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  • Kinderernährung: Selbst kochen oder aus dem Gläschen?


© Erwin Wodicka/BilderBox.com „Soll ich den Brei für mein Baby selbst kochen oder Fertigprodukte verwenden?“ – dies ist eine der häufigsten Fragen, die sich Eltern bei der Ernährung ihres Babys im 2. Lebenshalbjahr stellen. In der DONALD Studie bekamen 90 % der Säuglinge im 2. Lebenshalbjahr auch Breie aus dem Gläschen. Mehr als die Hälfte der Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Mahlzeiten werden als industriell hergestellte Gläschenkost gegeben.

"Breie können selbst zubereitet aber auch als Fertigprodukte verwendet werden. Beides hat Vorteile“, so Dr. Ute Alexy, Ernährungswissenschaftlerin am Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE). „Der wichtigste Vorteil von selbst gekochten Breien ist der Geschmack: Breie, die mit frischem Obst und Gemüse zubereitet werden, schmecken frischer und natürlicher als Gläschenkost. Außerdem können Eltern auch Gemüsesorten verwenden, die es in Fertigprodukten nicht gibt z. B. Paprika oder grüne Bohnen. Die Verwendung von Fertigbreien spart dagegen Arbeit und Zeit und ist praktisch für unterwegs. Ein weiterer Pluspunkt – industriell hergestellte Beikostprodukte unterliegen gesetzlichen Richtlinien, d. h. Schadstoffe sind hier strenger kontrolliert als in anderen Lebensmitteln. Dafür enthalten sie oft überflüssige Zutaten wie Salz oder Zucker auf die im selbst gekochten Brei bewusst verzichtet werden kann.“

Der Großteil der Eltern von 6–12 Monate alten Säuglingen greift hin und wieder zu Fertigprodukten (90 %). Dies zeigt die DONALD Studie. Für die Auswertung wurden knapp 350 3-Tage-Wiege-Ernährungsprotokollen aus den letzten 3 Jahren herangezogen. V. a. Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Mahlzeiten erhalten die Babys als Fertigprodukte (60 %). Milchbreie werden hingegen häufig selbst zubereitet. Hier wird nur bei etwa einem Viertel der Mahlzeiten auf Fertigprodukte zurückgegriffen. Getreide-Obst-Mahlzeiten werden etwa gleich häufig selbst zubereitet oder als Fertigprodukte eingesetzt.

Die Industrie greift diesen Trend zu Fertigbreien auf: Z. Z. sind mehr als 1000 verschiedene Beikostprodukte auf dem Markt – und es werden immer mehr. Dieses große Sortiment überfordert Eltern vielfach bei der Auswahl geeigneter Produkte. Das FKE gibt deshalb praktische Hinweise, die Eltern bei ihrer Entscheidung helfen können: Auf einfache Zusammensetzung der Breie (nur wenige Lebensmittelzutaten) achten, Produkte mit wenig Zucker oder anderen Süßungsmitteln auswählen, auf Salz und Aromen möglichst verzichten.Quelle: Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund (FKE), Pressemeldung vom 09.07.2012 (25.07.12)



© Erwin Wodicka/BilderBox.com
© Erwin Wodicka/BilderBox.com


© Erwin Wodicka/BilderBox.com „Soll ich den Brei für mein Baby selbst kochen oder Fertigprodukte verwenden?“ – dies ist eine der häufigsten Fragen, die sich Eltern bei der Ernährung ihres Babys im 2. Lebenshalbjahr stellen. In der DONALD Studie bekamen 90 % der Säuglinge im 2. Lebenshalbjahr auch Breie aus dem Gläschen. Mehr als die Hälfte der Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Mahlzeiten werden als industriell hergestellte Gläschenkost gegeben.

"Breie können selbst zubereitet aber auch als Fertigprodukte verwendet werden. Beides hat Vorteile“, so Dr. Ute Alexy, Ernährungswissenschaftlerin am Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE). „Der wichtigste Vorteil von selbst gekochten Breien ist der Geschmack: Breie, die mit frischem Obst und Gemüse zubereitet werden, schmecken frischer und natürlicher als Gläschenkost. Außerdem können Eltern auch Gemüsesorten verwenden, die es in Fertigprodukten nicht gibt z. B. Paprika oder grüne Bohnen. Die Verwendung von Fertigbreien spart dagegen Arbeit und Zeit und ist praktisch für unterwegs. Ein weiterer Pluspunkt – industriell hergestellte Beikostprodukte unterliegen gesetzlichen Richtlinien, d. h. Schadstoffe sind hier strenger kontrolliert als in anderen Lebensmitteln. Dafür enthalten sie oft überflüssige Zutaten wie Salz oder Zucker auf die im selbst gekochten Brei bewusst verzichtet werden kann.“

Der Großteil der Eltern von 6–12 Monate alten Säuglingen greift hin und wieder zu Fertigprodukten (90 %). Dies zeigt die DONALD Studie. Für die Auswertung wurden knapp 350 3-Tage-Wiege-Ernährungsprotokollen aus den letzten 3 Jahren herangezogen. V. a. Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Mahlzeiten erhalten die Babys als Fertigprodukte (60 %). Milchbreie werden hingegen häufig selbst zubereitet. Hier wird nur bei etwa einem Viertel der Mahlzeiten auf Fertigprodukte zurückgegriffen. Getreide-Obst-Mahlzeiten werden etwa gleich häufig selbst zubereitet oder als Fertigprodukte eingesetzt.

