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  • Golden Rice: Mehr Vitamin A, weniger Erblindungen


Die Unterversorgung mit Vitamin A ist ein weit verbreitetes Ernährungsproblem in Regionen, in denen Reis das Grundnahrungsmittel ist. Reis liefert nicht genügend ß-Karotin, die Vorstufe des Vitamin A. Vor allem in Asien leiden deshalb viele Menschen unter Augenkrankheiten, die bis zum Erblinden führen können. Auch die erhöhte Kindersterblichkeit wird auf eine durch Vitamin A-Mangel verursachte Schwächung des Immunsystems zurückgeführt.

Vor knapp zehn Jahren begann deshalb eine internationale Arbeitsgruppe um Prof. Ingo POTRYKUS, ETH Zürich, und Prof. Peter BEYER, Universität Freiburg, einen neuen karotinhaltigen Reis zu entwickeln. Er sollte einen Beitrag leisten, das Problem der Vitamin A-Unterversorgung vor allem in Asien zu überwinden. Das Projekt wurde von internationalen Stiftungen und Unternehmen unterstützt.

Um einen Biosyntheseweg für Karotin im Reis aufzubauen wurden zwei Gene, eines aus der Narzisse und eines von dem Bakterium Erwinia uredovora, übertragen. Das Karotin in den Körnern führt zu einer gelben Färbung des Reises, weswegen er als Golden Rice bezeichnet wird.

In weiteren Forschungsarbeiten konnte der Gehalt an ß-Karotin, deutlich gesteigert werden, indem das aus der Narzisse stammende Gen durch eines aus dem Mais ersetzt wurde. Dieser Reis wird auch als Golden Rice 2 bezeichnet. Eine durchschnittliche Ration von diesem Reis soll den täglichen Vitamin A-Bedarf eines Kleinkinds zur Hälfte decken. Der Biosyntheseweg für ß-Karotin kann jetzt durch einfache Kreuzung in lokal angepasste Sorten übertragen werden. Wenn der Anbau zugelassen ist, soll das Saatgut für Kleinbauern in Entwicklungsländern lizenzfrei erhältlich sein.

Zurzeit werden Studien zu der Bioverfügbarkeit des Provitamin A durchgeführt. Es wird geprüft, welche Verluste durch Lagerung und Zubereitung entstehen und welche Mengen beim Verzehr tatsächlich aufgenommen und in Vitamin A umgewandelt werden. Erste Ergebnisse weisen darauf hin, dass das im Reiskorn enthaltene ß-Karotin eine hohe biologische Wirksamkeit hat. Weitere Informationen: www.goldenrice.org, www.transgen.de (07.07.08)





Die Unterversorgung mit Vitamin A ist ein weit verbreitetes Ernährungsproblem in Regionen, in denen Reis das Grundnahrungsmittel ist. Reis liefert nicht genügend ß-Karotin, die Vorstufe des Vitamin A. Vor allem in Asien leiden deshalb viele Menschen unter Augenkrankheiten, die bis zum Erblinden führen können. Auch die erhöhte Kindersterblichkeit wird auf eine durch Vitamin A-Mangel verursachte Schwächung des Immunsystems zurückgeführt.

Vor knapp zehn Jahren begann deshalb eine internationale Arbeitsgruppe um Prof. Ingo POTRYKUS, ETH Zürich, und Prof. Peter BEYER, Universität Freiburg, einen neuen karotinhaltigen Reis zu entwickeln. Er sollte einen Beitrag leisten, das Problem der Vitamin A-Unterversorgung vor allem in Asien zu überwinden. Das Projekt wurde von internationalen Stiftungen und Unternehmen unterstützt.

Um einen Biosyntheseweg für Karotin im Reis aufzubauen wurden zwei Gene, eines aus der Narzisse und eines von dem Bakterium Erwinia uredovora, übertragen. Das Karotin in den Körnern führt zu einer gelben Färbung des Reises, weswegen er als Golden Rice bezeichnet wird.

