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  • Private Nachfrage nach Nahrungsmitteln


Zur Internationalen Grünen Woche in Berlin stellten die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) und die Centrale Marketing-Gesellschaft (CMA) Trends und Strukturen der Nachfrage privater Haushalte nach Agrarerzeugnissen vor. Einige der wichtigsten Ergebnisse sind im Folgenden zusammengefasst.

  • Das Statistische Bundesamt meldet eine durchschnittliche Preissteigerung von knapp 5 % für Nahrungsmittel von Januar bis Oktober 2001. Als Gründe gelten die Folgekosten der Fleischkrise, Angebotsengpässe und vorgezogene Preiserhöhungen im Einzelhandel, um Spielraum für die Euroumstellung zu haben. Darüber hinaus zeigt der Verbraucher aber auch eine größere Bereitschaft, einen höheren Preis für Produkte und Leistungen mit besonderem Qualitäts- und Vertrauensbonus zu zahlen. Denn die BSE-Krise hat die Haushalte auch bei Nahrungsmitteln, die nicht unmittelbar im Zusammenhang mit Fleisch gesehen werden, zu einem kritischeren Einkaufsverhalten bewogen.
  • In allen analysierten Produktbereichen übertrifft der Anstieg der Verbraucherausgaben im Jahr 2001 bei weitem die mengenmäßigen Veränderungsraten. Das gilt sowohl für Produktgruppen mit positiven Vorzeichen beim Absatz als auch bei solchen, die einen mengenmäßigen Rückgang zu verzeichnen hatten. Zweistellige Wachstumsraten wiesen die Preise bei Milch (+15 %), Fleisch ohne Geflügel (+14 %), Geflügel (+13 %), Wurst (+12 %), Frischkartoffeln (+12 %) und Frischobst (+11 %) auf.
  • Die Verunsicherung der Verbraucher in Folge der BSE-Krise drückte auf deren Konsum von Fleisch (-6 %) und Wurst (-4 %). Nach starken Einbrüchen zu Jahresbeginn konnte sich die Nachfrage in diesen Bereichen aber deutlich erholen, so dass die Rückgänge im Jahr 2001 moderat blieben.
  • Deutlich im Plus liegen die Substitutionsprodukte Geflügel, Käse, Gemüse und Fisch. Aber auch hier normalisiert sich die Lage. Der Zuwachs, den die Krise diesen Segmenten beschert hatte, ist im Herbst zusammengeschrumpft. Zukünftig müssen wieder eigene Anstrengungen unternommen werden, um den Wachstumspfad in diesen Kategorien fortzuführen

Die Broschüre "Nachfrage privater Haushalte nach Nahrungsmitteln 2001" kann kostenlos bei der Zentrale Markt- und Preisberichtstelle GmbH,H. Schmitz, Rochusstraße 2, 53123 Bonn, Fax 0228/9777-509, E-Mail hannelore.schmitz@zmp.de, Internet www.zmp.de/mafo bestellt werden. 18.01.02





Zur Internationalen Grünen Woche in Berlin stellten die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) und die Centrale Marketing-Gesellschaft (CMA) Trends und Strukturen der Nachfrage privater Haushalte nach Agrarerzeugnissen vor. Einige der wichtigsten Ergebnisse sind im Folgenden zusammengefasst.

  • Das Statistische Bundesamt meldet eine durchschnittliche Preissteigerung von knapp 5 % für Nahrungsmittel von Januar bis Oktober 2001. Als Gründe gelten die Folgekosten der Fleischkrise, Angebotsengpässe und vorgezogene Preiserhöhungen im Einzelhandel, um Spielraum für die Euroumstellung zu haben. Darüber hinaus zeigt der Verbraucher aber auch eine größere Bereitschaft, einen höheren Preis für Produkte und Leistungen mit besonderem Qualitäts- und Vertrauensbonus zu zahlen. Denn die BSE-Krise hat die Haushalte auch bei Nahrungsmitteln, die nicht unmittelbar im Zusammenhang mit Fleisch gesehen werden, zu einem kritischeren Einkaufsverhalten bewogen.
  • In allen analysierten Produktbereichen übertrifft der Anstieg der Verbraucherausgaben im Jahr 2001 bei weitem die mengenmäßigen Veränderungsraten. Das gilt sowohl für Produktgruppen mit positiven Vorzeichen beim Absatz als auch bei solchen, die einen mengenmäßigen Rückgang zu verzeichnen hatten. Zweistellige Wachstumsraten wiesen die Preise bei Milch (+15 %), Fleisch ohne Geflügel (+14 %), Geflügel (+13 %), Wurst (+12 %), Frischkartoffeln (+12 %) und Frischobst (+11 %) auf.
  • Die Verunsicherung der Verbraucher in Folge der BSE-Krise drückte auf deren Konsum von Fleisch (-6 %) und Wurst (-4 %). Nach starken Einbrüchen zu Jahresbeginn konnte sich die Nachfrage in diesen Bereichen aber deutlich erholen, so dass die Rückgänge im Jahr 2001 moderat blieben.
  • Deutlich im Plus liegen die Substitutionsprodukte Geflügel, Käse, Gemüse und Fisch. Aber auch hier normalisiert sich die Lage. Der Zuwachs, den die Krise diesen Segmenten beschert hatte, ist im Herbst zusammengeschrumpft. Zukünftig müssen wieder eigene Anstrengungen unternommen werden, um den Wachstumspfad in diesen Kategorien fortzuführen

