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  • Neuer WWF-Einkaufsratgeber empfiehlt Ostseedorsch, Karpfen und Sprotte


Bild: © Wolgin/Fotolia.com

Welchen Fisch kann ich mit gutem Gewissen essen? Diese Frage beantwortet die 6. Ausgabe des WWF-Einkaufsratgebers für Fisch und Meeresfrüchte, der im Dezember veröffentlicht wurde. Eine gute Wahl sind demnach Dorsch und Hering aus der östlichen Ostsee, Sprotten aus Nord- und Ostsee sowie Lachs aus dem Ost-Pazifik.

Dagegen sollte man auf Rotbarsch, Schwertfisch, tropische Garnelen und Aal lieber verzichten. Eine grundsätzliche Orientierung bieten die Umweltsiegel von MSC, Naturland und Bioland. Wer sich nach diesen Siegeln richtet, kann zwischen 35 Fischarten wählen.

Der WWF-Ratgeber bewertet 115 handelsübliche Arten, die nicht aus zertifizierter Quelle erhältlich sind, nach ökologischen Kriterien wie Bestandsentwicklung und Fangmethoden. 38 der bewerteten Fischereien und Zuchten gelten demnach als „Gute Wahl“, 61 als „Zweite Wahl“, 89 fallen in die Kategorie „Lieber nicht“. Auch Liebhaber von Krustentieren sollten stärker auf Herkunft und Fangmethode oder Umweltsiegel achten. „Es gibt es kaum Krustentiere, die wir noch ohne Einschränkung zum Verzehr empfehlen können“, so Catherine ZUCCO, Fischereiexpertin beim WWF.

Die Situation insgesamt ähnelt dem Vorjahr – für Sorgenkinder wie Nordseekabeljau gibt es keine Entwarnung. Wo es Veränderungen in der Bewertung gibt, gehe der Trend meist nach unten, da die befischten Bestände zu stark unter Druck stehen. In Europa gelten bereits 3 von 4 kommerziell genutzten Fischbeständen als überfischt. Der WWF fordert daher von der laufenden Reform der Europäischen Fischereipolitik einen entschlossenen Kurswechsel zu einer nachhaltigen und damit zukunftsfähigen Fischerei.

Beim Konsumenten ist die Problematik mittlerweile angekommen: 9 von 10 deutschen Verbrauchern verlangen Fisch aus nachhaltigen Quellen, wie aus einer repräsentativen Umfrage des WWF hervorgeht. Jeder Deutsche konsumiert im Jahr durchschnittlich 15,7 kg Fisch. „Da macht es einen großen Unterschied, ob man sich für nachhaltig gefangenen Fisch entscheidet“, so ZUCCO. Mittlerweile ist der umfassende Ratgeber für Fisch und Meeresfrüchte auch als kostenfreie App verfügbar. Quelle: WWF (World Wide Fund for Nature), Pressemeldung vom 01.12.2011 (18.01.12)



Bild: © Wolgin/Fotolia
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Bild: © Wolgin/Fotolia.com

Welchen Fisch kann ich mit gutem Gewissen essen? Diese Frage beantwortet die 6. Ausgabe des WWF-Einkaufsratgebers für Fisch und Meeresfrüchte, der im Dezember veröffentlicht wurde. Eine gute Wahl sind demnach Dorsch und Hering aus der östlichen Ostsee, Sprotten aus Nord- und Ostsee sowie Lachs aus dem Ost-Pazifik.

Dagegen sollte man auf Rotbarsch, Schwertfisch, tropische Garnelen und Aal lieber verzichten. Eine grundsätzliche Orientierung bieten die Umweltsiegel von MSC, Naturland und Bioland. Wer sich nach diesen Siegeln richtet, kann zwischen 35 Fischarten wählen.

Der WWF-Ratgeber bewertet 115 handelsübliche Arten, die nicht aus zertifizierter Quelle erhältlich sind, nach ökologischen Kriterien wie Bestandsentwicklung und Fangmethoden. 38 der bewerteten Fischereien und Zuchten gelten demnach als „Gute Wahl“, 61 als „Zweite Wahl“, 89 fallen in die Kategorie „Lieber nicht“. Auch Liebhaber von Krustentieren sollten stärker auf Herkunft und Fangmethode oder Umweltsiegel achten. „Es gibt es kaum Krustentiere, die wir noch ohne Einschränkung zum Verzehr empfehlen können“, so Catherine ZUCCO, Fischereiexpertin beim WWF.

