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  • Freihöfe greifen Wurzeln des US-Trends auf


Solidarität und geteiltes Risiko ist der Ursprungsgedanke von so genannten „Freihöfen", die in Deutschland nach weiterer Verbreitung streben. Das Prinzip: Es werden landwirtschaftliche Betriebsgemeinschaften gebildet, deren Existenz von einer großen Hofgruppe sichergestellt wird. Ein Freihof vereint die auf dem Hof arbeitenden und lebenden Familien mit Menschen, die nicht auf dem Hof leben.

In den USA hat sich die vor 20 Jahren aufkommende Idee inzwischen leicht gewandelt. Anfangs bildeten die Mitglieder der Community Supported Agriculture (CSA) eine finanzielle Basis, kauften eine „Farm“, stellten einen Betriebsleiter ein und die Mitglieder erhielten Anteile der angebauten Produkte.

Auch bei den deutschen Freihöfen bzw. Gemeinschaftshöfen stehen die dauerhafte Versorgung mit hochwertigen Nahrungsmitteln und das (finanziell) gemeinsame Betreiben eines Hofes im Vordergrund. Diese Art, Landwirtschaft solidarisch zu betreiben wird dann als Freihof bezeichnet, wenn mindestens 50 % der Erzeugnisse von der Hofgemeinschaft verbraucht werden. Die Hofgemeinschaft zahlt die Mitgliedsbeiträge im Voraus und trägt damit die Risiken mit. Im Gegenzug dafür bekommt sie die Produkte gratis.

Während es in Deutschland derzeit erst acht Freihöfe gibt, werden in den USA bereits zwei Mio. CSA-Farmen betrieben. Jedoch hat sich in der US-Praxis im Laufe der Zeit einiges geändert: Inzwischen ist CSA zu einem populären Weg für den regionalen Einkauf geworden. Die Farmer bieten den Konsumenten eine Anzahl von „Anteilen" in Form einer Gemüsebox an. Mit dem Kauf erwirbt der Kunde eine Mitgliedschaft und abonniert gleichzeitig die wöchentliche Füllung der Box. Was bleibt ist die Vorauszahlung und damit die Risikobeteiligung.

Bei der Freihof-Idee geht es über das Abo hinaus auch um ökologische und gesellschaftliche Aspekte, genauer um die Einsparung fossiler Energie, die Schonung von Böden, Gewässern und Klima und um die Schaffung sozialer Netzwerke, die Ernährungssicherheit und -souveränität herstellen. Der Wunsch nach einer Bewegung, die die Ernährung der Bevölkerung aus der lokalen Landwirtschaft sicherstellen will, soll mehr sein als nur ein cleveres Marketinginstrument. Weitere Informationen sind unter www.localharvest.org/csa einzusehen. Quelle: aid infodienst, Pressemeldung vom 19.01.2011 (04.02.11)





Solidarität und geteiltes Risiko ist der Ursprungsgedanke von so genannten „Freihöfen", die in Deutschland nach weiterer Verbreitung streben. Das Prinzip: Es werden landwirtschaftliche Betriebsgemeinschaften gebildet, deren Existenz von einer großen Hofgruppe sichergestellt wird. Ein Freihof vereint die auf dem Hof arbeitenden und lebenden Familien mit Menschen, die nicht auf dem Hof leben.

In den USA hat sich die vor 20 Jahren aufkommende Idee inzwischen leicht gewandelt. Anfangs bildeten die Mitglieder der Community Supported Agriculture (CSA) eine finanzielle Basis, kauften eine „Farm“, stellten einen Betriebsleiter ein und die Mitglieder erhielten Anteile der angebauten Produkte.

Auch bei den deutschen Freihöfen bzw. Gemeinschaftshöfen stehen die dauerhafte Versorgung mit hochwertigen Nahrungsmitteln und das (finanziell) gemeinsame Betreiben eines Hofes im Vordergrund. Diese Art, Landwirtschaft solidarisch zu betreiben wird dann als Freihof bezeichnet, wenn mindestens 50 % der Erzeugnisse von der Hofgemeinschaft verbraucht werden. Die Hofgemeinschaft zahlt die Mitgliedsbeiträge im Voraus und trägt damit die Risiken mit. Im Gegenzug dafür bekommt sie die Produkte gratis.

