Kinder im Alter von sechs Monaten bis fünf Jahren nehmen in Deutschland über ihre Ernährung ausreichend Mangan, Molybdän und Zink auf. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), die Daten der BfR-MEAL-Studie mit Verzehrdaten der KiESEL-Studie kombiniert.
Die Forschenden schätzten die Nährstoffzufuhr von rund 950 Kindern und verglichen diese mit nationalen und europäischen Referenzwerten. Demnach erreichen die Kinder im Median eine bedarfsgerechte Versorgung mit allen drei Spurenelementen. Auch das Risiko gesundheitlicher Beeinträchtigungen durch eine zu hohe Aufnahme wird insgesamt als gering eingeschätzt.
Eine Ausnahme zeigte sich bei Molybdän: Im Szenario einer überwiegend biologischen Lebensmittelauswahl überschritten etwa 12 % der ein- bis dreijährigen Kinder die von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) festgelegte tolerierbare Tageshöchstmenge. Bei einer konventionellen Lebensmittelauswahl lag dieser Anteil deutlich niedriger.
Die wichtigsten Quellen für die Aufnahme der Spurenelemente sind Getreide- und Getreideprodukte. Bei Zink tragen zudem Milch und Milchprodukte wesentlich zur Versorgung bei. Die Ergebnisse aktualisieren frühere Daten zur Spurenelementzufuhr bei Kindern und liefern erstmals umfassende Schätzungen zur Molybdänaufnahme in Deutschland.
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