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  • Perfluorierte organische Tenside in Fischen


Bei Untersuchungen der Landesbehörden von Nordrhein-Westfalen sind in Zuchtforellen aus einer von zwei untersuchten Teichanlagen im Hochsauerlandkreis hohe Gehalte an perfluorierten organischen Tensiden (PFT), insbesondere an Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) festgestellt worden. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) wies darauf hin, dass Fische mit einer derartig hohen Belastung nicht zum Verzehr geeignet sind.

Zwar besteht nach Ansicht der Experten keine akute Gefahr für die Gesundheit, selbst wenn ein Mensch die üblichen Mengen dieser Fische, das sind 300 Gramm, einmal verzehrt hat. Da PFOS aber lange im Körper verbleibt, sollte so wenig wie möglich davon aufgenommen werden.

Perfluorierte Tenside (PFT) sind sehr stabile Verbindungen, die unter anderem bei der Verarbeitung von Bedarfsgegenständen, bei der Herstellung von Fluorpolymeren, bei der Papierveredelung, in Feuerlöschmitteln und in Reinigungsmitteln eingesetzt werden. Die prominentesten Vertreter dieser Stoffgruppe sind Perfluoroctansäure (PFOA) und Perfluoroctansulfonsäure (PFOS). Diese beiden Verbindungen wurden jetzt in Fischen im Hochsauerlandkreis nachgewiesen.

Die Behörden haben Fische aus verschiedenen Teichen untersucht, nachdem im Trinkwasser erhöhte Konzentrationen von PFT festgestellt worden waren. Fische aus einem Teich wiesen dabei Gehalte zwischen 0,4 Mikrogramm und mehr als 1 Mikrogramm PFOS je Gramm Fischfleisch auf. Die Proben aus einem anderen Teich enthielten dagegen weniger als 0,02 Mikrogramm PFOS pro Gramm Fischfleisch.

Dem BfR liegen keine abgeschlossenen Risikobewertungen von nationalen oder internationalen Organisationen vor. Ein verbindlicher Wert für die tägliche tolerierbare Aufnahme von PFOS konnte daher nicht festgelegt werden. Das BfR schlägt deshalb zur Sicherstellung der Gesundheit des Verbrauchers einen vorläufigen Wert von 0,1 Mikrogramm je Kilogramm Körpermasse als täglich tolerierbare Aufnahmemenge (TDI) vor. Für Trinkwasser kam die Trinkwasser-Kommission zu einer vergleichbaren Ableitung. Die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge wird allerdings schon durch den Verzehr von 300 Gramm Fisch mit einem Gehalt von 0,02 Mikrogramm je Gramm Fischfleisch ausgeschöpft. Unter der Annahme, dass diese Menge nicht täglich verzehrt wird, sind Konzentrationen von weniger als 0,02 Mikrogramm PFOS pro Gramm Fisch nach Ansicht des Instituts jedoch tolerabel. (07.08.06)





Bei Untersuchungen der Landesbehörden von Nordrhein-Westfalen sind in Zuchtforellen aus einer von zwei untersuchten Teichanlagen im Hochsauerlandkreis hohe Gehalte an perfluorierten organischen Tensiden (PFT), insbesondere an Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) festgestellt worden. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) wies darauf hin, dass Fische mit einer derartig hohen Belastung nicht zum Verzehr geeignet sind.

Zwar besteht nach Ansicht der Experten keine akute Gefahr für die Gesundheit, selbst wenn ein Mensch die üblichen Mengen dieser Fische, das sind 300 Gramm, einmal verzehrt hat. Da PFOS aber lange im Körper verbleibt, sollte so wenig wie möglich davon aufgenommen werden.

Perfluorierte Tenside (PFT) sind sehr stabile Verbindungen, die unter anderem bei der Verarbeitung von Bedarfsgegenständen, bei der Herstellung von Fluorpolymeren, bei der Papierveredelung, in Feuerlöschmitteln und in Reinigungsmitteln eingesetzt werden. Die prominentesten Vertreter dieser Stoffgruppe sind Perfluoroctansäure (PFOA) und Perfluoroctansulfonsäure (PFOS). Diese beiden Verbindungen wurden jetzt in Fischen im Hochsauerlandkreis nachgewiesen.

Die Behörden haben Fische aus verschiedenen Teichen untersucht, nachdem im Trinkwasser erhöhte Konzentrationen von PFT festgestellt worden waren. Fische aus einem Teich wiesen dabei Gehalte zwischen 0,4 Mikrogramm und mehr als 1 Mikrogramm PFOS je Gramm Fischfleisch auf. Die Proben aus einem anderen Teich enthielten dagegen weniger als 0,02 Mikrogramm PFOS pro Gramm Fischfleisch.

