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  • Können CLA präventiv bei Asthma wirken?


Jenaer Wissenschaftler haben in einer In-vitro-Studie1 erstmals den genauen Zusammenhang zwischen spezifischen Verbindungen der konjugierten Linolsäuren (CLA) und Asthma untersucht. Dazu erforschten sie, wie sich bestimmte CLA-Verbindungen auf die Interaktion von Eosinophilen und bronchialen Epithelzellen (Typ BEAS-2B) auswirken, die von Asthma-bronchiale-Erkrankten stammen. Im Mittelpunkt standen dabei zwei biologisch besonders aktive Isomeren: "cis-9, trans11-CLA" und "cis-10, trans 12-CLA".

Beide unterscheiden sich lediglich in der Anordnung ihrer Doppelbindungen - aber diese Unterschiede erwiesen sich bei der Untersuchung ihrer spezifischen Wirkweisen als erheblich: Besonders "cis-9, trans11-CLA" verhindert die Bildung eines Proteins (Eosinophiles kationisches Protein, ECP), das eine wichtige Rolle bei der Entzündungsentstehung spielt. Zudem wirkt sich diese CLA-Verbindung positiv auf die Reduzierung entzündungsfördernder Cytokine aus. Sehr viel schlechtere - teils sogar gegenteilige - Wirkungen haben dagegen "cis10-, trans 12-CLA" und Linolsäure (LA).

Die Milchfettsäure mit der günstigen entzündungshemmenden Wirkung, "cis-9, trans 11-CLA" kommt vermehrt in Milch von Schafen und Kühen vor, die v. a. Grünfutter fressen, denn in Gras, Heu und Kräutern kommen zahlreiche Pflanzenfette vor, die von Mikroorganismen im Pansen der Wiederkäuer in das ,gute' CLA umgebaut werden kann. Aus Futtermitteln, die wenig Frischfutter enthalten, könne dagegen kaum ,cis-9, trans11-CLA' gebildet werden, berichten die Wissenschaftler.

Die Ergebnisse dieser molekularbiologischen Untersuchungen deuten nach Ansicht der Forscher neue Wege an, um durch spezifische Ernährung eine Asthma-Prävention zu erzielen - besonders für Kinder. Bevor die Jenaer Untersuchungen aber Konsequenzen für die Therapie der Erkrankung ermöglichen, müssen die Ergebnisse im Tierversuch und später auch am Menschen überprüft werden. (02.06.06)

1Biochimica Biophysica Acta (BBA 1737, 111-118, 2005)





Jenaer Wissenschaftler haben in einer In-vitro-Studie1 erstmals den genauen Zusammenhang zwischen spezifischen Verbindungen der konjugierten Linolsäuren (CLA) und Asthma untersucht. Dazu erforschten sie, wie sich bestimmte CLA-Verbindungen auf die Interaktion von Eosinophilen und bronchialen Epithelzellen (Typ BEAS-2B) auswirken, die von Asthma-bronchiale-Erkrankten stammen. Im Mittelpunkt standen dabei zwei biologisch besonders aktive Isomeren: "cis-9, trans11-CLA" und "cis-10, trans 12-CLA".

Beide unterscheiden sich lediglich in der Anordnung ihrer Doppelbindungen - aber diese Unterschiede erwiesen sich bei der Untersuchung ihrer spezifischen Wirkweisen als erheblich: Besonders "cis-9, trans11-CLA" verhindert die Bildung eines Proteins (Eosinophiles kationisches Protein, ECP), das eine wichtige Rolle bei der Entzündungsentstehung spielt. Zudem wirkt sich diese CLA-Verbindung positiv auf die Reduzierung entzündungsfördernder Cytokine aus. Sehr viel schlechtere - teils sogar gegenteilige - Wirkungen haben dagegen "cis10-, trans 12-CLA" und Linolsäure (LA).

