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  • Neue Ergebnisse zu Ballaststoffkonsum und Diabetesrisiko


Menschen, die ihren Körper ausreichend mit Ballaststoffen aus Vollkornprodukten versorgen, haben ein geringeres Risiko, an Typ-2-Diabetes (Altersdiabetes) zu erkranken als Menschen, die nur wenig von dieser Art Ballaststoffe verzehren. Die Aufnahme von Ballaststoffen aus Obst und Gemüse spielt dagegen keine Rolle für das Diabetes-Risiko. Dies sind die Ergebnisse einer neuen Untersuchung, die ein Forscherteam des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Archives of Internal Medicine (2007;167:956-965) veröffentlichte.

Ausgewertet wurden Daten von 26 067 Studienteilnehmern der EPIC-Potsdam*-Studie sowie Daten von neun weiteren prospektiven Studien auf die Zusammenhänge zwischen dem Ballaststoffverzehr, der Art der Ballaststoffe, der Magnesiumaufnahme und dem Typ-2-Diabetes-Risiko.

Die Auswertung der EPIC-Potsdam-Studien-Daten lieferte folgendes Ergebnis: Studienteilnehmer, die viel Vollkornprodukte oder Müsli aßen, hatten im Vergleich zu Teilnehmern mit dem geringsten Verzehr ein um 28 Prozent verringertes Diabetes-Risiko (RR**: 0,72 [0,56-0,93]). Dagegen waren in dieser Studie der Verzehr von Ballaststoffen aus Früchten (RR: 0,89 [0,70-1,13]) oder Gemüse (RR: 0,93 [0,74-1,17]) sowie eine hohe Magnesiumaufnahme (RR: 0,99 [0,78-1,26]) nicht signifikant mit einem gesenkten Erkrankungsrisiko verbunden.

Auch die Auswertung (Meta-Analyse) der neun anderen prospektiven Studien führte im Hinblick auf den Ballaststoffverzehr zu sehr ähnlichen Ergebnissen. Anders als bei der Auswertung der EPIC-Potsdam-Studie führte die Meta-Analyse aber zu dem Ergebnis, dass auch eine hohe Magnesiumaufnahme mit einem um bis zu 23 Prozent verringerten Diabetes-Risiko der Studienteilnehmer verbunden war.

"Vollkornprodukte enthalten verschiedene Substanzen, von denen angenommen wird, dass sie sich günstig auf den Blutzuckerstoffwechsel auswirken. Zu ihnen zählen vor allem Ballaststoffe und Mineralstoffe wie Magnesium, aber auch phenolische Komponenten", kommentiert Heiner Boeing, Leiter der EPIC-Potsdam-Studie, die Ergebnisse.

"Verschiedene Studien lassen vermuten, dass Ballaststoffe aus Getreideprodukten die Insulinwirkung verbessern. Zudem lässt eine ballaststoffreiche Kost den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen, so dass Blutzuckerspitzen vermieden werden, die die Entstehung eines Diabetes begünstigen. Ausgehend von unseren Untersuchungsergebnissen könnte ein hoher Verzehr von Vollkornprodukten dazu beitragen, das Typ-2-Diabetes-Risiko zu senken."

EPIC*: European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition
RR**: Relatives Risiko (24.05.07)





Menschen, die ihren Körper ausreichend mit Ballaststoffen aus Vollkornprodukten versorgen, haben ein geringeres Risiko, an Typ-2-Diabetes (Altersdiabetes) zu erkranken als Menschen, die nur wenig von dieser Art Ballaststoffe verzehren. Die Aufnahme von Ballaststoffen aus Obst und Gemüse spielt dagegen keine Rolle für das Diabetes-Risiko. Dies sind die Ergebnisse einer neuen Untersuchung, die ein Forscherteam des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Archives of Internal Medicine (2007;167:956-965) veröffentlichte.

Ausgewertet wurden Daten von 26 067 Studienteilnehmern der EPIC-Potsdam*-Studie sowie Daten von neun weiteren prospektiven Studien auf die Zusammenhänge zwischen dem Ballaststoffverzehr, der Art der Ballaststoffe, der Magnesiumaufnahme und dem Typ-2-Diabetes-Risiko.

Die Auswertung der EPIC-Potsdam-Studien-Daten lieferte folgendes Ergebnis: Studienteilnehmer, die viel Vollkornprodukte oder Müsli aßen, hatten im Vergleich zu Teilnehmern mit dem geringsten Verzehr ein um 28 Prozent verringertes Diabetes-Risiko (RR**: 0,72 [0,56-0,93]). Dagegen waren in dieser Studie der Verzehr von Ballaststoffen aus Früchten (RR: 0,89 [0,70-1,13]) oder Gemüse (RR: 0,93 [0,74-1,17]) sowie eine hohe Magnesiumaufnahme (RR: 0,99 [0,78-1,26]) nicht signifikant mit einem gesenkten Erkrankungsrisiko verbunden.

