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  • Fettgewebemarker als Ansatz der Adipositastherapie


Forschern am Helmholtz Zentrum München und der Harvard Medical School ist es kürzlich gelungen, spezifische Oberflächenproteine zu identifizieren, mit deren Hilfe sich weißes, beiges und braunes Fettgewebe unterscheiden lassen. Die Forscher versprechen sich von den Ergebnissen neue Behandlungsmöglichkeiten für Adipöse und Diabetiker.

Die Arbeiten des Forscherteams um Dr. Siegfried Ussar vom Institut für Diabetes und Adipositas am Helmholtz Zentrum München, Partner im Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD), und Professor C. Ronald Kahn vom Joslin Diabetes Center und der Harvard Medical School wurden im Fachjournal Science Translational Medicine veröffentlicht. Die Ergebnisse könnten  u. a. dazu beitragen, den Anteil an braunem Fettgewebe im Körper zuverlässiger zu erfassen.

„Durch seine Funktion als Wärmekraftwerk des Körpers besitzt das braune Fettgewebe die Funktion, große Mengen an Energie, welche ansonsten im weißen Fettgewebe gespeichert werden, zu verbrennen“, erklärt Ussar. Da das weiße Fettgewebe die Entstehung von Diabetes mellitus Typ 2 begünstigt, sucht die moderne Medizin nach Wegen, das braune Fettgewebe dazu einzusetzen, Fett zu verbrennen. Die neu entdeckten Oberflächenproteine könnten dazu dienen, Wirkstoffe gezielt in das braune Fettgewebe einzubringen, indem sie an diese Proteine gekoppelt werden.

Die Aktivierung des braunen Fettgewebes gilt als Hoffnungsträger in der Bekämpfung von Adipositas. Sie kann es ermöglichen, Übergewicht zu verringern, ohne zwingend die Kalorienzufuhr zu reduzieren. Die Übertragung von Forschungsergebnissen in die Praxis scheitere jedoch häufig daran, dass die identifizierten Mechanismen auch wichtige Funktionen in anderen Organen übernehmen und es so zu unkalkulierbaren Nebenwirkungen kommen kann, so Ussar. Die jetzt veröffentlichten Forschungsarbeiten sollen einen Ausweg aufzeigen, indem die entdeckten Oberflächenmarker sehr spezifisch für die einzelnen Fettarten und unabhängig von der metabolischen Aktivität sind.

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Bereits im vergangenen Jahr berichtete die Ernährungs Umschau über erfolgversprechende Ansätze auf dem Gebiet der Stoffwechselregulation über die zelluläre Kommunikation zwischen braunem und weißem Fettgewebe: http://www.ernaehrungs-umschau.de/archiv/wissenschaft_aktuell/?id=5833 (08.08.14)

Bildquelle: © Ugreen/Thinkstock



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Forschern am Helmholtz Zentrum München und der Harvard Medical School ist es kürzlich gelungen, spezifische Oberflächenproteine zu identifizieren, mit deren Hilfe sich weißes, beiges und braunes Fettgewebe unterscheiden lassen. Die Forscher versprechen sich von den Ergebnissen neue Behandlungsmöglichkeiten für Adipöse und Diabetiker.

Die Arbeiten des Forscherteams um Dr. Siegfried Ussar vom Institut für Diabetes und Adipositas am Helmholtz Zentrum München, Partner im Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD), und Professor C. Ronald Kahn vom Joslin Diabetes Center und der Harvard Medical School wurden im Fachjournal Science Translational Medicine veröffentlicht. Die Ergebnisse könnten  u. a. dazu beitragen, den Anteil an braunem Fettgewebe im Körper zuverlässiger zu erfassen.

„Durch seine Funktion als Wärmekraftwerk des Körpers besitzt das braune Fettgewebe die Funktion, große Mengen an Energie, welche ansonsten im weißen Fettgewebe gespeichert werden, zu verbrennen“, erklärt Ussar. Da das weiße Fettgewebe die Entstehung von Diabetes mellitus Typ 2 begünstigt, sucht die moderne Medizin nach Wegen, das braune Fettgewebe dazu einzusetzen, Fett zu verbrennen. Die neu entdeckten Oberflächenproteine könnten dazu dienen, Wirkstoffe gezielt in das braune Fettgewebe einzubringen, indem sie an diese Proteine gekoppelt werden.

