Krujatz et al. haben ein neues Verfahren zur nachhaltigen Produktion und Verarbeitung von frischer Spirulina entwickelt. Im Mittelpunkt steht ein modularer Bioraffinerie-Ansatz, der energieintensive Trocknungsprozesse vermeidet und wertvolle Inhaltsstoffe wie Proteine und den natürlichen Farbstoff Phycocyanin erhält.
Mithilfe wassergekühlter LED-Photobioreaktoren und gepulster elektrischer Felder konnten Mikroalgen besonders ressourcenschonend kultiviert und selektiv Proteine und Phycocyanin extrahiert werden. Die verbleibende Biomasse eignete sich zudem erfolgreich als Rohstoff für Nassextrudate auf Basis von Erbsenproteinisolaten. Das Projekt zeigt das Potenzial regional produzierter Mikroalgen als nachhaltige Rohstoffquelle für die Lebensmittelindustrie in Europa.
Weitere Informationen: Der Beitrag ist in Heft 5/2026 erschienen und frei verfügbar unter https://ernaehrungs-umschau.de/download/ausgabe-5-2026/.