Die Situation insgesamt ähnelt dem Vorjahr – für Sorgenkinder wie Nordseekabeljau gibt es keine Entwarnung. Wo es Veränderungen in der Bewertung gibt, gehe der Trend meist nach unten, da die befischten Bestände zu stark unter Druck stehen. In Europa gelten bereits 3 von 4 kommerziell genutzten Fischbeständen als überfischt. Der WWF fordert daher von der laufenden Reform der Europäischen Fischereipolitik einen entschlossenen Kurswechsel zu einer nachhaltigen und damit zukunftsfähigen Fischerei.

Beim Konsumenten ist die Problematik mittlerweile angekommen: 9 von 10 deutschen Verbrauchern verlangen Fisch aus nachhaltigen Quellen, wie aus einer repräsentativen Umfrage des WWF hervorgeht. Jeder Deutsche konsumiert im Jahr durchschnittlich 15,7 kg Fisch. „Da macht es einen großen Unterschied, ob man sich für nachhaltig gefangenen Fisch entscheidet“, so ZUCCO. Mittlerweile ist der umfassende Ratgeber für Fisch und Meeresfrüchte auch als kostenfreie App verfügbar. Quelle: WWF (World Wide Fund for Nature), Pressemeldung vom 01.12.2011 (18.01.12)



Neuer WWF-Einkaufsratgeber empfiehlt Ostseedorsch, Karpfen und Sprotte

Bild: © Wolgin/Fotolia.com Welchen Fisch kann ich mit gutem Gewissen essen? Diese Frage beantwortet die 6. Ausgabe des WWF-Einkaufsratgebers für Fisch und Meeresfrüchte, der im Dezember veröffentlicht wurde. Eine gute …

Bild: © Wolgin/Fotolia.com

Welchen Fisch kann ich mit gutem Gewissen essen? Diese Frage beantwortet die 6. Ausgabe des WWF-Einkaufsratgebers für Fisch und Meeresfrüchte, der im Dezember veröffentlicht wurde. Eine gute Wahl sind demnach Dorsch und Hering aus der östlichen Ostsee, Sprotten aus Nord- und Ostsee sowie Lachs aus dem Ost-Pazifik.

Dagegen sollte man auf Rotbarsch, Schwertfisch, tropische Garnelen und Aal lieber verzichten. Eine grundsätzliche Orientierung bieten die Umweltsiegel von MSC, Naturland und Bioland. Wer sich nach diesen Siegeln richtet, kann zwischen 35 Fischarten wählen.

Der WWF-Ratgeber bewertet 115 handelsübliche Arten, die nicht aus zertifizierter Quelle erhältlich sind, nach ökologischen Kriterien wie Bestandsentwicklung und Fangmethoden. 38 der bewerteten Fischereien und Zuchten gelten demnach als „Gute Wahl“, 61 als „Zweite Wahl“, 89 fallen in die Kategorie „Lieber nicht“. Auch Liebhaber von Krustentieren sollten stärker auf Herkunft und Fangmethode oder Umweltsiegel achten. „Es gibt es kaum Krustentiere, die wir noch ohne Einschränkung zum Verzehr empfehlen können“, so Catherine ZUCCO, Fischereiexpertin beim WWF.

Die Situation insgesamt ähnelt dem Vorjahr – für Sorgenkinder wie Nordseekabeljau gibt es keine Entwarnung. Wo es Veränderungen in der Bewertung gibt, gehe der Trend meist nach unten, da die befischten Bestände zu stark unter Druck stehen. In Europa gelten bereits 3 von 4 kommerziell genutzten Fischbeständen als überfischt. Der WWF fordert daher von der laufenden Reform der Europäischen Fischereipolitik einen entschlossenen Kurswechsel zu einer nachhaltigen und damit zukunftsfähigen Fischerei.

Beim Konsumenten ist die Problematik mittlerweile angekommen: 9 von 10 deutschen Verbrauchern verlangen Fisch aus nachhaltigen Quellen, wie aus einer repräsentativen Umfrage des WWF hervorgeht. Jeder Deutsche konsumiert im Jahr durchschnittlich 15,7 kg Fisch. „Da macht es einen großen Unterschied, ob man sich für nachhaltig gefangenen Fisch entscheidet“, so ZUCCO. Mittlerweile ist der umfassende Ratgeber für Fisch und Meeresfrüchte auch als kostenfreie App verfügbar. Quelle: WWF (World Wide Fund for Nature), Pressemeldung vom 01.12.2011 (18.01.12)

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Veröffentlicht: 18.01.2012

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