Dem BfR liegen keine abgeschlossenen Risikobewertungen von nationalen oder internationalen Organisationen vor. Ein verbindlicher Wert für die tägliche tolerierbare Aufnahme von PFOS konnte daher nicht festgelegt werden. Das BfR schlägt deshalb zur Sicherstellung der Gesundheit des Verbrauchers einen vorläufigen Wert von 0,1 Mikrogramm je Kilogramm Körpermasse als täglich tolerierbare Aufnahmemenge (TDI) vor. Für Trinkwasser kam die Trinkwasser-Kommission zu einer vergleichbaren Ableitung. Die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge wird allerdings schon durch den Verzehr von 300 Gramm Fisch mit einem Gehalt von 0,02 Mikrogramm je Gramm Fischfleisch ausgeschöpft. Unter der Annahme, dass diese Menge nicht täglich verzehrt wird, sind Konzentrationen von weniger als 0,02 Mikrogramm PFOS pro Gramm Fisch nach Ansicht des Instituts jedoch tolerabel. (07.08.06)



Perfluorierte organische Tenside in Fischen

Bei Untersuchungen der Landesbehörden von Nordrhein-Westfalen sind in Zuchtforellen aus einer von zwei untersuchten Teichanlagen im Hochsauerlandkreis hohe Gehalte an perfluorierten organischen Tensiden (PFT), insbesondere an Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) festgestellt worden. …

Bei Untersuchungen der Landesbehörden von Nordrhein-Westfalen sind in Zuchtforellen aus einer von zwei untersuchten Teichanlagen im Hochsauerlandkreis hohe Gehalte an perfluorierten organischen Tensiden (PFT), insbesondere an Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) festgestellt worden. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) wies darauf hin, dass Fische mit einer derartig hohen Belastung nicht zum Verzehr geeignet sind.

Zwar besteht nach Ansicht der Experten keine akute Gefahr für die Gesundheit, selbst wenn ein Mensch die üblichen Mengen dieser Fische, das sind 300 Gramm, einmal verzehrt hat. Da PFOS aber lange im Körper verbleibt, sollte so wenig wie möglich davon aufgenommen werden.

Perfluorierte Tenside (PFT) sind sehr stabile Verbindungen, die unter anderem bei der Verarbeitung von Bedarfsgegenständen, bei der Herstellung von Fluorpolymeren, bei der Papierveredelung, in Feuerlöschmitteln und in Reinigungsmitteln eingesetzt werden. Die prominentesten Vertreter dieser Stoffgruppe sind Perfluoroctansäure (PFOA) und Perfluoroctansulfonsäure (PFOS). Diese beiden Verbindungen wurden jetzt in Fischen im Hochsauerlandkreis nachgewiesen.

Die Behörden haben Fische aus verschiedenen Teichen untersucht, nachdem im Trinkwasser erhöhte Konzentrationen von PFT festgestellt worden waren. Fische aus einem Teich wiesen dabei Gehalte zwischen 0,4 Mikrogramm und mehr als 1 Mikrogramm PFOS je Gramm Fischfleisch auf. Die Proben aus einem anderen Teich enthielten dagegen weniger als 0,02 Mikrogramm PFOS pro Gramm Fischfleisch.

Dem BfR liegen keine abgeschlossenen Risikobewertungen von nationalen oder internationalen Organisationen vor. Ein verbindlicher Wert für die tägliche tolerierbare Aufnahme von PFOS konnte daher nicht festgelegt werden. Das BfR schlägt deshalb zur Sicherstellung der Gesundheit des Verbrauchers einen vorläufigen Wert von 0,1 Mikrogramm je Kilogramm Körpermasse als täglich tolerierbare Aufnahmemenge (TDI) vor. Für Trinkwasser kam die Trinkwasser-Kommission zu einer vergleichbaren Ableitung. Die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge wird allerdings schon durch den Verzehr von 300 Gramm Fisch mit einem Gehalt von 0,02 Mikrogramm je Gramm Fischfleisch ausgeschöpft. Unter der Annahme, dass diese Menge nicht täglich verzehrt wird, sind Konzentrationen von weniger als 0,02 Mikrogramm PFOS pro Gramm Fisch nach Ansicht des Instituts jedoch tolerabel. (07.08.06)

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Veröffentlicht: 07.08.2006

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