In weiteren Forschungsarbeiten konnte der Gehalt an ß-Karotin, deutlich gesteigert werden, indem das aus der Narzisse stammende Gen durch eines aus dem Mais ersetzt wurde. Dieser Reis wird auch als Golden Rice 2 bezeichnet. Eine durchschnittliche Ration von diesem Reis soll den täglichen Vitamin A-Bedarf eines Kleinkinds zur Hälfte decken. Der Biosyntheseweg für ß-Karotin kann jetzt durch einfache Kreuzung in lokal angepasste Sorten übertragen werden. Wenn der Anbau zugelassen ist, soll das Saatgut für Kleinbauern in Entwicklungsländern lizenzfrei erhältlich sein.

Zurzeit werden Studien zu der Bioverfügbarkeit des Provitamin A durchgeführt. Es wird geprüft, welche Verluste durch Lagerung und Zubereitung entstehen und welche Mengen beim Verzehr tatsächlich aufgenommen und in Vitamin A umgewandelt werden. Erste Ergebnisse weisen darauf hin, dass das im Reiskorn enthaltene ß-Karotin eine hohe biologische Wirksamkeit hat. Weitere Informationen: www.goldenrice.org, www.transgen.de (07.07.08)



Golden Rice: Mehr Vitamin A, weniger Erblindungen

Die Unterversorgung mit Vitamin A ist ein weit verbreitetes Ernährungsproblem in Regionen, in denen Reis das Grundnahrungsmittel ist. Reis liefert nicht genügend ß-Karotin, die Vorstufe des Vitamin A. Vor allem …

Die Unterversorgung mit Vitamin A ist ein weit verbreitetes Ernährungsproblem in Regionen, in denen Reis das Grundnahrungsmittel ist. Reis liefert nicht genügend ß-Karotin, die Vorstufe des Vitamin A. Vor allem in Asien leiden deshalb viele Menschen unter Augenkrankheiten, die bis zum Erblinden führen können. Auch die erhöhte Kindersterblichkeit wird auf eine durch Vitamin A-Mangel verursachte Schwächung des Immunsystems zurückgeführt.

Vor knapp zehn Jahren begann deshalb eine internationale Arbeitsgruppe um Prof. Ingo POTRYKUS, ETH Zürich, und Prof. Peter BEYER, Universität Freiburg, einen neuen karotinhaltigen Reis zu entwickeln. Er sollte einen Beitrag leisten, das Problem der Vitamin A-Unterversorgung vor allem in Asien zu überwinden. Das Projekt wurde von internationalen Stiftungen und Unternehmen unterstützt.

Um einen Biosyntheseweg für Karotin im Reis aufzubauen wurden zwei Gene, eines aus der Narzisse und eines von dem Bakterium Erwinia uredovora, übertragen. Das Karotin in den Körnern führt zu einer gelben Färbung des Reises, weswegen er als Golden Rice bezeichnet wird.

In weiteren Forschungsarbeiten konnte der Gehalt an ß-Karotin, deutlich gesteigert werden, indem das aus der Narzisse stammende Gen durch eines aus dem Mais ersetzt wurde. Dieser Reis wird auch als Golden Rice 2 bezeichnet. Eine durchschnittliche Ration von diesem Reis soll den täglichen Vitamin A-Bedarf eines Kleinkinds zur Hälfte decken. Der Biosyntheseweg für ß-Karotin kann jetzt durch einfache Kreuzung in lokal angepasste Sorten übertragen werden. Wenn der Anbau zugelassen ist, soll das Saatgut für Kleinbauern in Entwicklungsländern lizenzfrei erhältlich sein.

Zurzeit werden Studien zu der Bioverfügbarkeit des Provitamin A durchgeführt. Es wird geprüft, welche Verluste durch Lagerung und Zubereitung entstehen und welche Mengen beim Verzehr tatsächlich aufgenommen und in Vitamin A umgewandelt werden. Erste Ergebnisse weisen darauf hin, dass das im Reiskorn enthaltene ß-Karotin eine hohe biologische Wirksamkeit hat. Weitere Informationen: www.goldenrice.org, www.transgen.de (07.07.08)

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Veröffentlicht: 07.07.2008

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