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  • Greenpeace – Verbotene Pestizide in deutschem Obst und Gemüse


In Deutschland produziertes Obst und Gemüse ist nach Angaben der Umweltorganisation Greenpeace mit illegalen Pflanzenschutzmitteln belastet. Besonders betroffen sind demnach frische Kräuter und Himbeeren, gefolgt von Feldsalat, Birnen, Rucola und Johannisbeeren.

Greenpeace hat nach eigenen Angaben Analyseergebnisse des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit aus dem Jahr 2006 ausgewertet. Die Umweltorganisation wirft dem BVL vor, die Daten nicht selbst auf verbotene Pestizide zu prüfen. Außerdem kritisiert sie, dass das BVL nicht alle Untersuchungsergebnisse zur Verfügung gestellt habe. Das BVL muss einen Teil der Daten an die EU weitergeben, die sie dann veröffentlicht hat. Nur so sei Greenpeace wenigstens an einen Teil der Ergebnisse gekommen.

Es handelte sich dabei um Proben mit Mehrfachrückständen bzw. mit Überschreitungen der gesetzlich festgelegten Höchstmengen. Sie repräsentieren ca. 70 % der belasteten Proben und über 90 % aller nachgewiesenen Rückstände. In absoluten Zahlen sind dies 2.176 Proben mit insgesamt ca. 8.500 Rückständen. Davon enthielten 199 Proben nicht zugelassene Wirkstoffe, d. h. 9 % der Proben mit Mehrfachrückständen oder Überschreitungen der Höchstmenge enthielten Pflanzenschutzmittel, deren Verwendung 2006 nicht zugelassen war. Bezogen auf alle deutschen Proben (ca. 7.300) ergibt sich ein Anteil von 2,7 %.

In der Greenpeace-Studie wird betont, dass die Belastung mit unerlaubten Pestiziden nicht nur auf falschen Herkunftsbezeichnungen oder Importen von Jungpflanzen beruhen können. Insgesamt wurden 59 verschiedene nicht zugelassene Wirkstoffe nachgewiesen. 21 dieser Verbindungen befanden sich mindestens seit 2003 nicht in der EU Positivliste und hätten deshalb im Jahr 2006 in der gesamten EU nicht mehr im Verkehr sein dürfen.

Außerdem befanden sich unter den nachgewiesenen Wirkstoffen sechs Verbindungen, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als "obsolet" eingestuft werden. Diese Stoffe sind in keinem Land mehr zugelassen und dürfen weltweit nicht mehr vermarktet werden.
Die Umweltorganisation fordert deshalb wirksame Maßnahmen gegen den Verkauf und Einsatz illegaler Pestizide. Quellen: Greenpeace, Pressemeldung, und Report Illegale Pestizide in Obst und Gemüse aus Deutschland, beides vom 21.08.2008 (22.09.08)





In Deutschland produziertes Obst und Gemüse ist nach Angaben der Umweltorganisation Greenpeace mit illegalen Pflanzenschutzmitteln belastet. Besonders betroffen sind demnach frische Kräuter und Himbeeren, gefolgt von Feldsalat, Birnen, Rucola und Johannisbeeren.

Greenpeace hat nach eigenen Angaben Analyseergebnisse des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit aus dem Jahr 2006 ausgewertet. Die Umweltorganisation wirft dem BVL vor, die Daten nicht selbst auf verbotene Pestizide zu prüfen. Außerdem kritisiert sie, dass das BVL nicht alle Untersuchungsergebnisse zur Verfügung gestellt habe. Das BVL muss einen Teil der Daten an die EU weitergeben, die sie dann veröffentlicht hat. Nur so sei Greenpeace wenigstens an einen Teil der Ergebnisse gekommen.

Es handelte sich dabei um Proben mit Mehrfachrückständen bzw. mit Überschreitungen der gesetzlich festgelegten Höchstmengen. Sie repräsentieren ca. 70 % der belasteten Proben und über 90 % aller nachgewiesenen Rückstände. In absoluten Zahlen sind dies 2.176 Proben mit insgesamt ca. 8.500 Rückständen. Davon enthielten 199 Proben nicht zugelassene Wirkstoffe, d. h. 9 % der Proben mit Mehrfachrückständen oder Überschreitungen der Höchstmenge enthielten Pflanzenschutzmittel, deren Verwendung 2006 nicht zugelassen war. Bezogen auf alle deutschen Proben (ca. 7.300) ergibt sich ein Anteil von 2,7 %.

