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  • Iss, was dir guttut!
Gemeinsam essen und genießen schafft Nähe für Familie und Freunde. © Pavel Kriuchkovi / Stock / Thinkstock
Kleines Mädchen © Pavel Kriuchkovi / Stock / Thinkstock
Gemeinsam essen und genießen schafft Nähe für Familie und Freunde. © Pavel Kriuchkovi / Stock / Thinkstock
Kleines Mädchen © Pavel Kriuchkovi / Stock / Thinkstock
Gemeinsam essen und genießen schafft Nähe für Familie und Freunde. © Pavel Kriuchkovi / Stock / Thinkstock
Gemeinsam essen und genießen schafft Nähe für Familie und Freunde. © Pavel Kriuchkovi / Stock / Thinkstock

Zu guter Letzt: Iss, was dir guttut!

„Wenn ich gut esse, fühle ich mich wohler.“ Auf diese Botschaft sollte sich Ernährungskommunikation konzentrieren, folgt man Britta Renner (Gesundheitspsychologie) und Matthias Hastall (Gesundheitskommunikation), zwei Referenten des diesjährigen BZfE-Forums1.

Warum diese Kommunikationswende? Rationale, nur auf den Körper ausgerichtete Argumente („Ballaststoffe aus Vollkorn senken das Risiko für Diabetes mellitus Typ 2“) erreichen meist nur bereits hochmotivierte Zielgruppen. Anordnungen und Regeln wecken zudem natürliche Abwehrreaktionen: „Iss 5 am Tag!“ – „Nö, das schaff ich eh nicht und warum eigentlich?“ Die Menschen reagieren zunehmend aufgebracht, wenn man ihnen einfach zu wenig Motivation zu einer gesundheitsfördernden Ernährung unterstellt. Voll im Trend ist gerade eine Abwehrreaktion, die „die Glaubwürdigkeit der Informationsquelle abwertet“2; zu sehen als verbreitetes Institutionen-Bashing im Internet3.

„Wohlfühlbotschaften" hingegen bieten Nutzen und Motivation. Laut Renner entscheiden Menschen meist automatisiert und damit unbewusst über das, was sie essen. Für eine bewusste (Anders-)Entscheidung brauchen sie einen Anreiz, eine positive Motivation, am besten im Augenblick des Verzehrs. Den Ernährungsmultiplikatoren/-innen stellt sich hier die Aufgabe, zu zeigen, wie man sich mit gesundem Essen (und Leben) etwas Gutes tun kann. Etwas, das gleich zu erleben ist und nicht erst in 30 Jahren. Dabei dürfen sie natürlich keine falschen Versprechungen machen und anspruchsvolles Referenzwerte-Erfüllungs-Essen (Rucola-Quinoa-Burger) nicht einfach als lecker und leicht zuzubereiten umdeklarieren.

Im Augenblick der Essentscheidung geht es in unserer Überflussgesellschaft viel um Seelenglück, aber auch um spontane Befindlichkeit. Also ran an die positiven Botschaften! Ich wage mal ein erstes Brainstorming: Grüner Tee am Morgen ist leicht bekömmlich und macht mich wach. „Fett schmeckt gut, bunt auch.“ Bewegung erzeugt ein absolut angenehmes Körpergefühl. Gemeinsam essen und genießen (auch wenn es Lasagne ist) schafft Nähe für Familie und Freunde (und damit Gesundheit).

Traditionelle Wurstwaren sind Heimatkultur, Radieschen und Kresse auch. „Von Brokkoli bis Hummus“: Neue Esskulturen sind ein Geschenk (und oft gemüsereicher als unsere eigene) usw. Wie gesagt, nur ein Brainstorming – vielleicht haben Sie ja andere Ideen, was sich alles gut anfühlen kann in Verbindung mit genussvollem Essen. Und wie man denen davon erzählt, denen es schwerfällt, das zu glauben. Und wenn Sie Ihre Idee gut finden, reichen Sie sie gleich ein beim Ideenwettbewerb des BZfE4.

Ihre Sabine Schmidt


Quellen:

1 BZfE = Bundeszentrum für Ernährung. Tagungsbericht ab S. M608 in diesem Heft 

2 nach Hastall, BZfE Forum 

3 z. B. https://youtu.be.com/watch?v=_Ef HM1YUKjc 

4 www.bzfe.de/inhalt/ideenaufruf-vom- wissen-zum-handeln-29980.html

Verschlagwortet mit: Ernährung, Esskultur, Bundeszentrum für Ernährung, Aktuelle Ausgabe, Motivation
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Veröffentlicht: 16.11.2017

Autor

Dr. Sabine Schmidt
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