Auch die Auswertung (Meta-Analyse) der neun anderen prospektiven Studien führte im Hinblick auf den Ballaststoffverzehr zu sehr ähnlichen Ergebnissen. Anders als bei der Auswertung der EPIC-Potsdam-Studie führte die Meta-Analyse aber zu dem Ergebnis, dass auch eine hohe Magnesiumaufnahme mit einem um bis zu 23 Prozent verringerten Diabetes-Risiko der Studienteilnehmer verbunden war.

"Vollkornprodukte enthalten verschiedene Substanzen, von denen angenommen wird, dass sie sich günstig auf den Blutzuckerstoffwechsel auswirken. Zu ihnen zählen vor allem Ballaststoffe und Mineralstoffe wie Magnesium, aber auch phenolische Komponenten", kommentiert Heiner Boeing, Leiter der EPIC-Potsdam-Studie, die Ergebnisse.

"Verschiedene Studien lassen vermuten, dass Ballaststoffe aus Getreideprodukten die Insulinwirkung verbessern. Zudem lässt eine ballaststoffreiche Kost den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen, so dass Blutzuckerspitzen vermieden werden, die die Entstehung eines Diabetes begünstigen. Ausgehend von unseren Untersuchungsergebnissen könnte ein hoher Verzehr von Vollkornprodukten dazu beitragen, das Typ-2-Diabetes-Risiko zu senken."

EPIC*: European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition
RR**: Relatives Risiko (24.05.07)



Neue Ergebnisse zu Ballaststoffkonsum und Diabetesrisiko

Menschen, die ihren Körper ausreichend mit Ballaststoffen aus Vollkornprodukten versorgen, haben ein geringeres Risiko, an Typ-2-Diabetes (Altersdiabetes) zu erkranken als Menschen, die nur wenig von dieser Art Ballaststoffe verzehren. Die …

Menschen, die ihren Körper ausreichend mit Ballaststoffen aus Vollkornprodukten versorgen, haben ein geringeres Risiko, an Typ-2-Diabetes (Altersdiabetes) zu erkranken als Menschen, die nur wenig von dieser Art Ballaststoffe verzehren. Die Aufnahme von Ballaststoffen aus Obst und Gemüse spielt dagegen keine Rolle für das Diabetes-Risiko. Dies sind die Ergebnisse einer neuen Untersuchung, die ein Forscherteam des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Archives of Internal Medicine (2007;167:956-965) veröffentlichte.

Ausgewertet wurden Daten von 26 067 Studienteilnehmern der EPIC-Potsdam*-Studie sowie Daten von neun weiteren prospektiven Studien auf die Zusammenhänge zwischen dem Ballaststoffverzehr, der Art der Ballaststoffe, der Magnesiumaufnahme und dem Typ-2-Diabetes-Risiko.

Die Auswertung der EPIC-Potsdam-Studien-Daten lieferte folgendes Ergebnis: Studienteilnehmer, die viel Vollkornprodukte oder Müsli aßen, hatten im Vergleich zu Teilnehmern mit dem geringsten Verzehr ein um 28 Prozent verringertes Diabetes-Risiko (RR**: 0,72 [0,56-0,93]). Dagegen waren in dieser Studie der Verzehr von Ballaststoffen aus Früchten (RR: 0,89 [0,70-1,13]) oder Gemüse (RR: 0,93 [0,74-1,17]) sowie eine hohe Magnesiumaufnahme (RR: 0,99 [0,78-1,26]) nicht signifikant mit einem gesenkten Erkrankungsrisiko verbunden.

Auch die Auswertung (Meta-Analyse) der neun anderen prospektiven Studien führte im Hinblick auf den Ballaststoffverzehr zu sehr ähnlichen Ergebnissen. Anders als bei der Auswertung der EPIC-Potsdam-Studie führte die Meta-Analyse aber zu dem Ergebnis, dass auch eine hohe Magnesiumaufnahme mit einem um bis zu 23 Prozent verringerten Diabetes-Risiko der Studienteilnehmer verbunden war.

“Vollkornprodukte enthalten verschiedene Substanzen, von denen angenommen wird, dass sie sich günstig auf den Blutzuckerstoffwechsel auswirken. Zu ihnen zählen vor allem Ballaststoffe und Mineralstoffe wie Magnesium, aber auch phenolische Komponenten”, kommentiert Heiner Boeing, Leiter der EPIC-Potsdam-Studie, die Ergebnisse.

“Verschiedene Studien lassen vermuten, dass Ballaststoffe aus Getreideprodukten die Insulinwirkung verbessern. Zudem lässt eine ballaststoffreiche Kost den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen, so dass Blutzuckerspitzen vermieden werden, die die Entstehung eines Diabetes begünstigen. Ausgehend von unseren Untersuchungsergebnissen könnte ein hoher Verzehr von Vollkornprodukten dazu beitragen, das Typ-2-Diabetes-Risiko zu senken.”

EPIC*: European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition
RR**: Relatives Risiko (24.05.07)

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Veröffentlicht: 24.05.2007

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