
© UZV
Lebensmittelskandale und nicht zuletzt der Mangel an Transparenz von Lebensmittellieferketten zeigen, dass Großstrukturen wie Supermarkt- und Discounterketten auch Probleme bereiten können. Diese haben in der Folge ihr Sortiment nachhaltiger gestaltet und sind weiterhin die bedeutendste Einkaufsquelle für die Mehrheit der Konsumenten in Deutschland. Zugleich haben sich aber auch Tausende von Verbrauchern auf die Suche nach alternativen, transparenten und direkteren Einkaufsformen gemacht, um Umweltbewusstsein, gesunde Ernährung und nachhaltige Produktion in ihre Einkaufsgewohnheiten zu integrieren.
Der aktuelle Special-Beitrag stellt alternative Konzepte der „Ernährungswende“ bzw. Ernährungsdemokratie vor, die die Bedürfnisse nach einer lokalen Gemeinschaft, Autonomie und Selbstbestimmung der Ernährung (Ernährungssouveränität) erfüllen und auf ein faires und umweltbewusstes Marktsystem bauen. In drei zusätzlichen Interviews informieren engagierte Verbraucher über die Struktur, Ziele und Aufgaben der solidarischen Landwirtschaft (SoLawi), von Food-Coops und dem neuen Konzept der „Marktschwärmer“ (Seiten M202 bis M213).
Außerdem in diesem Heft
Wissenschaft & Forschung: Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) bewertet „sehr heiß“ (> 65 °C) konsumierte Getränke als „wahrscheinlich krebserregend“. In ihrem Beitrag "Ausgabe- bzw. Serviertemperatur von Kaffeeheißgetränken" haben Lisa-Marie Verst, Gertrud Winkler und Dirk W. Lachenmeier die Serviertemperatur von 356 Kaffees in der Gastronomie und die Ausgabetemperatur von 110 Kaffees in Haushalten erhoben und leiten daraus eine Verzehrempfehlung ab (ab S. M186).
Ein weiterer Artikel in der Rubrik "Wissenschaft & Forschung" fokussiert die "Bewertung von Programmen der vorschulischen und schulischen Ernährungsbildung anhand eines Kriterienkatalogs". Hierfür haben die Autoren Maike Schröder, Ute Brehme und Christel Rademacher 40 Programme ermittelt, von denen 20 in die Untersuchung einbezogen wurden. Alle geprüften Programme erwiesen sich für den Einsatz in der vorschulischen und schulischen Ernährungsbildung als gut geeignet, für drei von ihnen fiel das Ergebnis besonders gut aus (ab S. M194).
Fort- und Weiterbildung: Alkohol ist die am weitesten verbreitete psychoaktive Substanz in Deutschland. Alkoholische Getränke sind Teil der deutschen Ess- und insbesondere der Freizeitkultur in allen Altersgruppen ab dem Jugendalter; Alkoholkonsum ist in allen Gesellschaftsschichten akzeptiert. Anders sieht es mit der Alkoholabhängigkeit aus: Obwohl regelmäßiger Alkoholkonsum verbreitet ist, werden die gesundheitlichen, sozialen und gesellschaftlichen Folgen weitgehend ausgeblendet. Die aktuelle Fortbildung behandelt die Verbreitung, Folgen und Therapie von Alkoholkonsum und Alkoholabhängigkeit in Deutschland (ab S. M214).

© UZV
Reformiertes Supplement “Ernährungspraxis & Diätetik”
Eine der ältesten Rubriken in der ERNÄHRUNGS UMSCHAU – „Ernährungslehre & Praxis“ – wurde von der Redaktion reformiert: Als „Ernährungspraxis & Diätetik“ erscheint sie ab sofort mit erweitertem Seitenumfang und Inhalten, die sich noch enger an den Bedürfnissen von Diätassistenten/-innen und Ernährungsberatungskräften orientieren. Das erste Supplement unter neuem Namen umfasst folgende Themen
- Low-FODMAP Diät: Hilft die Diät oder der Glaube daran? Ein Update.
- Ernährung bei Diabetes Teil 1: Beratungsaspekte zu Kohlenhydraten