Die Aktivierung des braunen Fettgewebes gilt als Hoffnungsträger in der Bekämpfung von Adipositas. Sie kann es ermöglichen, Übergewicht zu verringern, ohne zwingend die Kalorienzufuhr zu reduzieren. Die Übertragung von Forschungsergebnissen in die Praxis scheitere jedoch häufig daran, dass die identifizierten Mechanismen auch wichtige Funktionen in anderen Organen übernehmen und es so zu unkalkulierbaren Nebenwirkungen kommen kann, so Ussar. Die jetzt veröffentlichten Forschungsarbeiten sollen einen Ausweg aufzeigen, indem die entdeckten Oberflächenmarker sehr spezifisch für die einzelnen Fettarten und unabhängig von der metabolischen Aktivität sind.

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Bereits im vergangenen Jahr berichtete die Ernährungs Umschau über erfolgversprechende Ansätze auf dem Gebiet der Stoffwechselregulation über die zelluläre Kommunikation zwischen braunem und weißem Fettgewebe: http://www.ernaehrungs-umschau.de/archiv/wissenschaft_aktuell/?id=5833 (08.08.14)

Bildquelle: © Ugreen/Thinkstock



Fettgewebemarker als Ansatz der Adipositastherapie

Forschern am Helmholtz Zentrum München und der Harvard Medical School ist es kürzlich gelungen, spezifische Oberflächenproteine zu identifizieren, mit deren Hilfe sich weißes, beiges und braunes Fettgewebe unterscheiden lassen. Die …

Forschern am Helmholtz Zentrum München und der Harvard Medical School ist es kürzlich gelungen, spezifische Oberflächenproteine zu identifizieren, mit deren Hilfe sich weißes, beiges und braunes Fettgewebe unterscheiden lassen. Die Forscher versprechen sich von den Ergebnissen neue Behandlungsmöglichkeiten für Adipöse und Diabetiker.

Die Arbeiten des Forscherteams um Dr. Siegfried Ussar vom Institut für Diabetes und Adipositas am Helmholtz Zentrum München, Partner im Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD), und Professor C. Ronald Kahn vom Joslin Diabetes Center und der Harvard Medical School wurden im Fachjournal Science Translational Medicine veröffentlicht. Die Ergebnisse könnten  u. a. dazu beitragen, den Anteil an braunem Fettgewebe im Körper zuverlässiger zu erfassen.

„Durch seine Funktion als Wärmekraftwerk des Körpers besitzt das braune Fettgewebe die Funktion, große Mengen an Energie, welche ansonsten im weißen Fettgewebe gespeichert werden, zu verbrennen“, erklärt Ussar. Da das weiße Fettgewebe die Entstehung von Diabetes mellitus Typ 2 begünstigt, sucht die moderne Medizin nach Wegen, das braune Fettgewebe dazu einzusetzen, Fett zu verbrennen. Die neu entdeckten Oberflächenproteine könnten dazu dienen, Wirkstoffe gezielt in das braune Fettgewebe einzubringen, indem sie an diese Proteine gekoppelt werden.

Die Aktivierung des braunen Fettgewebes gilt als Hoffnungsträger in der Bekämpfung von Adipositas. Sie kann es ermöglichen, Übergewicht zu verringern, ohne zwingend die Kalorienzufuhr zu reduzieren. Die Übertragung von Forschungsergebnissen in die Praxis scheitere jedoch häufig daran, dass die identifizierten Mechanismen auch wichtige Funktionen in anderen Organen übernehmen und es so zu unkalkulierbaren Nebenwirkungen kommen kann, so Ussar. Die jetzt veröffentlichten Forschungsarbeiten sollen einen Ausweg aufzeigen, indem die entdeckten Oberflächenmarker sehr spezifisch für die einzelnen Fettarten und unabhängig von der metabolischen Aktivität sind.

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Veröffentlicht: 08.08.2014

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