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  • “Sauer” finden Zähne nicht lustig


Die stark ausgeprägte Vorliebe von Kindern für säurehaltige Getränke wie Zitrusbrausen, Cola oder Orangensaft kann ihren Zähnen zum Verhängnis werden. Denn der Zahnschmelz wird bei regelmäßigem starkem Konsum durch die Säuren so geschwächt, dass er weich wird und schließlich kleine Teile dieser natürlichen Schutzschicht herausbrechen. Materialwissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Universität Bristol untersuchen seit längerem diese durch Säure ausgelösten Zahnschmelzerosionen. Sie machten jetzt einen Vorschlag, wie Softdrinks durch den Zusatz natürlicher Mineralien zahnfreundlicher werden können.

In einer Studie setzten die Wissenschaftler 120 verschiedene Zahnproben drei unterschiedlichen "Mustergetränken" aus: einem Mineralwasser, bei dem wegen fehlender Säure keine Zahnerosion zu erwarten war sowie ein zitronensäurehaltiges Getränk mit einem für viele bekannte Soft-Drinks typischen pH-Wert. Das dritte Getränk hatte den gleichen Säuregehalt und pH-Wert wie das zweite, enthielt aber zusätzlich geringe Mengen an Calcium und Phosphat. Die Zahnschmelzproben wurden für festgelegte Zeitabschnitte (0,5 bis 10 Minuten) den Getränken ausgesetzt. Anschließend wurde die Härte der Zahnschmelzproben mit einem sensiblen Messgerät (Nanoindenter) untersucht, einer Diamantspitze mit einem Durchmesser von einem zehnmillionstel Meter.

Beim Wasser zeigte der Zahnschmelz erwartungsgemäß keinerlei Veränderung. Die säurehaltigen Getränke erweichten zwar beide den Zahnschmelz; bei dem Calcium und Phosphat enthaltenden Getränk dauerte dies aber etwa doppelt so lange, wie bei dem Getränk, das nur die Zitronensäure enthielt. Das heißt, das mineralienhaltige Getränk ist wesentlich weniger erosiv als viele herkömmliche Soft-Drinks. In ihren Ergebnissen sehen die Wissenschaftler einen neuen Ansatz, der Zahnerosion gegenzusteuern. (13.01.05)





Die stark ausgeprägte Vorliebe von Kindern für säurehaltige Getränke wie Zitrusbrausen, Cola oder Orangensaft kann ihren Zähnen zum Verhängnis werden. Denn der Zahnschmelz wird bei regelmäßigem starkem Konsum durch die Säuren so geschwächt, dass er weich wird und schließlich kleine Teile dieser natürlichen Schutzschicht herausbrechen. Materialwissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Universität Bristol untersuchen seit längerem diese durch Säure ausgelösten Zahnschmelzerosionen. Sie machten jetzt einen Vorschlag, wie Softdrinks durch den Zusatz natürlicher Mineralien zahnfreundlicher werden können.

In einer Studie setzten die Wissenschaftler 120 verschiedene Zahnproben drei unterschiedlichen "Mustergetränken" aus: einem Mineralwasser, bei dem wegen fehlender Säure keine Zahnerosion zu erwarten war sowie ein zitronensäurehaltiges Getränk mit einem für viele bekannte Soft-Drinks typischen pH-Wert. Das dritte Getränk hatte den gleichen Säuregehalt und pH-Wert wie das zweite, enthielt aber zusätzlich geringe Mengen an Calcium und Phosphat. Die Zahnschmelzproben wurden für festgelegte Zeitabschnitte (0,5 bis 10 Minuten) den Getränken ausgesetzt. Anschließend wurde die Härte der Zahnschmelzproben mit einem sensiblen Messgerät (Nanoindenter) untersucht, einer Diamantspitze mit einem Durchmesser von einem zehnmillionstel Meter.

Beim Wasser zeigte der Zahnschmelz erwartungsgemäß keinerlei Veränderung. Die säurehaltigen Getränke erweichten zwar beide den Zahnschmelz; bei dem Calcium und Phosphat enthaltenden Getränk dauerte dies aber etwa doppelt so lange, wie bei dem Getränk, das nur die Zitronensäure enthielt. Das heißt, das mineralienhaltige Getränk ist wesentlich weniger erosiv als viele herkömmliche Soft-Drinks. In ihren Ergebnissen sehen die Wissenschaftler einen neuen Ansatz, der Zahnerosion gegenzusteuern. (13.01.05)



“Sauer” finden Zähne nicht lustig

Die stark ausgeprägte Vorliebe von Kindern für säurehaltige Getränke wie Zitrusbrausen, Cola oder Orangensaft kann ihren Zähnen zum Verhängnis werden. Denn der Zahnschmelz wird bei regelmäßigem starkem Konsum durch die …

Die stark ausgeprägte Vorliebe von Kindern für säurehaltige Getränke wie Zitrusbrausen, Cola oder Orangensaft kann ihren Zähnen zum Verhängnis werden. Denn der Zahnschmelz wird bei regelmäßigem starkem Konsum durch die Säuren so geschwächt, dass er weich wird und schließlich kleine Teile dieser natürlichen Schutzschicht herausbrechen. Materialwissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Universität Bristol untersuchen seit längerem diese durch Säure ausgelösten Zahnschmelzerosionen. Sie machten jetzt einen Vorschlag, wie Softdrinks durch den Zusatz natürlicher Mineralien zahnfreundlicher werden können.

In einer Studie setzten die Wissenschaftler 120 verschiedene Zahnproben drei unterschiedlichen “Mustergetränken” aus: einem Mineralwasser, bei dem wegen fehlender Säure keine Zahnerosion zu erwarten war sowie ein zitronensäurehaltiges Getränk mit einem für viele bekannte Soft-Drinks typischen pH-Wert. Das dritte Getränk hatte den gleichen Säuregehalt und pH-Wert wie das zweite, enthielt aber zusätzlich geringe Mengen an Calcium und Phosphat. Die Zahnschmelzproben wurden für festgelegte Zeitabschnitte (0,5 bis 10 Minuten) den Getränken ausgesetzt. Anschließend wurde die Härte der Zahnschmelzproben mit einem sensiblen Messgerät (Nanoindenter) untersucht, einer Diamantspitze mit einem Durchmesser von einem zehnmillionstel Meter.

Beim Wasser zeigte der Zahnschmelz erwartungsgemäß keinerlei Veränderung. Die säurehaltigen Getränke erweichten zwar beide den Zahnschmelz; bei dem Calcium und Phosphat enthaltenden Getränk dauerte dies aber etwa doppelt so lange, wie bei dem Getränk, das nur die Zitronensäure enthielt. Das heißt, das mineralienhaltige Getränk ist wesentlich weniger erosiv als viele herkömmliche Soft-Drinks. In ihren Ergebnissen sehen die Wissenschaftler einen neuen Ansatz, der Zahnerosion gegenzusteuern. (13.01.05)

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Veröffentlicht: 13.01.2005

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