Die Milchfettsäure mit der günstigen entzündungshemmenden Wirkung, "cis-9, trans 11-CLA" kommt vermehrt in Milch von Schafen und Kühen vor, die v. a. Grünfutter fressen, denn in Gras, Heu und Kräutern kommen zahlreiche Pflanzenfette vor, die von Mikroorganismen im Pansen der Wiederkäuer in das ,gute' CLA umgebaut werden kann. Aus Futtermitteln, die wenig Frischfutter enthalten, könne dagegen kaum ,cis-9, trans11-CLA' gebildet werden, berichten die Wissenschaftler.

Die Ergebnisse dieser molekularbiologischen Untersuchungen deuten nach Ansicht der Forscher neue Wege an, um durch spezifische Ernährung eine Asthma-Prävention zu erzielen - besonders für Kinder. Bevor die Jenaer Untersuchungen aber Konsequenzen für die Therapie der Erkrankung ermöglichen, müssen die Ergebnisse im Tierversuch und später auch am Menschen überprüft werden. (02.06.06)

1Biochimica Biophysica Acta (BBA 1737, 111-118, 2005)



Können CLA präventiv bei Asthma wirken?

Jenaer Wissenschaftler haben in einer In-vitro-Studie1 erstmals den genauen Zusammenhang zwischen spezifischen Verbindungen der konjugierten Linolsäuren (CLA) und Asthma untersucht. Dazu erforschten sie, wie sich bestimmte CLA-Verbindungen auf die Interaktion …

Jenaer Wissenschaftler haben in einer In-vitro-Studie1 erstmals den genauen Zusammenhang zwischen spezifischen Verbindungen der konjugierten Linolsäuren (CLA) und Asthma untersucht. Dazu erforschten sie, wie sich bestimmte CLA-Verbindungen auf die Interaktion von Eosinophilen und bronchialen Epithelzellen (Typ BEAS-2B) auswirken, die von Asthma-bronchiale-Erkrankten stammen. Im Mittelpunkt standen dabei zwei biologisch besonders aktive Isomeren: “cis-9, trans11-CLA” und “cis-10, trans 12-CLA”.

Beide unterscheiden sich lediglich in der Anordnung ihrer Doppelbindungen – aber diese Unterschiede erwiesen sich bei der Untersuchung ihrer spezifischen Wirkweisen als erheblich: Besonders “cis-9, trans11-CLA” verhindert die Bildung eines Proteins (Eosinophiles kationisches Protein, ECP), das eine wichtige Rolle bei der Entzündungsentstehung spielt. Zudem wirkt sich diese CLA-Verbindung positiv auf die Reduzierung entzündungsfördernder Cytokine aus. Sehr viel schlechtere – teils sogar gegenteilige – Wirkungen haben dagegen “cis10-, trans 12-CLA” und Linolsäure (LA).

Die Milchfettsäure mit der günstigen entzündungshemmenden Wirkung, “cis-9, trans 11-CLA” kommt vermehrt in Milch von Schafen und Kühen vor, die v. a. Grünfutter fressen, denn in Gras, Heu und Kräutern kommen zahlreiche Pflanzenfette vor, die von Mikroorganismen im Pansen der Wiederkäuer in das ,gute’ CLA umgebaut werden kann. Aus Futtermitteln, die wenig Frischfutter enthalten, könne dagegen kaum ,cis-9, trans11-CLA’ gebildet werden, berichten die Wissenschaftler.

Die Ergebnisse dieser molekularbiologischen Untersuchungen deuten nach Ansicht der Forscher neue Wege an, um durch spezifische Ernährung eine Asthma-Prävention zu erzielen – besonders für Kinder. Bevor die Jenaer Untersuchungen aber Konsequenzen für die Therapie der Erkrankung ermöglichen, müssen die Ergebnisse im Tierversuch und später auch am Menschen überprüft werden. (02.06.06)

1Biochimica Biophysica Acta (BBA 1737, 111-118, 2005)

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Veröffentlicht: 02.06.2006

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