Während es in Deutschland derzeit erst acht Freihöfe gibt, werden in den USA bereits zwei Mio. CSA-Farmen betrieben. Jedoch hat sich in der US-Praxis im Laufe der Zeit einiges geändert: Inzwischen ist CSA zu einem populären Weg für den regionalen Einkauf geworden. Die Farmer bieten den Konsumenten eine Anzahl von „Anteilen" in Form einer Gemüsebox an. Mit dem Kauf erwirbt der Kunde eine Mitgliedschaft und abonniert gleichzeitig die wöchentliche Füllung der Box. Was bleibt ist die Vorauszahlung und damit die Risikobeteiligung.

Bei der Freihof-Idee geht es über das Abo hinaus auch um ökologische und gesellschaftliche Aspekte, genauer um die Einsparung fossiler Energie, die Schonung von Böden, Gewässern und Klima und um die Schaffung sozialer Netzwerke, die Ernährungssicherheit und -souveränität herstellen. Der Wunsch nach einer Bewegung, die die Ernährung der Bevölkerung aus der lokalen Landwirtschaft sicherstellen will, soll mehr sein als nur ein cleveres Marketinginstrument. Weitere Informationen sind unter www.localharvest.org/csa einzusehen. Quelle: aid infodienst, Pressemeldung vom 19.01.2011 (04.02.11)



Freihöfe greifen Wurzeln des US-Trends auf

Solidarität und geteiltes Risiko ist der Ursprungsgedanke von so genannten „Freihöfen", die in Deutschland nach weiterer Verbreitung streben. Das Prinzip: Es werden landwirtschaftliche Betriebsgemeinschaften gebildet, deren Existenz von einer großen …

Solidarität und geteiltes Risiko ist der Ursprungsgedanke von so genannten „Freihöfen”, die in Deutschland nach weiterer Verbreitung streben. Das Prinzip: Es werden landwirtschaftliche Betriebsgemeinschaften gebildet, deren Existenz von einer großen Hofgruppe sichergestellt wird. Ein Freihof vereint die auf dem Hof arbeitenden und lebenden Familien mit Menschen, die nicht auf dem Hof leben.

In den USA hat sich die vor 20 Jahren aufkommende Idee inzwischen leicht gewandelt. Anfangs bildeten die Mitglieder der Community Supported Agriculture (CSA) eine finanzielle Basis, kauften eine „Farm“, stellten einen Betriebsleiter ein und die Mitglieder erhielten Anteile der angebauten Produkte.

Auch bei den deutschen Freihöfen bzw. Gemeinschaftshöfen stehen die dauerhafte Versorgung mit hochwertigen Nahrungsmitteln und das (finanziell) gemeinsame Betreiben eines Hofes im Vordergrund. Diese Art, Landwirtschaft solidarisch zu betreiben wird dann als Freihof bezeichnet, wenn mindestens 50 % der Erzeugnisse von der Hofgemeinschaft verbraucht werden. Die Hofgemeinschaft zahlt die Mitgliedsbeiträge im Voraus und trägt damit die Risiken mit. Im Gegenzug dafür bekommt sie die Produkte gratis.

Während es in Deutschland derzeit erst acht Freihöfe gibt, werden in den USA bereits zwei Mio. CSA-Farmen betrieben. Jedoch hat sich in der US-Praxis im Laufe der Zeit einiges geändert: Inzwischen ist CSA zu einem populären Weg für den regionalen Einkauf geworden. Die Farmer bieten den Konsumenten eine Anzahl von „Anteilen” in Form einer Gemüsebox an. Mit dem Kauf erwirbt der Kunde eine Mitgliedschaft und abonniert gleichzeitig die wöchentliche Füllung der Box. Was bleibt ist die Vorauszahlung und damit die Risikobeteiligung.

Bei der Freihof-Idee geht es über das Abo hinaus auch um ökologische und gesellschaftliche Aspekte, genauer um die Einsparung fossiler Energie, die Schonung von Böden, Gewässern und Klima und um die Schaffung sozialer Netzwerke, die Ernährungssicherheit und -souveränität herstellen. Der Wunsch nach einer Bewegung, die die Ernährung der Bevölkerung aus der lokalen Landwirtschaft sicherstellen will, soll mehr sein als nur ein cleveres Marketinginstrument. Weitere Informationen sind unter www.localharvest.org/csa einzusehen. Quelle: aid infodienst, Pressemeldung vom 19.01.2011 (04.02.11)

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Veröffentlicht: 04.02.2011

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