zu orientieren. Eltern sollten weniger Süßigkeiten und dafür mehr Früchte hineinlegen. Das wäre ein Schritt in die richtige Richtung." 12.09.03

Fettbomben gehören nicht in die Schultüte!

Deutschlands Kinder bewegen sich zu wenig und essen falsch. Die Folge: Sie werden immer dicker! Jetzt schlagen auch führende Kinderärzte Alarm. Am Rande ihres Jahrestreffens in Bonn warnen die deutschen …

Deutschlands Kinder bewegen sich zu wenig und essen falsch. Die Folge: Sie werden immer dicker! Jetzt schlagen auch führende Kinderärzte Alarm. Am Rande ihres Jahrestreffens in Bonn warnen die deutschen Kinder- und Jugendmediziner eindringlich vor den Folgen von Bewegungsmangel und Fehlernährung. Zum Beginn des neuen Schuljahres rät darum der Kongresspräsident Professor Dr. Michael J. Lentze von der Universität Bonn den Eltern von ABC-Schützen zur „Abrüstung“: „Fettbomben gehören nicht in die Schultüte!“

Für Professor Lentze steht fest: Übergewicht und Fettsucht haben sich zu einer “Volkskrankheit” entwickelt. “Mehr als 10 Prozent unserer Kinder sind bereits übergewichtig! Das ist alarmierend, denn die Erfahrung zeigt, dass übergewichtige Vier- bis Sechsjährige auch als Erwachsene fett sein werden.” Somit würden aus dicken Schulkindern dicke Erwachsene und später dicke Patienten mit den üblichen Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Arteriosklerose und Schlaganfall.

Weil sich die Kinder immer weniger bewegen als früher und mehr Zeit vor dem Fernseher und dem Computer verbringen, hält das Übergewicht Einzug in immer mehr Kinderzimmer. Auch den Verlust traditioneller Ernährungsgewohnheiten haben Mediziner als Ursache identifiziert: “Viele Kinder kennen das gemeinsame Frühstück oder Abendessen gar nicht mehr”, beklagt Professor Lentze. Sie hätten sich zu ‚Gelegenheits-Snackern’ entwickelt, die sich ihre Ernährung von der Fernsehwerbung diktieren lassen.

“Wir müssen mit geänderten Lebenskonzepten für gesündere Verhältnisse sorgen”, fordert Professor Lentze. “Mehr Obst und Gemüse heißt die Devise!” Und auch die Verbesserung der Bewegungs- und Gesundheitserziehung vom Kindergarten an sei dringend erforderlich. Eine Schlüsselrolle spiele die Schule: “Ich finde, Ernährung müsste den Rang eines Schulfachs erhalten, Schulbücher aktualisiert und Lehrer geschult werden. Außerdem sollten Schulen endlich eine gesunde und ausgewogene Verpflegung anbieten, statt das Problem zu ignorieren!”

 

Zum Schulanfang empfiehlt der Arzt, auch den Inhalt von Schultüten an den Maßstäben einer “gesunden” Ernährung zu orientieren. Eltern sollten weniger Süßigkeiten und dafür mehr Früchte hineinlegen. Das wäre ein Schritt in die richtige Richtung.” 12.09.03

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Veröffentlicht: 12.09.2003

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