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  • Keine Empfehlung für IgG-Antikörpertests gegen Nahrungsmittel


Seit langem werden Labortests angeboten, die angeblich bei Nahrungsmittelunverträglichkeit die Auslöser klären sollen1. Jetzt warnen Allergie- Experten2 in Deutschland, Österreich, der Schweiz und ganz Europa3: Die im Labor ermittelten IgG-Antikörper gegen viele hundert Nahrungsmittel haben gar nichts mit Krankheit zu tun2, 3. Diese Untersuchungen aus bestimmten Labors sind daher sinnlos. Dennoch werden sie häufig über das Internet oder Werbeanzeigen für viele Gesundheitsstörungen wie Darm- und Hauterkrankungen oder Beschwerden wie Migräne, chronische Müdigkeit und Übergewicht angeboten. Die Kosten müssen die Betroffenen meistens selbst tragen4, da die Tests nicht anerkannt sind.

Der Körper reagiert auf fremde Proteine in der Nahrung mit der Produktion von IgG-Antikörpern. Das ist die natürliche Reaktion des Immunsystems. Daher ist die Behauptung falsch, dass IgG gegen Nahrungsmittel eine Unverträglichkeit oder eine andere Störung anzeigt.

Die Testergebnisse dienen häufig als Begründung für ungerechtfertigte, einschneidende Diäten. Sie erhöhen damit den Leidensdruck, schränken die Lebensqualität ein und tragen zur Verunsicherung oder Gefährdung der Betroffenen bei. Die deutschsprachigen und europäischen Allergie-Gesellschaften warnen daher vor den irreführenden Labortests: Bestimmungen von IgG-Antikörpern gegen Nahrungsmittel sind eindeutig abzulehnen und sollten nicht mehr empfohlen werden.
Literatur:
1. Kleine-Tebbe, J et al. (2005) Nahrungsmittelallergie und –unverträglichkeit: Bewährte statt nicht evaluierte Diagnostik. Dtsch Ärztebl;102: A1965-9.
2. Kleine-Tebbe, J et al. (2009) Keine Empfehlung für IgG und IgG4-Bestimmungen gegen
Nahrungsmittel. Leitlinie der deutschsprachigen Allergiegesellschaften (DGAKI, ÄDA,
GPA, ÖGAI und SGAI; Abkürzungen siehe unten). Allergo Journal 18:267–73.
3. Stapel, S O (2008) et al. Testing for IgG(4) against foods is not recommended as a diagnostic tool: European Academy of Allergy and Clinical Immunology (EAACI) Task Force Report. Allergy 63: 793–6.
4. Kubitschek, J Goldesel Patient - Das große Geschäft mit dubiosen Allergietests. Spiegel Online - Nachrichten; Wissenschaft; vom 03.01.2005
www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,332917,00.html
Quelle: Gemeinsame Information der deutschsprachigen Allergie-Gesellschaften und der Europäischen Allergie-Akademie: DGAKI: Deutsche Gesellschaft für Allergie und Klinische Immunologie (www.dgaki.de), ÄDA: Ärzteverband Deutscher Allergologen (www.aeda.de),
GPA: Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin (www.gpau.de), ÖGAI: Österreichische Gesellschaft für Allergologie und Immunologie (www.oegai.org), SGAI: Schweizerische Gesellschaft für Allergologie und Immunologie (www.sgai-ssai.ch), EAACI: European Academy of Allergy and Clinical Immunology (www.eaaci.net). (18.11.09)





Seit langem werden Labortests angeboten, die angeblich bei Nahrungsmittelunverträglichkeit die Auslöser klären sollen1. Jetzt warnen Allergie- Experten2 in Deutschland, Österreich, der Schweiz und ganz Europa3: Die im Labor ermittelten IgG-Antikörper gegen viele hundert Nahrungsmittel haben gar nichts mit Krankheit zu tun2, 3. Diese Untersuchungen aus bestimmten Labors sind daher sinnlos. Dennoch werden sie häufig über das Internet oder Werbeanzeigen für viele Gesundheitsstörungen wie Darm- und Hauterkrankungen oder Beschwerden wie Migräne, chronische Müdigkeit und Übergewicht angeboten. Die Kosten müssen die Betroffenen meistens selbst tragen4, da die Tests nicht anerkannt sind.

Der Körper reagiert auf fremde Proteine in der Nahrung mit der Produktion von IgG-Antikörpern. Das ist die natürliche Reaktion des Immunsystems. Daher ist die Behauptung falsch, dass IgG gegen Nahrungsmittel eine Unverträglichkeit oder eine andere Störung anzeigt.