Die Industrie greift diesen Trend zu Fertigbreien auf: Z. Z. sind mehr als 1000 verschiedene Beikostprodukte auf dem Markt – und es werden immer mehr. Dieses große Sortiment überfordert Eltern vielfach bei der Auswahl geeigneter Produkte. Das FKE gibt deshalb praktische Hinweise, die Eltern bei ihrer Entscheidung helfen können: Auf einfache Zusammensetzung der Breie (nur wenige Lebensmittelzutaten) achten, Produkte mit wenig Zucker oder anderen Süßungsmitteln auswählen, auf Salz und Aromen möglichst verzichten.Quelle: Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund (FKE), Pressemeldung vom 09.07.2012 (25.07.12)



Kinderernährung: Selbst kochen oder aus dem Gläschen?

© Erwin Wodicka/BilderBox.com „Soll ich den Brei für mein Baby selbst kochen oder Fertigprodukte verwenden?“ – dies ist eine der häufigsten Fragen, die sich Eltern bei der Ernährung ihres Babys …

© Erwin Wodicka/BilderBox.com „Soll ich den Brei für mein Baby selbst kochen oder Fertigprodukte verwenden?“ – dies ist eine der häufigsten Fragen, die sich Eltern bei der Ernährung ihres Babys im 2. Lebenshalbjahr stellen. In der DONALD Studie bekamen 90 % der Säuglinge im 2. Lebenshalbjahr auch Breie aus dem Gläschen. Mehr als die Hälfte der Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Mahlzeiten werden als industriell hergestellte Gläschenkost gegeben.

“Breie können selbst zubereitet aber auch als Fertigprodukte verwendet werden. Beides hat Vorteile“, so Dr. Ute Alexy, Ernährungswissenschaftlerin am Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE). „Der wichtigste Vorteil von selbst gekochten Breien ist der Geschmack: Breie, die mit frischem Obst und Gemüse zubereitet werden, schmecken frischer und natürlicher als Gläschenkost. Außerdem können Eltern auch Gemüsesorten verwenden, die es in Fertigprodukten nicht gibt z. B. Paprika oder grüne Bohnen. Die Verwendung von Fertigbreien spart dagegen Arbeit und Zeit und ist praktisch für unterwegs. Ein weiterer Pluspunkt – industriell hergestellte Beikostprodukte unterliegen gesetzlichen Richtlinien, d. h. Schadstoffe sind hier strenger kontrolliert als in anderen Lebensmitteln. Dafür enthalten sie oft überflüssige Zutaten wie Salz oder Zucker auf die im selbst gekochten Brei bewusst verzichtet werden kann.“

Der Großteil der Eltern von 6–12 Monate alten Säuglingen greift hin und wieder zu Fertigprodukten (90 %). Dies zeigt die DONALD Studie. Für die Auswertung wurden knapp 350 3-Tage-Wiege-Ernährungsprotokollen aus den letzten 3 Jahren herangezogen. V. a. Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Mahlzeiten erhalten die Babys als Fertigprodukte (60 %). Milchbreie werden hingegen häufig selbst zubereitet. Hier wird nur bei etwa einem Viertel der Mahlzeiten auf Fertigprodukte zurückgegriffen. Getreide-Obst-Mahlzeiten werden etwa gleich häufig selbst zubereitet oder als Fertigprodukte eingesetzt.

Die Industrie greift diesen Trend zu Fertigbreien auf: Z. Z. sind mehr als 1000 verschiedene Beikostprodukte auf dem Markt – und es werden immer mehr. Dieses große Sortiment überfordert Eltern vielfach bei der Auswahl geeigneter Produkte. Das FKE gibt deshalb praktische Hinweise, die Eltern bei ihrer Entscheidung helfen können: Auf einfache Zusammensetzung der Breie (nur wenige Lebensmittelzutaten) achten, Produkte mit wenig Zucker oder anderen Süßungsmitteln auswählen, auf Salz und Aromen möglichst verzichten.Quelle: Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund (FKE), Pressemeldung vom 09.07.2012 (25.07.12)

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Veröffentlicht: 25.07.2012

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