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  • Robert Koch-Institut: Krebs in Deutschland


Bild: © stuartbur/
iStockphoto.com Nach einer aktuellen Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) sind im Jahr 2008 rund 470 000 Menschen in Deutschland neu an Krebs erkrankt, das sind 70 000–80 000 mehr als zehn Jahre zuvor. Für das Jahr 2012 rechnet das RKI mit knapp 490 000 Erkrankungen. Der wesentliche Grund für den Anstieg ist die zunehmende Zahl älterer Menschen, da die meisten Krebserkrankungen in höherem Alter auftreten.

Hinzu kommt ein erwarteter Anstieg beim Brustkrebs in der ersten Phase des bundesweiten Mammographie-Screening-Programms (eingeführt worden im Jahr 2002 auf der Grundlage eines einstimmigen Beschlusses des Deutschen Bundestages und des Bundesrates). Brustkrebs macht bei den Frauen etwa ein Drittel aller Fälle aus, bei den Männern ist Prostatakrebs mit einem Anteil von etwa 25 % nach wie vor die häufigste Krebsart.

Hochgerechnet auf 2012 leben in Deutschland etwa 1,4 Mio. Menschen, bei denen die Diagnose Krebs innerhalb der letzten fünf Jahre gestellt wurde. Durch die Therapiefortschritte ist der Anteil der Todesfälle unter den Krebspatienten weiter gesunken. Vor 1980 starben mehr als zwei Drittel an ihrer Krebserkrankung, heute weniger als die Hälfte.

Im Zentrum für Krebsregisterdaten des RKI werden die Daten der Landeskrebsregister auf Bundesebene zusammengeführt, qualitätsgeprüft und ausgewertet. Gemeinsam mit der Gesellschaft der Epidemiologischen Krebsregister in Deutschland (GEKID) veröffentlicht das RKI alle zwei Jahre den Bericht „Krebs in Deutschland" (2012: 8. Auflage).

Bislang können die bundesweiten Neuerkrankungszahlen nur geschätzt werden. Die Datengrundlage für die Schätzung hat sich in den letzten Jahren stetig verbessert. Zählen statt Schätzen wird allerdings erst möglich, wenn aus allen Bundesländern flächendeckende und ausreichend vollzählige Daten zu allen Krebslokalisationen übermittelt werden. Für 2008 liegen in Deutschland bereits für eine Bevölkerung von mehr als 50 Mio. Einwohnern belastbare Daten zu Krebsneuerkrankungen vor.

„Krebs in Deutschland" kann kostenlos bei RKI, GEKID oder den Landeskrebsregistern bestellt werden und ist im Internet unter www.krebsdaten.de abrufbar. Quelle: Robert Koch-Institut, Pressemeldung vom 21.02.2012 (05.03.12)



Bild: © [stuartbur]/iStockphoto.com
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Bild: © stuartbur/
iStockphoto.com Nach einer aktuellen Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) sind im Jahr 2008 rund 470 000 Menschen in Deutschland neu an Krebs erkrankt, das sind 70 000–80 000 mehr als zehn Jahre zuvor. Für das Jahr 2012 rechnet das RKI mit knapp 490 000 Erkrankungen. Der wesentliche Grund für den Anstieg ist die zunehmende Zahl älterer Menschen, da die meisten Krebserkrankungen in höherem Alter auftreten.

Hinzu kommt ein erwarteter Anstieg beim Brustkrebs in der ersten Phase des bundesweiten Mammographie-Screening-Programms (eingeführt worden im Jahr 2002 auf der Grundlage eines einstimmigen Beschlusses des Deutschen Bundestages und des Bundesrates). Brustkrebs macht bei den Frauen etwa ein Drittel aller Fälle aus, bei den Männern ist Prostatakrebs mit einem Anteil von etwa 25 % nach wie vor die häufigste Krebsart.

Hochgerechnet auf 2012 leben in Deutschland etwa 1,4 Mio. Menschen, bei denen die Diagnose Krebs innerhalb der letzten fünf Jahre gestellt wurde. Durch die Therapiefortschritte ist der Anteil der Todesfälle unter den Krebspatienten weiter gesunken. Vor 1980 starben mehr als zwei Drittel an ihrer Krebserkrankung, heute weniger als die Hälfte.