Die Testergebnisse dienen häufig als Begründung für ungerechtfertigte, einschneidende Diäten. Sie erhöhen damit den Leidensdruck, schränken die Lebensqualität ein und tragen zur Verunsicherung oder Gefährdung der Betroffenen bei. Die deutschsprachigen und europäischen Allergie-Gesellschaften warnen daher vor den irreführenden Labortests: Bestimmungen von IgG-Antikörpern gegen Nahrungsmittel sind eindeutig abzulehnen und sollten nicht mehr empfohlen werden.
Literatur:
1. Kleine-Tebbe, J et al. (2005) Nahrungsmittelallergie und –unverträglichkeit: Bewährte statt nicht evaluierte Diagnostik. Dtsch Ärztebl;102: A1965-9.
2. Kleine-Tebbe, J et al. (2009) Keine Empfehlung für IgG und IgG4-Bestimmungen gegen
Nahrungsmittel. Leitlinie der deutschsprachigen Allergiegesellschaften (DGAKI, ÄDA,
GPA, ÖGAI und SGAI; Abkürzungen siehe unten). Allergo Journal 18:267–73.
3. Stapel, S O (2008) et al. Testing for IgG(4) against foods is not recommended as a diagnostic tool: European Academy of Allergy and Clinical Immunology (EAACI) Task Force Report. Allergy 63: 793–6.
4. Kubitschek, J Goldesel Patient - Das große Geschäft mit dubiosen Allergietests. Spiegel Online - Nachrichten; Wissenschaft; vom 03.01.2005
www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,332917,00.html
Quelle: Gemeinsame Information der deutschsprachigen Allergie-Gesellschaften und der Europäischen Allergie-Akademie: DGAKI: Deutsche Gesellschaft für Allergie und Klinische Immunologie (www.dgaki.de), ÄDA: Ärzteverband Deutscher Allergologen (www.aeda.de),
GPA: Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin (www.gpau.de), ÖGAI: Österreichische Gesellschaft für Allergologie und Immunologie (www.oegai.org), SGAI: Schweizerische Gesellschaft für Allergologie und Immunologie (www.sgai-ssai.ch), EAACI: European Academy of Allergy and Clinical Immunology (www.eaaci.net). (18.11.09)



Keine Empfehlung für IgG-Antikörpertests gegen Nahrungsmittel

Seit langem werden Labortests angeboten, die angeblich bei Nahrungsmittelunverträglichkeit die Auslöser klären sollen1. Jetzt warnen Allergie- Experten2 in Deutschland, Österreich, der Schweiz und ganz Europa3: Die im Labor ermittelten IgG-Antikörper …

Seit langem werden Labortests angeboten, die angeblich bei Nahrungsmittelunverträglichkeit die Auslöser klären sollen1. Jetzt warnen Allergie- Experten2 in Deutschland, Österreich, der Schweiz und ganz Europa3: Die im Labor ermittelten IgG-Antikörper gegen viele hundert Nahrungsmittel haben gar nichts mit Krankheit zu tun2, 3. Diese Untersuchungen aus bestimmten Labors sind daher sinnlos. Dennoch werden sie häufig über das Internet oder Werbeanzeigen für viele Gesundheitsstörungen wie Darm- und Hauterkrankungen oder Beschwerden wie Migräne, chronische Müdigkeit und Übergewicht angeboten. Die Kosten müssen die Betroffenen meistens selbst tragen4, da die Tests nicht anerkannt sind.

Der Körper reagiert auf fremde Proteine in der Nahrung mit der Produktion von IgG-Antikörpern. Das ist die natürliche Reaktion des Immunsystems. Daher ist die Behauptung falsch, dass IgG gegen Nahrungsmittel eine Unverträglichkeit oder eine andere Störung anzeigt.

Die Testergebnisse dienen häufig als Begründung für ungerechtfertigte, einschneidende Diäten. Sie erhöhen damit den Leidensdruck, schränken die Lebensqualität ein und tragen zur Verunsicherung oder Gefährdung der Betroffenen bei. Die deutschsprachigen und europäischen Allergie-Gesellschaften warnen daher vor den irreführenden Labortests: Bestimmungen von IgG-Antikörpern gegen Nahrungsmittel sind eindeutig abzulehnen und sollten nicht mehr empfohlen werden.
Literatur:
1. Kleine-Tebbe, J et al. (2005) Nahrungsmittelallergie und –unverträglichkeit: Bewährte statt nicht evaluierte Diagnostik. Dtsch Ärztebl;102: A1965-9.
2. Kleine-Tebbe, J et al. (2009) Keine Empfehlung für IgG und IgG4-Bestimmungen gegen
Nahrungsmittel. Leitlinie der deutschsprachigen Allergiegesellschaften (DGAKI, ÄDA,
GPA, ÖGAI und SGAI; Abkürzungen siehe unten). Allergo Journal 18:267–73.
3. Stapel, S O (2008) et al. Testing for IgG(4) against foods is not recommended as a diagnostic tool: European Academy of Allergy and Clinical Immunology (EAACI) Task Force Report. Allergy 63: 793–6.
4. Kubitschek, J Goldesel Patient – Das große Geschäft mit dubiosen Allergietests. Spiegel Online – Nachrichten; Wissenschaft; vom 03.01.2005
www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,332917,00.html
Quelle: Gemeinsame Information der deutschsprachigen Allergie-Gesellschaften und der Europäischen Allergie-Akademie: DGAKI: Deutsche Gesellschaft für Allergie und Klinische Immunologie (www.dgaki.de), ÄDA: Ärzteverband Deutscher Allergologen (www.aeda.de),
GPA: Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin (www.gpau.de), ÖGAI: Österreichische Gesellschaft für Allergologie und Immunologie (www.oegai.org), SGAI: Schweizerische Gesellschaft für Allergologie und Immunologie (www.sgai-ssai.ch), EAACI: European Academy of Allergy and Clinical Immunology (www.eaaci.net). (18.11.09)

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Veröffentlicht: 18.11.2009

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