Die Broschüre "Nachfrage privater Haushalte nach Nahrungsmitteln 2001" kann kostenlos bei der Zentrale Markt- und Preisberichtstelle GmbH,H. Schmitz, Rochusstraße 2, 53123 Bonn, Fax 0228/9777-509, E-Mail hannelore.schmitz@zmp.de, Internet www.zmp.de/mafo bestellt werden. 18.01.02



Private Nachfrage nach Nahrungsmitteln

Zur Internationalen Grünen Woche in Berlin stellten die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) und die Centrale Marketing-Gesellschaft (CMA) Trends und Strukturen der Nachfrage privater Haushalte nach Agrarerzeugnissen vor. Einige der …

Zur Internationalen Grünen Woche in Berlin stellten die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) und die Centrale Marketing-Gesellschaft (CMA) Trends und Strukturen der Nachfrage privater Haushalte nach Agrarerzeugnissen vor. Einige der wichtigsten Ergebnisse sind im Folgenden zusammengefasst.

  • Das Statistische Bundesamt meldet eine durchschnittliche Preissteigerung von knapp 5 % für Nahrungsmittel von Januar bis Oktober 2001. Als Gründe gelten die Folgekosten der Fleischkrise, Angebotsengpässe und vorgezogene Preiserhöhungen im Einzelhandel, um Spielraum für die Euroumstellung zu haben. Darüber hinaus zeigt der Verbraucher aber auch eine größere Bereitschaft, einen höheren Preis für Produkte und Leistungen mit besonderem Qualitäts- und Vertrauensbonus zu zahlen. Denn die BSE-Krise hat die Haushalte auch bei Nahrungsmitteln, die nicht unmittelbar im Zusammenhang mit Fleisch gesehen werden, zu einem kritischeren Einkaufsverhalten bewogen.
  • In allen analysierten Produktbereichen übertrifft der Anstieg der Verbraucherausgaben im Jahr 2001 bei weitem die mengenmäßigen Veränderungsraten. Das gilt sowohl für Produktgruppen mit positiven Vorzeichen beim Absatz als auch bei solchen, die einen mengenmäßigen Rückgang zu verzeichnen hatten. Zweistellige Wachstumsraten wiesen die Preise bei Milch (+15 %), Fleisch ohne Geflügel (+14 %), Geflügel (+13 %), Wurst (+12 %), Frischkartoffeln (+12 %) und Frischobst (+11 %) auf.
  • Die Verunsicherung der Verbraucher in Folge der BSE-Krise drückte auf deren Konsum von Fleisch (-6 %) und Wurst (-4 %). Nach starken Einbrüchen zu Jahresbeginn konnte sich die Nachfrage in diesen Bereichen aber deutlich erholen, so dass die Rückgänge im Jahr 2001 moderat blieben.
  • Deutlich im Plus liegen die Substitutionsprodukte Geflügel, Käse, Gemüse und Fisch. Aber auch hier normalisiert sich die Lage. Der Zuwachs, den die Krise diesen Segmenten beschert hatte, ist im Herbst zusammengeschrumpft. Zukünftig müssen wieder eigene Anstrengungen unternommen werden, um den Wachstumspfad in diesen Kategorien fortzuführen

Die Broschüre “Nachfrage privater Haushalte nach Nahrungsmitteln 2001” kann kostenlos bei der Zentrale Markt- und Preisberichtstelle GmbH,H. Schmitz, Rochusstraße 2, 53123 Bonn, Fax 0228/9777-509, E-Mail hannelore.schmitz@zmp.de, Internet www.zmp.de/mafo bestellt werden. 18.01.02

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Veröffentlicht: 18.01.2002

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