Im Zentrum für Krebsregisterdaten des RKI werden die Daten der Landeskrebsregister auf Bundesebene zusammengeführt, qualitätsgeprüft und ausgewertet. Gemeinsam mit der Gesellschaft der Epidemiologischen Krebsregister in Deutschland (GEKID) veröffentlicht das RKI alle zwei Jahre den Bericht „Krebs in Deutschland" (2012: 8. Auflage).

Bislang können die bundesweiten Neuerkrankungszahlen nur geschätzt werden. Die Datengrundlage für die Schätzung hat sich in den letzten Jahren stetig verbessert. Zählen statt Schätzen wird allerdings erst möglich, wenn aus allen Bundesländern flächendeckende und ausreichend vollzählige Daten zu allen Krebslokalisationen übermittelt werden. Für 2008 liegen in Deutschland bereits für eine Bevölkerung von mehr als 50 Mio. Einwohnern belastbare Daten zu Krebsneuerkrankungen vor.

„Krebs in Deutschland" kann kostenlos bei RKI, GEKID oder den Landeskrebsregistern bestellt werden und ist im Internet unter www.krebsdaten.de abrufbar. Quelle: Robert Koch-Institut, Pressemeldung vom 21.02.2012 (05.03.12)



Robert Koch-Institut: Krebs in Deutschland

Bild: © stuartbur/iStockphoto.com Nach einer aktuellen Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) sind im Jahr 2008 rund 470 000 Menschen in Deutschland neu an Krebs erkrankt, das sind 70 000–80 000 mehr als zehn …

Bild: © stuartbur/
iStockphoto.com Nach einer aktuellen Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) sind im Jahr 2008 rund 470 000 Menschen in Deutschland neu an Krebs erkrankt, das sind 70 000–80 000 mehr als zehn Jahre zuvor. Für das Jahr 2012 rechnet das RKI mit knapp 490 000 Erkrankungen. Der wesentliche Grund für den Anstieg ist die zunehmende Zahl älterer Menschen, da die meisten Krebserkrankungen in höherem Alter auftreten.

Hinzu kommt ein erwarteter Anstieg beim Brustkrebs in der ersten Phase des bundesweiten Mammographie-Screening-Programms (eingeführt worden im Jahr 2002 auf der Grundlage eines einstimmigen Beschlusses des Deutschen Bundestages und des Bundesrates). Brustkrebs macht bei den Frauen etwa ein Drittel aller Fälle aus, bei den Männern ist Prostatakrebs mit einem Anteil von etwa 25 % nach wie vor die häufigste Krebsart.

Hochgerechnet auf 2012 leben in Deutschland etwa 1,4 Mio. Menschen, bei denen die Diagnose Krebs innerhalb der letzten fünf Jahre gestellt wurde. Durch die Therapiefortschritte ist der Anteil der Todesfälle unter den Krebspatienten weiter gesunken. Vor 1980 starben mehr als zwei Drittel an ihrer Krebserkrankung, heute weniger als die Hälfte.

Im Zentrum für Krebsregisterdaten des RKI werden die Daten der Landeskrebsregister auf Bundesebene zusammengeführt, qualitätsgeprüft und ausgewertet. Gemeinsam mit der Gesellschaft der Epidemiologischen Krebsregister in Deutschland (GEKID) veröffentlicht das RKI alle zwei Jahre den Bericht „Krebs in Deutschland” (2012: 8. Auflage).

Bislang können die bundesweiten Neuerkrankungszahlen nur geschätzt werden. Die Datengrundlage für die Schätzung hat sich in den letzten Jahren stetig verbessert. Zählen statt Schätzen wird allerdings erst möglich, wenn aus allen Bundesländern flächendeckende und ausreichend vollzählige Daten zu allen Krebslokalisationen übermittelt werden. Für 2008 liegen in Deutschland bereits für eine Bevölkerung von mehr als 50 Mio. Einwohnern belastbare Daten zu Krebsneuerkrankungen vor.

„Krebs in Deutschland” kann kostenlos bei RKI, GEKID oder den Landeskrebsregistern bestellt werden und ist im Internet unter www.krebsdaten.de abrufbar. Quelle: Robert Koch-Institut, Pressemeldung vom 21.02.2012 (05.03.12)

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Veröffentlicht: 05.03.2012

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