In der Greenpeace-Studie wird betont, dass die Belastung mit unerlaubten Pestiziden nicht nur auf falschen Herkunftsbezeichnungen oder Importen von Jungpflanzen beruhen können. Insgesamt wurden 59 verschiedene nicht zugelassene Wirkstoffe nachgewiesen. 21 dieser Verbindungen befanden sich mindestens seit 2003 nicht in der EU Positivliste und hätten deshalb im Jahr 2006 in der gesamten EU nicht mehr im Verkehr sein dürfen.

Außerdem befanden sich unter den nachgewiesenen Wirkstoffen sechs Verbindungen, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als "obsolet" eingestuft werden. Diese Stoffe sind in keinem Land mehr zugelassen und dürfen weltweit nicht mehr vermarktet werden.
Die Umweltorganisation fordert deshalb wirksame Maßnahmen gegen den Verkauf und Einsatz illegaler Pestizide. Quellen: Greenpeace, Pressemeldung, und Report Illegale Pestizide in Obst und Gemüse aus Deutschland, beides vom 21.08.2008 (22.09.08)



Greenpeace – Verbotene Pestizide in deutschem Obst und Gemüse

In Deutschland produziertes Obst und Gemüse ist nach Angaben der Umweltorganisation Greenpeace mit illegalen Pflanzenschutzmitteln belastet. Besonders betroffen sind demnach frische Kräuter und Himbeeren, gefolgt von Feldsalat, Birnen, Rucola und …

In Deutschland produziertes Obst und Gemüse ist nach Angaben der Umweltorganisation Greenpeace mit illegalen Pflanzenschutzmitteln belastet. Besonders betroffen sind demnach frische Kräuter und Himbeeren, gefolgt von Feldsalat, Birnen, Rucola und Johannisbeeren.

Greenpeace hat nach eigenen Angaben Analyseergebnisse des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit aus dem Jahr 2006 ausgewertet. Die Umweltorganisation wirft dem BVL vor, die Daten nicht selbst auf verbotene Pestizide zu prüfen. Außerdem kritisiert sie, dass das BVL nicht alle Untersuchungsergebnisse zur Verfügung gestellt habe. Das BVL muss einen Teil der Daten an die EU weitergeben, die sie dann veröffentlicht hat. Nur so sei Greenpeace wenigstens an einen Teil der Ergebnisse gekommen.

Es handelte sich dabei um Proben mit Mehrfachrückständen bzw. mit Überschreitungen der gesetzlich festgelegten Höchstmengen. Sie repräsentieren ca. 70 % der belasteten Proben und über 90 % aller nachgewiesenen Rückstände. In absoluten Zahlen sind dies 2.176 Proben mit insgesamt ca. 8.500 Rückständen. Davon enthielten 199 Proben nicht zugelassene Wirkstoffe, d. h. 9 % der Proben mit Mehrfachrückständen oder Überschreitungen der Höchstmenge enthielten Pflanzenschutzmittel, deren Verwendung 2006 nicht zugelassen war. Bezogen auf alle deutschen Proben (ca. 7.300) ergibt sich ein Anteil von 2,7 %.

In der Greenpeace-Studie wird betont, dass die Belastung mit unerlaubten Pestiziden nicht nur auf falschen Herkunftsbezeichnungen oder Importen von Jungpflanzen beruhen können. Insgesamt wurden 59 verschiedene nicht zugelassene Wirkstoffe nachgewiesen. 21 dieser Verbindungen befanden sich mindestens seit 2003 nicht in der EU Positivliste und hätten deshalb im Jahr 2006 in der gesamten EU nicht mehr im Verkehr sein dürfen.

Außerdem befanden sich unter den nachgewiesenen Wirkstoffen sechs Verbindungen, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als “obsolet” eingestuft werden. Diese Stoffe sind in keinem Land mehr zugelassen und dürfen weltweit nicht mehr vermarktet werden.
Die Umweltorganisation fordert deshalb wirksame Maßnahmen gegen den Verkauf und Einsatz illegaler Pestizide. Quellen: Greenpeace, Pressemeldung, und Report Illegale Pestizide in Obst und Gemüse aus Deutschland, beides vom 21.08.2008 (22.09.08)

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Veröffentlicht: 22.09.2008

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